
Meta Platforms: Strategischer Wandel – Reality Labs kürzt Stellen, Fokus auf KI
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Meta Platforms Inc. (NASDAQ:META) plant Berichten zufolge, über 10 % der Stellen in seiner Reality Labs-Sparte abzubauen. Dieser Schritt signalisiert eine deutliche strategische Neuausrichtung des Tech-Giganten, der seinen Fokus verstärkt auf Initiativen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) legt. Die Entlassungen könnten bereits am Dienstag bekannt gegeben werden.
Strategische Neuausrichtung bei Meta Platforms
Die Reality Labs-Sparte, die derzeit rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist für Virtual-Reality-Headsets und ein VR-basiertes soziales Netzwerk verantwortlich. Die geplanten Kürzungen würden etwa 1.500 Mitarbeiter betreffen und sind Teil einer umfassenderen Verlagerung weg vom Metaverse hin zur KI-Entwicklung. Meta hat sich bisher nicht zu den Berichten geäußert.
Andrew Bosworth, Chief Technology Officer von Meta, hat für Mittwoch ein Treffen einberufen, das er als das "wichtigste" des Jahres bezeichnete und die Mitarbeiter zur persönlichen Teilnahme aufforderte. Weitere Details zum Zweck des Treffens wurden nicht bekannt gegeben.
Hohe Verluste und Budgetkürzungen im Metaverse
Die Umstrukturierung bei Meta ist eine Reaktion auf erhebliche Verluste im Metaverse-Bereich. Seit ihrer Gründung im August 2020 hat die Reality Labs-Sparte über 70 Milliarden US-Dollar an Verlusten angehäuft, darunter 4,4 Milliarden US-Dollar operative Verluste allein im dritten Quartal 2025. Diese finanziellen Belastungen haben Meta dazu veranlasst, das Budget für das Metaverse schrittweise zu kürzen.
Im Dezember kündigte das Unternehmen bereits Stellenstreichungen und Budgetkürzungen von rund 30 % für seine Metaverse-Gruppe an, die Horizon Worlds und die Quest VR-Einheit umfasst. Trotz CEO Mark Zuckerbergs früherer Positionierung des Metaverse als zentral für die Zukunft des Unternehmens und der Umbenennung von Facebook, erwägen Führungskräfte Berichten zufolge weitere Budgetkürzungen von bis zu 30 % für die Metaverse-Sparte im Jahr 2026.
Fokus auf KI und Wearables
Im Zuge der Neuausrichtung plant Meta, Finanzmittel von Virtual Reality umzuschichten, um das Budget für Wearables zu erweitern. Dazu gehören Smart Glasses und am Handgelenk tragbare Geräte wie das Meta Neural Band, die als praktischere Technologien mit konkreteren kommerziellen Zwecken angesehen werden.
Gleichzeitig hat Meta das Projekt "Meta Compute" ins Leben gerufen, um eine massive Computerinfrastruktur für die langfristige KI-Entwicklung aufzubauen. Mark Zuckerberg äußerte die Vision, in diesem Jahrzehnt "zig Gigawatt" an Rechenleistung aufzubauen, die im Laufe der Zeit auf "Hunderte von Gigawatt oder mehr" anwachsen könnte. Dieses Projekt wird von Infrastruktur-Direktor Santosh Janardhan und dem Leiter der KI-Kapazitätsplanung, Daniel Gross, geleitet.
Frühere Umstrukturierungen und Wettbewerb
Die aktuellen Entscheidungen über Stellenstreichungen und Budgetkürzungen sind nicht die ersten bei Meta. Bereits im April entließ das Unternehmen eine unbestimmte Anzahl von Mitarbeitern aus seiner Reality Labs-Sparte, hauptsächlich in der Oculus Studios-Einheit, die VR- und AR-Spiele sowie Inhalte für Metas Quest VR-Headsets entwickelt. Im Oktober wurden zudem etwa 600 Stellen in der KI-Division abgebaut, als Teil einer Umstrukturierung zur Straffung der Abläufe und Verbesserung der Agilität.
Diese Maßnahmen erfolgen inmitten eines zunehmenden Wettbewerbs durch Unternehmen wie OpenAI, Alphabet (Google) und Microsoft Corporation. Meta verstärkt seine Anstrengungen, um in der schnelllebigen Tech-Landschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Aktienperformance und Ausblick
Die Meta-Aktie verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg von 5,53 %. Am Montag fiel sie jedoch um 1,70 % und schloss bei 641,97 US-Dollar. Trotz eines leichten Anstiegs im letzten Monat liegt die Performance der Meta-Aktie unter dem Branchendurchschnitt, was die Herausforderungen im Metaverse-Markt im Vergleich zu erfolgreicheren Gaming-Plattformen widerspiegelt.
Laut Benzingas Proprietary Edge Rankings hält Meta eine Momentum-Bewertung von 21,36 % und eine Qualitätsbewertung von 95,76 %. Die bevorstehenden Ankündigungen und die strategische Neuausrichtung werden voraussichtlich die weitere Entwicklung des Unternehmens maßgeblich beeinflussen.