Meta kauft Manus AI für Milliarden: Strategischer Schritt im KI-Wettlauf

Meta kauft Manus AI für Milliarden: Strategischer Schritt im KI-Wettlauf

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Meta Platforms, der Mutterkonzern von Facebook und Instagram, hat die Übernahme des schnell wachsenden Künstliche Intelligenz (KI)-Startups Manus bekannt gegeben. Dieser strategische Schritt unterstreicht Metas aggressive Bemühungen, seine KI-Angebote plattformübergreifend auszubauen und im intensiven Wettbewerb mit Rivalen wie Google und OpenAI zu bestehen.

Meta stärkt KI-Ambitionen mit Manus-Akquisition

Der kalifornische Tech-Riese Meta lehnte es ab, finanzielle Details der Akquisition offenzulegen. Berichte des Wall Street Journal und anderer Nachrichtenagenturen beziffern den Wert des Deals jedoch auf über 2 Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarung wurde Berichten zufolge innerhalb von etwa zehn Tagen erzielt, was die Dringlichkeit von Meta-CEO Mark Zuckerberg unterstreicht, die KI-Fähigkeiten des Unternehmens zu stärken.

Meta erklärte in einer Mitteilung vom Montag, dass Manus bereits die täglichen Bedürfnisse von Millionen von Nutzern und Unternehmen weltweit bediene. Das Unternehmen plant, diesen Dienst zu skalieren und Manus' "General-Purpose"-Agenten in seine Konsumenten- und Geschäftsprodukte, einschließlich Meta AI, zu integrieren.

Ein Milliarden-Deal im Wettlauf um KI-Agenten

Die Übernahme von Manus, die als drittgrößte Akquisition in Metas Geschichte nach WhatsApp und Scale AI gilt, markiert eine der bedeutendsten KI-Investitionen des Unternehmens. Xiao Hong, CEO von Manus, wird im Zuge der Übernahme die Rolle des Vice President bei Meta übernehmen. Manus wird seine Abonnements weiterhin über die eigene App und Website verkaufen und unabhängig operieren.

Die Technologie von Manus konzentriert sich auf "General Agents", die Aufgaben autonom ausführen können, anstatt nur Textzusammenfassungen zu liefern. Diese digitalen Agenten sind darauf ausgelegt, komplexe Aufgaben wie unabhängige Forschung, Datenanalyse, Lebenslaufprüfung, Reiseplanung und Aktienanalyse ohne ständige manuelle Eingriffe zu bewältigen.

Manus AI: Rasantes Wachstum und innovative Technologie

Manus, eine in Singapur ansässige Plattform mit chinesischen Wurzeln, wurde 2022 von Xiao Hong in Wuhan gegründet und startete Anfang dieses Jahres ihren ersten "General-Purpose"-KI-Agenten. Das Unternehmen verlegte seinen Hauptsitz vor dem Deal nach Singapur, wo die meisten seiner Mitarbeiter ansässig sind.

Das Startup verzeichnete ein rasantes Wachstum: Nur acht Monate nach dem Start überschritt Manus die Marke von 100 Millionen US-Dollar an jährlichen wiederkehrenden Einnahmen (ARR). Frühe finanzielle Unterstützer von Manus umfassten Berichten zufolge Chinas Tencent Holdings, ZhenFund und HSG (ehemals Sequoia China) sowie die US-Risikokapitalfirma Benchmark, die im April eine Finanzierungsrunde über 75 Millionen US-Dollar anführte, die das Startup mit rund 500 Millionen US-Dollar bewertete.

Geopolitische Bedenken und strategische Neuausrichtung

Die ursprünglichen chinesischen Wurzeln von Manus und die Beteiligung chinesischer Investoren hatten in Washington politische Aufmerksamkeit erregt. US-Senator John Cornyn, ein prominenter Kritiker der Technologiekonkurrenz mit China, äußerte Bedenken hinsichtlich amerikanischer Investitionen in chinesische Unternehmen.

Meta hat auf diese Bedenken reagiert. Ein Sprecher von Meta bestätigte am Dienstag, dass es nach der Transaktion "keine fortbestehenden chinesischen Eigentumsinteressen an Manus AI" geben werde. Zudem werde die Plattform ihre Dienste und Operationen in China einstellen. Diese Neuausrichtung wird als strategischer Schritt gesehen, um operative Risiken inmitten geopolitischer Spannungen zwischen den USA und China zu minimieren.

Metas umfassende KI-Strategie

Meta-CEO Mark Zuckerberg treibt die kommerziellen KI-Bemühungen des Unternehmens aggressiv voran. Im Juni investierte Meta 14,3 Milliarden US-Dollar in das KI-Datenunternehmen Scale AI und rekrutierte dessen CEO Alexandr Wang, um ein Team zu leiten, das "Superintelligenz" entwickeln soll.

Die Akquisition von Manus ist Metas fünfter Kauf im Jahr 2025, der sich ausschließlich auf KI-Technologie konzentriert. Der Tech-Gigant hat in diesem Jahr mindestens 70 Milliarden US-Dollar an Investitionsausgaben für die KI-Infrastruktur bereitgestellt. Analysten sehen den Kauf von Manus als wichtigen Schritt, da er Meta ein funktionierendes KI-Geschäft mit zahlenden Kunden und einer bewährten Infrastruktur verschafft, was die Bemühungen im Wettbewerb mit ChatGPT und Googles Gemini beschleunigen könnte.

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