Meta kündigt weiteren Stellenabbau an und setzt auf KI-Investitionen

Meta kündigt weiteren Stellenabbau an und setzt auf KI-Investitionen

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Meta Platforms steht vor einer weiteren Entlassungswelle, die im kommenden Monat rund 10 Prozent der Belegschaft betreffen wird. Gleichzeitig schließt das Unternehmen tiefere Einschnitte nicht aus, während es massiv in Künstliche Intelligenz investiert und seine Teams neu ausrichtet.

Meta kündigt weiteren Stellenabbau an

Meta plant, im Mai rund 10 Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen. Dies teilte Janelle Gale, Chief People Officer von Meta, in einem internen Meeting am Donnerstag mit. Die Entlassungen, die etwa 7.900 der zu Jahresbeginn knapp 79.000 Mitarbeiter betreffen, sind für den 20. Mai angesetzt.

Gale äußerte sich zu möglichen weiteren Kürzungen: "Wird es weitere Entlassungen geben? Die Frage kommt immer wieder auf. Ich würde gerne sagen, dass es keine weiteren Entlassungen geben wird, aber ich kann nichts sagen, was wir nicht liefern können." Sie betonte, dass Meta die Kosten weiterhin verantwortungsvoll verwalten werde, da sich Prioritäten ändern und der Wettbewerb hart sei, auch wenn das Geschäft stark sei.

Bereits im März hatte Reuters berichtet, dass Meta in diesem Jahr etwa 20 Prozent seiner gesamten Belegschaft abbauen wolle. Die aktuelle Ankündigung erfolgte früher als geplant, da die Pläne an die Presse durchgesickert waren.

Effizienz und strategische Neuausrichtung

Die Entlassungen sind Teil von Metas Bestreben, das Unternehmen effizienter zu führen und Investitionen in andere Bereiche auszugleichen. Janelle Gale erklärte, dass dies bedeute, "Teams bei Bedarf weiterzuentwickeln" und "Talente neu einzusetzen". Sie verwies auf Metas Investitionen in die "Applied AI organization".

Meta wird zudem keine neuen Mitarbeiter für die 6.000 offenen Stellen einstellen, die ursprünglich besetzt werden sollten. Susan Li, Metas CFO, hatte zuvor während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Quartals am Mittwoch erklärt, sie wisse "nicht wirklich" die ideale Größe der Mitarbeiterzahl, die derzeit über 77.000 liegt. Am Donnerstag fiel Metas Aktie um 3,73 US-Dollar von 662,88 US-Dollar auf 659,15 US-Dollar pro Aktie.

KI als treibende Kraft und Kostenfaktor

Künstliche Intelligenz spielt eine zentrale Rolle in Metas strategischer Ausrichtung. CEO Mark Zuckerberg betonte, dass KI-Automatisierung nicht der Hauptgrund für die Entlassungen sei, aber KI kleine Teams wesentlich effizienter gemacht habe. Meta investiert massiv in diesen Bereich und verdoppelt seine Infrastruktur-Ausgaben, hauptsächlich für KI, in diesem Jahr auf eine Spanne von 125 bis 145 Milliarden US-Dollar.

Zuckerberg hatte bereits Ende Januar in einem Earnings Call für das vierte Quartal erklärt: "Wir erleben jetzt eine große KI-Beschleunigung. Ich erwarte, dass 2026 ein Jahr sein wird, in dem diese Welle an mehreren Fronten noch weiter beschleunigt wird." Alexandr Wang, Metas KI-Chef, lobte in dem Meeting die jüngsten KI-Leistungen des Unternehmens, insbesondere die Veröffentlichung des Spark-Modells. Die Nutzung von KI-Tokens werde nicht als Faktor für die Entlassungen herangezogen.

Mitarbeiterüberwachung und Moralauswirkungen

Im Rahmen der KI-Entwicklung sprach Zuckerberg auch Metas Plan an, Tastatureingaben und Mausbewegungen von Mitarbeitern zu überwachen, um die KI-Modelle zu verbessern. Er stellte klar, dass keine Menschen die Aktivitäten der Mitarbeiter beobachten, sondern diese Daten abstrahiert und zur Verbesserung der KI verwendet werden.

Janelle Gale räumte ein, dass die bevorstehenden Entlassungen die Moral bei Meta beeinträchtigen. Das Unternehmen versuche, solche schwierigen Situationen "bestmöglich zu gestalten". Als Maßnahme zur Unterstützung der betroffenen Mitarbeiter wurde die COBRA-Krankenversicherung auf 18 Monate verdreifacht. Meta lehnte eine Stellungnahme zu diesem Artikel ab.

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