Meta entlässt Hunderte Mitarbeiter inmitten massiver KI-Investitionen

Meta entlässt Hunderte Mitarbeiter inmitten massiver KI-Investitionen

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Meta hat am Mittwoch begonnen, Hunderte von Mitarbeitern in verschiedenen Unternehmensbereichen zu entlassen. Betroffen sind Angestellte in Reality Labs, Facebook, im Recruiting, im Vertrieb und in den globalen Operationen. Diese Schritte erfolgen im Rahmen einer umfassenderen Umstrukturierung und spiegeln die wachsende Realität wider, dass kostspielige Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) auf Kosten einiger Mitarbeiterpositionen gehen.

Meta strafft Belegschaft in mehreren Bereichen

Die jüngsten Entlassungen bei Meta betreffen Hunderte von Mitarbeitern, wie aus internen Quellen und LinkedIn-Beiträgen der Betroffenen hervorgeht. Obwohl die genaue Zahl der Entlassungen nicht genannt wurde, stellen sie einen kleinen Prozentsatz der Belegschaft dar. Ende 2025 beschäftigte Meta fast 79.000 Mitarbeiter.

Ein Sprecher von Meta erklärte gegenüber Business Insider: "Teams bei Meta restrukturieren oder implementieren regelmäßig Änderungen, um sicherzustellen, dass sie bestmöglich aufgestellt sind, um ihre Ziele zu erreichen. Wo immer möglich, finden wir andere Möglichkeiten für Mitarbeiter, deren Positionen betroffen sein könnten."

KI-Investitionen als treibende Kraft

Die aktuellen Kostensenkungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Meta Hunderte von Milliarden Dollar in die KI-Infrastruktur und den Aufbau von Teams mit Top-KI-Talenten investiert. Diese massiven Ausgaben zur Förderung der Künstlichen Intelligenz werden als Hauptgrund für die Stellenstreichungen genannt. Meta prognostiziert für 2026 Gesamtausgaben zwischen 162 Milliarden und 169 Milliarden Dollar, was auch steigende Mitarbeitervergütungen für KI-Talente einschließt.

Bereits Anfang des Monats hatte Meta einige Manager aufgefordert, Pläne zur Kostensenkung vorzubereiten. Mitarbeiter in den Bereichen Wearables und Anzeigen erhielten am Dienstag die Anweisung, am Mittwoch von zu Hause aus zu arbeiten, was oft ein Vorbote für solche Maßnahmen ist.

Effizienzsteigerung und interne KI-Initiativen

Seit 2023 treibt Meta-CEO Mark Zuckerberg die Effizienzsteigerung im Unternehmen voran. Die Entlassungen sind Teil dieser Bemühungen. Intern fördert Meta zudem den Einsatz von KI-Tools. Andrew Bosworth, CTO von Meta, kündigte an, die Initiative "AI for Work" zu übernehmen, um die interne Nutzung von KI-Tools zu steigern.

Bosworth äußerte sich in einem Memo dazu: "Wie viele von euch bin ich fasziniert von der Kraft, die KI hat, unser Unternehmen zu transformieren, und ich bin bestrebt, ihre Kraft für jeden Einzelnen und jedes Team freizusetzen." Interessanterweise fallen die Kürzungen auch in eine Zeit, in der einige Top-Führungskräfte des Unternehmens massive Gehaltserhöhungen erhalten sollen, die an das Erreichen "außerordentlich aggressiver" Aktienkurse über fünf Jahre gekoppelt sind.

Ein breiterer Trend in der Tech-Branche

Die Entlassungen bei Meta sind kein Einzelfall, sondern spiegeln einen breiteren Trend in der Big-Tech-Branche wider. Seit 2023 sind Stellenstreichungen und Kostensenkungen bei vielen großen Technologieunternehmen zu beobachten:

  • Amazon kündigte im Januar die Streichung von rund 16.000 Unternehmenspositionen an, nachdem bereits Monate zuvor 14.000 Stellen abgebaut wurden.
  • Microsoft eliminierte im vergangenen Jahr etwa 15.000 Positionen.
  • Atlassian reduzierte seine Belegschaft um 10 %, und Block (ehemals Square) strich fast 50 % seiner Stellen, wobei Führungskräfte direkt auf KI als Ersatz für bestimmte Funktionen verwiesen.

Laut einem Bericht von Challenger, Gray & Christmas vom März 2026 wurde KI im Jahr 2026 bisher bei 12.304 angekündigten Stellenstreichungen, also 8 % aller Kürzungen, als Grund genannt. Die aktuelle Welle der Entlassungen konzentriert sich zudem auf White-Collar-Positionen, wobei Mid-Level-Manager, Recruiting- und HR-Teams sowie interne IT- und operative Rollen zunehmend von Software-Systemen oder KI übernommen werden.

Auswirkungen auf den Aktienkurs und Führungskräftevergütung

Der Aktienkurs von Meta stieg am Mittwochmorgen um mehr als 1 %. Im Jahresverlauf ist der Kurs jedoch um etwa 9 % gesunken und über die letzten zwölf Monate um mehr als 4 % gefallen. Die Entlassungen, obwohl im Vergleich zu früheren Runden begrenzt, signalisieren einen anhaltenden Druck auf Angestelltenpositionen in einem der größten Technologieunternehmen der Welt, während Ressourcen verstärkt in die KI-Entwicklung umgeleitet werden.