Medtronic: Diabetes-Sparte MiniMed strebt US-Börsengang an der Nasdaq an

Medtronic: Diabetes-Sparte MiniMed strebt US-Börsengang an der Nasdaq an

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Medtronic, der globale Medizintechnikkonzern, hat den Börsengang seiner Diabetes-Sparte MiniMed in den USA eingeleitet. Das Unternehmen reichte am Freitag, dem 19. Dezember 2025, die notwendigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC ein, um sich als eigenständiges Unternehmen an der Nasdaq unter dem Symbol „MMED“ zu listen. Dieser Schritt ist Teil einer geplanten Abspaltung, bei der Medtronic zunächst eine Mehrheitsbeteiligung behalten wird.

MiniMed strebt US-Börsengang an

Die Medtronic-Diabetes-Sparte, die zukünftig unter dem Namen MiniMed operieren wird, hat einen Registrierungsantrag auf Formular S-1 bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) für ein geplantes Initial Public Offering (IPO) von neu ausgegebenen Stammaktien eingereicht. Das in Northridge, Kalifornien, ansässige Unternehmen plant die Notierung seiner Stammaktien am Nasdaq Global Select Market unter dem Ticker-Symbol „MMED“.

MiniMed ist bekannt für die Herstellung von Insulinpumpen und Glukosemonitoren. Die genaue Anzahl der anzubietenden Aktien und die Preisspanne für das Angebot wurden noch nicht festgelegt. Der Börsengang wird voraussichtlich nach Abschluss des SEC-Prüfverfahrens und vorbehaltlich der vorherrschenden Marktbedingungen und anderer Faktoren erfolgen.

Die geplante Trennung von Medtronic soll durch eine Reihe von Kapitalmarkttransaktionen vollzogen werden, wobei ein IPO gefolgt von einem späteren Split-off der bevorzugte Ansatz ist.

Finanzielle Kennzahlen und geplante Verwendung der Erlöse

In den sechs Monaten, die am 24. Oktober endeten, verzeichnete die MiniMed Group einen Nettoverlust von 21 Millionen US-Dollar bei einem Nettoumsatz von 1,48 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu lag der Nettoverlust im Vorjahreszeitraum bei 23 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 1,3 Milliarden US-Dollar.

Ein Teil der Erlöse aus dem Börsengang soll zur Rückzahlung konzerninterner Schulden an Medtronic verwendet werden. Der verbleibende Betrag ist für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen. Medtronic hatte MiniMed im Jahr 2001 in einem Geschäft von fast 3,3 Milliarden US-Dollar erworben und im Mai seine Absicht zur Abspaltung des Diabetes-Geschäfts durch einen IPO bekannt gegeben.

Que Dallara, CEO von MiniMed, äußerte sich in einem Schreiben, das der SEC-Einreichung beigefügt war: „Wir sind stolz und dankbar für unser Medtronic-Kapitel. Es hat uns ermöglicht, tiefgreifendes Fachwissen aufzubauen, global zu skalieren und das Leben von Millionen von Menschen in über 80 Ländern zu verbessern.“

Medtronic behält Mehrheitsbeteiligung

Nach Abschluss des Börsengangs wird Medtronic mindestens 80,1 % der Stimmrechte an MiniMed halten. Der Medizintechnikkonzern plant, seine Beteiligung ganz oder teilweise über einen Spin-off oder Split-off an die Medtronic-Aktionäre zu verteilen.

Als führende Konsortialbanken für das geplante Angebot wurden Goldman Sachs & Co. LLC, BofA Securities, Citigroup und Morgan Stanley benannt. Weitere Joint Bookrunning Managers sind Barclays Capital Inc., Deutsche Bank Securities Inc., Mizuho Securities USA LLC, Wells Fargo Securities, Evercore ISI und Piper Sandler & Co. BTIG, LLC und William Blair & Company, L.L.C. werden als Co-Manager fungieren.

Ein Blick auf den IPO-Markt

Nach einem verhaltenen Jahresauftakt, geprägt von Unsicherheiten bezüglich der „Liberation Day“-Zölle der Trump-Administration, daraus resultierender Volatilität an den Aktienmärkten und einem vorübergehenden Regierungsstillstand, scheint die IPO-Aktivität wieder anzuziehen.

Erst diese Woche verzeichnete der Medizintechnikriese Medline (NASDAQ:MDLN) bei seinem Nasdaq-Debüt einen Sprung von über 40 % und sammelte 6,26 Milliarden US-Dollar ein, was ihn zum größten IPO des Jahres weltweit machte. Lynn Martin, Präsidentin der New York Stock Exchange, äußerte sich Anfang des Monats optimistisch und prognostizierte, dass 2026 ein Durchbruchjahr für öffentliche Angebote werden könnte, wobei der Januar und das erste Quartal besonders aktiv erwartet werden.