Meta Reality Labs: Bosworths "wichtigstes" Treffen in kritischer Phase

Meta Reality Labs: Bosworths "wichtigstes" Treffen in kritischer Phase

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Meta CTO Andrew Bosworth hat für den 14. Januar ein als "wichtigstes" des Jahres bezeichnetes All-Hands-Meeting für die Reality Labs-Sparte einberufen. Das Treffen, bei dem die persönliche Anwesenheit ungewöhnlich stark betont wird, findet vor dem Hintergrund signifikanter Verluste und einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens statt. Es unterstreicht die kritische Phase, in der sich Metas ambitionierte VR- und AR-Initiativen befinden.

Wichtiges Treffen bei Reality Labs

Andrew Bosworth, Chief Technology Officer von Meta und Leiter der Reality Labs, hat seine Mitarbeiter zu einem All-Hands-Meeting am 14. Januar aufgerufen. Er bezeichnete dieses Treffen als das "wichtigste" des Jahres. Zwei Meta-Mitarbeiter berichteten Business Insider, dass Bosworth die persönliche Anwesenheit für die Mitarbeiter der Reality Labs nachdrücklich empfiehlt.

Diese Betonung der physischen Präsenz ist für die Abteilung, die Metas Wearables, Virtual- und Augmented-Reality-Initiativen sowie eine aufkeimende Robotik-Einheit verantwortet, ungewöhnlich. Einige Manager haben ihre Teams sogar angewiesen, "alles stehen und liegen zu lassen", um persönlich teilzunehmen. Meta hat auf eine Anfrage zur Stellungnahme bezüglich des Treffens nicht sofort reagiert.

Hohe Kosten und strategische Neuausrichtung

Die Reality Labs-Sparte hat trotz einiger Erfolge, wie den Ray-Ban Smart Glasses, erhebliche finanzielle Belastungen für Meta verursacht. Seit 2020 beliefen sich die Verluste dieser Abteilung auf über 70 Milliarden US-Dollar. Diese Entwicklung steht im Kontrast zur strategischen Neuausrichtung von Meta-CEO Mark Zuckerberg, der im vergangenen Jahr den Fokus des Unternehmens vom Metaverse hin zur Künstlichen Intelligenz (KI) verschob.

Im Jahr 2025 investierte Meta 14,3 Milliarden US-Dollar in Scale AI und stellte dessen CEO, Alexandr Wang, ein, um die KI-Bemühungen des Unternehmens maßgeblich voranzutreiben. Es folgte eine milliardenschwere Einstellungsoffensive, bei der Meta Top-KI-Forscher und -Ingenieure von Konkurrenten wie OpenAI und Google DeepMind abwarb.

Herausforderungen und Personalabbau

Die Reality Labs waren in den letzten zwölf Monaten wiederholt von Kürzungen betroffen. Im Dezember berichtete Business Insider, dass Meta Budgetkürzungen von bis zu 30 Prozent plante und Stellenstreichungen innerhalb der Reality Labs in Betracht zog.

Bereits im April des Vorjahres kam es zu Entlassungen bei Oculus Studios, Metas hauseigener Gaming-Abteilung, sowie beim Team hinter Supernatural, einer VR-Fitness-App, die Meta für über 400 Millionen US-Dollar erworben hatte. Diese Maßnahmen folgten auf die umfassenderen Entlassungen im Januar 2025, bei denen unternehmensweit fast 4.000 Stellen abgebaut wurden und mindestens 560 Mitarbeiter der Reality Labs betroffen waren.

Bosworths "entscheidendes Jahr" und Klarstellung

In einem internen Memo, das Business Insider Anfang letzten Jahres vorlag, bezeichnete Andrew Bosworth das Jahr 2025 als "das kritischste" in seiner achtjährigen Amtszeit bei Reality Labs. Er schrieb: "Dieses Jahr entscheidet wahrscheinlich darüber, ob diese gesamte Anstrengung als das Werk von Visionären oder als legendäres Missgeschick in die Geschichte eingehen wird."

Ein weiteres Memo vom November, das im letzten Monat geleakt wurde und den Titel "2025: The Year of Greatness" trug, sorgte für Diskussionen. Insbesondere die Aussage, dass "Horizon Worlds auf Mobilgeräten unbedingt den Durchbruch schaffen muss, damit unsere langfristigen Pläne eine Chance haben", wurde von einigen als mögliches Zeichen interpretiert, dass Meta sein Quest-Headset-Geschäft aufgeben könnte, sollte Horizon Worlds auf Smartphones keinen Erfolg haben.

Einen Monat nach dem Leak reagierte Bosworth in einer Instagram "Ask-me-anything"-Session auf diese Bedenken. Er erklärte, dass "soziale Verbindung schon immer der Kern dessen war, was wir tun, und das Eigentum am sozialen Substrat der nächsten Plattform immer wichtig sein wird." Bosworth betonte: "Ich glaube, wir geben wahrscheinlich niemals auf. Niemals, niemals, niemals auf!" Er fügte hinzu, dass interne Dokumente oft als "Aufrufe an die Mitarbeiter" zu verstehen seien, ähnlich einem General, der seine Armee vor einer Schlacht anfeuert, und nicht als wörtliche Ausdrucksweise der genauen Position eines Unternehmens. Für ihn sei der eigentliche Kontext des Memos, dass es ein "aufregendes Jahr" sei und sich viele Dinge "zu unseren Gunsten entwickeln". Er schloss mit der Bemerkung: "Ist dies ein entscheidendes Jahr? Nun, manchmal sind sie es alle."

Erwähnte Persönlichkeiten