Meta investiert massiv in Kernenergie für KI-Zukunft und US-Führerschaft

Meta investiert massiv in Kernenergie für KI-Zukunft und US-Führerschaft

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Meta sichert sich massiv Atomstromkapazitäten, um den enormen Energiebedarf seiner Künstlichen Intelligenz (KI)-Operationen zu decken. Das Unternehmen hat langfristige Verträge mit US-Kernenergieunternehmen abgeschlossen, die bis 2035 bis zu 6,6 Gigawatt Leistung liefern sollen. Diese strategischen Investitionen sollen die USA im globalen KI-Wettrennen stärken und gleichzeitig lokale Wirtschaften fördern.

Meta setzt auf Kernenergie für KI-Zukunft

Der Tech-Riese Meta hat kürzlich umfangreiche Vereinbarungen zur Sicherung von Kernenergie bekannt gegeben, um den steigenden Energiebedarf seiner KI-Infrastruktur zu decken. Joel Kaplan, Metas Chief Global Affairs Officer, erklärte gegenüber FOX Business, dass diese massiven Atomstrom-Deals den USA helfen werden, das Rennen um die Künstliche Intelligenz gegen China zu gewinnen. Die steigende Energienachfrage belaste das nationale Stromnetz erheblich, weshalb Meta auf eine zuverlässige und leistungsstarke Energiequelle setzt. Kaplan fügte hinzu: "Modernste Datenzentren und KI-Infrastruktur sind unerlässlich, um Amerikas Position als globaler Marktführer in der KI zu sichern."

Umfangreiche Partnerschaften und Kapazitäten

Meta hat 20-jährige Stromabnahmeverträge mit Vistra unterzeichnet, um Energie aus deren Kernkraftwerken Perry und Davis-Besse in Ohio sowie Beaver Valley in Pennsylvania zu beziehen. Diese Vereinbarungen umfassen über 2.600 Megawatt (MW) und sollen die Lebensdauer der Anlagen verlängern sowie deren Energieproduktion steigern. Zusätzlich unterstützt Meta die Entwicklung neuer Kernenergieprojekte mit Oklo und TerraPower, einem Unternehmen, das von Milliardär Bill Gates mitbegründet wurde.

Insgesamt könnten diese Projekte bis 2035 bis zu 6,6 Gigawatt (GW) Kernenergie liefern, was der Kapazität von etwa sechs großen Kernkraftwerken entspricht. Diese Kapazitäten sind entscheidend für Metas "Prometheus"-Supercluster-Computersystem, das in einem Datenzentrum in New Albany, Ohio, entsteht und voraussichtlich 2026 in Betrieb gehen soll. Oklo plant zudem, seinen fortschrittlichen Technologiecampus in Pike County, Ohio, bereits 2030 in Betrieb zu nehmen, wobei Meta die Entwicklung des Aurora Powerhouse durch Vorauszahlungen unterstützt.

Wirtschaftliche Impulse und Technologische Entwicklung

Die Investitionen von Meta in die Kernenergie versprechen erhebliche Vorteile für die lokalen Gemeinden. Joel Kaplan hob hervor, dass diese Datenzentren Tausende neuer, gut bezahlter Facharbeitsplätze schaffen, darunter für Rohrleger, Stahlarbeiter, Elektriker und Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker. Diese Infrastrukturinvestitionen tragen maßgeblich zur lokalen Wirtschaft bei und stärken die amerikanische Energieinfrastruktur.

Ein wichtiger Aspekt der Partnerschaften ist die Unterstützung der Entwicklung von Small Modular Reactors (SMRs) durch Oklo und TerraPower. Diese experimentellen Reaktortechnologien, an denen auch OpenAI-CEO Sam Altman über Oklo beteiligt ist, versprechen verbesserte Sicherheitsmerkmale und effizientere Betriebsabläufe im Vergleich zu traditionellen Anlagen. Obwohl SMRs noch nicht im großen Maßstab eingesetzt werden, sieht Meta in ihnen eine Schlüsseltechnologie für eine saubere und zuverlässige Energieversorgung der Zukunft.

Die Rolle der Kernenergie im KI-Wettlauf

Metas Engagement macht das Unternehmen zu einem der größten Unternehmenskäufer von Kernenergie in der Geschichte der USA. Joel Kaplan betonte, dass diese Schritte die Position Amerikas als globaler Marktführer im Bereich der Künstlichen Intelligenz sichern. Kernenergie bietet im Gegensatz zu intermittierenden erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie eine konstante Grundlastversorgung, die für den 24/7-Betrieb von Datenzentren unerlässlich ist.

Die Initiative von Meta reiht sich ein in einen breiteren Trend unter großen Technologieunternehmen. Auch Amazon, Microsoft und Google investieren in Kernenergie, um ihren massiven Energiebedarf für KI-Anwendungen zu decken. Microsoft hat beispielsweise einen 20-Jahres-Vertrag mit Constellation Energy abgeschlossen, um das ehemalige Kraftwerk Three Mile Island in Pennsylvania wieder in Betrieb zu nehmen. Diese Entwicklungen signalisieren eine Wiederbelebung der Kernenergiebranche nach Jahrzehnten der Stagnation.

Transparenz bei Energiekosten und Branchen-Trend

Meta hat zugesichert, die "vollen Kosten" für die von seinen Datenzentren verbrauchte Energie zu tragen. Damit sollen Bedenken ausgeräumt werden, dass die steigende Stromnachfrage von Technologieunternehmen zu höheren Kosten für private Verbraucher führen könnte. Diese Transparenz unterstreicht Metas Verantwortung im Umgang mit dem wachsenden Energiehunger der KI.

Die zunehmende Nachfrage nach zuverlässigen Energiequellen für KI-Datenzentren führt zu einem Wettlauf unter Tech-Giganten, sich langfristige Stromlieferverträge zu sichern. Neben Meta investieren auch große Private-Equity- und Immobilienunternehmen wie Blackstone und Prologis Milliarden in Kernenergie und andere Quellen, um die Energieversorgung für die expandierende Datenzentren-Infrastruktur zu gewährleisten.

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