Mercedes-Benz investiert 4 Mrd. USD in Alabama: Ausbau der SUV-Produktion

Mercedes-Benz investiert 4 Mrd. USD in Alabama: Ausbau der SUV-Produktion

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Der deutsche Automobilhersteller Mercedes-Benz plant eine signifikante Investition von 4 Milliarden US-Dollar in sein Werk in Tuscaloosa, Alabama, bis zum Jahr 2030. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Investitionen von über 7 Milliarden US-Dollar in den gesamten US-Betrieb des Unternehmens in den kommenden Jahren vorsieht. Die Investition zielt darauf ab, die SUV-Produktion zu erweitern und ein neues Kernsegment-Modell zu lokalisieren, das speziell auf die Präferenzen der US-Kunden zugeschnitten ist.

Hauptinvestition und Produktionsausbau

Die angekündigte Investition von 4 Milliarden US-Dollar in das Werk Tuscaloosa soll die Fertigungskapazitäten für SUVs stärken und die Produktion eines neuen Modells ab 2027 ermöglichen. Dieses neue Modell soll die Produktpalette ergänzen, die bereits Fahrzeuge wie den GLE, GLS, GLE Coupé, Mercedes-Maybach GLS sowie die Elektro-SUVs EQE SUV und EQS SUV umfasst. Im Jahr 2024 produzierte das Werk rund 260.000 Fahrzeuge.

Die Ankündigung fällt mit einem bedeutenden Meilenstein zusammen: der Produktion des fünfmillionsten SUVs im Werk Tuscaloosa. Das Jubiläumsfahrzeug, ein GLE, wurde zusammen mit aktualisierten Versionen der Modelle GLE und GLS vorgestellt. Michael Schiebe, Mitglied des Vorstands für Produktion, Qualität und Supply Chain Management, betonte die Bedeutung des Standorts: „Wir glauben an Tuscaloosa. Wir bleiben, wir wachsen, wir sind engagiert.“

Ein Jahrzehnt der Präsenz und des Erfolgs

Das Werk in Tuscaloosa, das seit 1997 in Betrieb ist, hat sich zu einer zentralen Exportbasis für SUVs entwickelt. Etwa 60 Prozent seiner Produktion werden in internationale Märkte exportiert. Seit seiner Eröffnung wurden dort mehr als 4,5 Millionen Fahrzeuge produziert. Mercedes-Benz wählte Alabama bereits 1993 für sein erstes US-Werk aus, und 1997 debütierte dort der wegweisende M-Klasse SUV.

Heute beschäftigt Mercedes-Benz U.S. International (MBUSI) in Vance, Alabama, rund 5.800 Mitarbeiter und repräsentiert eine Gesamtinvestition von über 7 Milliarden US-Dollar. Gouverneur Kay Ivey würdigte die strategische Vision des Unternehmens und die qualifizierte Belegschaft Alabamas: „Vor dreißig Jahren veränderte Mercedes-Benz die Landschaft Alabamas, und es besteht kein Zweifel, dass die Alabamer die Landschaft von Mercedes-Benz verändert haben.“

Strategische Bedeutung des US-Marktes

Die Vereinigten Staaten bleiben der zweitgrößte Markt für Mercedes-Benz. Im vergangenen Jahr wurden dort 303.200 Pkw und 40.000 Vans verkauft. Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Group, unterstrich die Bedeutung des Standorts: „Tuscaloosa ist seit fast 30 Jahren ein wichtiger Knotenpunkt für Mercedes-Benz Fahrzeuge. Es ist ein natürlicher Schritt, ein weiteres Modell nach Alabama zu bringen, als Teil einer Strategie, unser Engagement in den USA zu vertiefen, einem Markt, der seit über einem Jahrhundert unsere Heimat ist.“ Die Investition soll auch dazu beitragen, finanzielle Nachteile durch amerikanische Autozölle auszugleichen.

Fokus auf Forschung und Entwicklung

Parallel zur Investition in die Produktion strukturiert Mercedes-Benz einen Teil seiner US-Belegschaft um. Bis zu 500 Stellen werden in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Atlanta verlagert. Dieser Schritt soll die Ingenieurkapazitäten des Unternehmens stärken und die Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Georgia Institute of Technology sowie dem umliegenden Technologie-Ökosystem fördern.

Politische Reaktionen und lokale Wertschätzung

Die Ankündigung wurde von politischen Vertretern positiv aufgenommen. US-Verkehrsminister Sean Duffy sowie die US-Senatoren Tommy Tuberville und Katie Britt lobten die Investition. Senator Tuberville erklärte: „Die Produktion in Alabama BOOMT!“ Senatorin Britt kommentierte: „So sieht der Kampf für amerikanische Arbeiter und amerikanische Fertigung aus.“ Die lokalen Behörden und die Gemeinschaft sehen die fortgesetzte Investition als klares Zeichen für Alabamas führende Rolle in der globalen Automobilindustrie.

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