Meta plant Preiserhöhungen für VR-Geräte und strategische Neuausrichtung

Meta plant Preiserhöhungen für VR-Geräte und strategische Neuausrichtung

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Meta steht vor einer signifikanten strategischen Neuausrichtung im Bereich Virtual Reality (VR), die Preiserhöhungen für seine Geräte und eine Verschiebung des Geschäftsmodells vorsieht. Interne Memos, die Business Insider vorliegen, deuten auf einen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und Profitabilität für die Reality Labs Division des Unternehmens.

Meta plant Preisanstiege für VR-Geräte

Meta beabsichtigt, die Preise für seine Virtual-Reality-Geräte anzuheben. Dies geht aus einem internen Memo vom 4. Dezember hervor, das von den Metaverse-Führungskräften Gabriel Aul und Ryan Cairns an die Mitarbeiter verschickt wurde. Die Maßnahme ist Teil einer notwendigen "Veränderung" des Geschäftsmodells, um die langfristige Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Zu den geplanten Schritten gehören neben Preiserhöhungen auch die Berücksichtigung neuer Kosten wie Zölle und die Verlängerung des Austauschzyklus der aktuellen Geräte. Aul und Cairns schrieben in dem Memo: "Unsere Geräte werden in Zukunft teurer sein, aber wir werden ein gesünderes Geschäft haben, auf das wir uns stützen können, und uns von der existenziellen Sorge um den Erfolg eines einzelnen Geräts befreien." Aktuell kostet das Flaggschiff-VR-Headset Meta Quest 3 499,99 US-Dollar, während das Einsteigermodell für 299,99 US-Dollar erhältlich ist.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Software-Exzellenz

Die Preisanpassungen sind Teil einer umfassenderen Strategie, die auf einem kürzlichen Reality Labs Strategietreffen mit Meta CEO Mark Zuckerberg und CTO Andrew Bosworth erörtert wurde. Die drei Hauptthemen waren der Aufbau eines nachhaltigen VR-Geschäfts, die Entwicklung "weltklasse" Software-Erlebnisse und die Beschleunigung des Tempos im mobilen Bereich.

Die Führungskräfte betonten, dass Meta sich weiterhin langfristig der VR verschrieben fühlt. Sie forderten die Bereitstellung hochwertiger Software-Erlebnisse, die der "Exzellenz" der Geräte entsprechen, was bedeuten könnte, dass "wir neue Hardware in einem langsameren Tempo auf den Markt bringen werden". Diese Neuausrichtung erfolgt, nachdem Bloomberg zuvor über geplante Budgetkürzungen von bis zu 30 % bei Reality Labs berichtet hatte.

Verzögerungen bei Mixed-Reality-Headsets und neue Produktstrategie

Im Zuge der strategischen Neuausrichtung hat Meta die Veröffentlichung seiner Mixed-Reality-Brille mit dem Codenamen "Phoenix" von der zweiten Jahreshälfte 2026 auf die erste Jahreshälfte 2027 verschoben. Ein weiteres ultraleichtes Headset mit einem externen Rechen-Puck, das intern unter Codenamen wie Puffin, Phoenix und Loma bekannt ist, wird ebenfalls auf die erste Jahreshälfte 2027 verschoben.

Maher Saba, VP von Reality Labs, erklärte in einem Memo, dass diese Verzögerung den Teams "viel mehr Spielraum gibt, um die Details richtig zu machen". Das ultraleichte Gerät, für das intern Namen wie "Quest Air" im Gespräch waren, soll sich auf virtuelle Bildschirme und sitzende Anwendungsfälle konzentrieren. Für 2026 ist zudem die Veröffentlichung eines "Limited Edition" Wearable-Geräts mit dem Codenamen Malibu 2 geplant, bei dem es sich Gerüchten zufolge um die Prada Meta Glasses handeln könnte.

Gerüchte um Meta Quest 4: Höherer Preis und Gaming-Fokus

Parallel zu den Verzögerungen bei anderen Produkten haben Gabriel Aul und Ryan Cairns die Aufnahme der Arbeit an einem "Next-Generation Mainline Headset" erwähnt, das voraussichtlich den Namen Quest 4 tragen wird. Dieses Headset soll sich auf immersives Gaming konzentrieren, ein "großes Upgrade" gegenüber der Quest 3 bieten und die "Einheitsökonomie erheblich verbessern". Dies deutet stark auf ein Ende der Strategie hin, kostengünstige Geräte zu subventionieren.

Gerüchten zufolge, die von dem Virtual-Reality-Veteranen Nima Zeighami verbreitet wurden, könnte die Meta Quest 4 rund 800 US-Dollar kosten. Sie soll kleiner und leichter sein, einen separaten externen "Puck" für Rechen- und Batteriekomponenten besitzen sowie über integriertes Augen- und Gesichts-Tracking und ein höher auflösendes Display verfügen. Es ist noch unklar, ob Controller im Lieferumfang enthalten sein werden. Zudem wird spekuliert, dass Meta die "Quest"-Namensgebung für dieses neue Headset aufgeben könnte. Die Markteinführung wird frühestens für 2026 oder später, möglicherweise in der zweiten Jahreshälfte 2027 oder 2028, erwartet.

Strategische Neuausrichtung bei Reality Labs

Die neuen Pläne unterstreichen Metas Bestreben, Reality Labs in eine profitable Sparte zu verwandeln. Das Unternehmen hat bereits bestätigt, "einige unserer Investitionen vom Metaverse hin zu KI-Brillen und Wearables zu verlagern", wobei Wearables innerhalb von Meta keine Quest-Geräte umfasst.

Maher Sabas Memo betont die Notwendigkeit, "das Geschäft nachhaltig zu gestalten", und die Entscheidung, die Quest 4 nicht zu subventionieren, scheint eine direkte Folge dieses Budgetdrucks zu sein. Die strategische Neuausrichtung zielt darauf ab, ein gesünderes Geschäftsmodell zu etablieren, das langfristiges Wachstum im VR-Bereich ermöglicht.

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