Meta setzt auf KI: Mitarbeiterziele an Tool-Nutzung gekoppelt

Meta setzt auf KI: Mitarbeiterziele an Tool-Nutzung gekoppelt

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Meta-CEO Mark Zuckerberg verfolgt das ehrgeizige Ziel, das Unternehmen zu einem "AI-native"-Unternehmen zu transformieren. Ein internes Dokument, das Business Insider vorliegt, enthüllt nun detailliert, wie Meta dieses Ziel durch die Integration von KI-Tools in die tägliche Arbeit der Mitarbeiter erreichen will. Die Strategie umfasst konkrete Nutzungsziele für Künstliche Intelligenz, die bis 2026 reichen.

Metas "AI-native"-Strategie

Mark Zuckerberg treibt die Umgestaltung von Meta zu einem "AI-native"-Unternehmen aggressiv voran. Bereits im vergangenen Jahr wurde berichtet, dass Meta die Mitarbeiterleistung an die KI-Nutzung koppelt, und interne KI-Bots werden von Mitarbeitern sogar für Peer-Reviews eingesetzt. Diese strategische Neuausrichtung geht einher mit einer Umstrukturierung hin zu kleineren Teams und flacheren Hierarchien.

Kürzlich wurden zudem einige Mitarbeiter innerhalb einer Abteilung von Reality Labs mit neuen Titeln wie "AI Builder", "AI Pod Lead" oder "AI Org Lead" versehen. Ein internes Memo zu diesen Änderungen betonte: "Unser ultimatives Ziel ist es, einen grundlegenden Wandel in der Ingenieurproduktivität und Produktqualität herbeizuführen."

Konkrete Ziele für die KI-Nutzung

Ein internes Dokument, das Informationen aus verschiedenen Organisationseinheiten von Meta sammelt, legt spezifische Ziele für die KI-Nutzung fest. Diese wurden Ende letzten Jahres und für das Jahr 2026 definiert und zeigen Metas Engagement, die KI-Adoption zu beschleunigen.

Die "Creation Org", zuständig für die Entwicklung und Pflege kreativer Kernprodukte, hat sich für das erste Halbjahr 2026 das Ziel gesetzt, dass 65 % ihrer Ingenieure mehr als 75 % ihres festgeschriebenen Codes mithilfe von KI erstellen sollen. Festgeschriebener Code ist Code, der in einem Projekt gespeichert und nachverfolgt wird.

Die "Scalable Machine Learning Org", die sich auf KI-Modelle und -Infrastruktur konzentriert, strebt für Februar 2026 einen Anteil von 50 % bis 80 % KI-unterstütztem Code an. Eine Anmerkung eines leitenden Ingenieurmanagers in dem Dokument besagt jedoch: "Wir verfolgen dies nicht über Metriken."

Für das vierte Quartal 2025 wurden unternehmensweite Ziele für die "Central Products"-Organisation (umfassend Messenger, WhatsApp, Facebook und andere Hauptprodukte) festgelegt:

  • 55 % der Code-Änderungen von Software-Ingenieuren sollen "Agent-Assisted" sein.
  • 80 % der Ingenieure auf mittlerer bis höherer Ebene sollen allgemeine KI-Tools wie DevMate, Metamate und Googles Gemini nutzen. Hier liegt der Fokus auf der "Tool-Adoption" und nicht auf dem prozentualen Anteil des von KI geschriebenen Codes.

Es ist derzeit nicht eindeutig, ob diese spezifischen Ziele direkt an Leistungsbeurteilungen gekoppelt sind. Ein Meta-Sprecher erklärte gegenüber Business Insider, dass es "bekannt ist, dass dies eine Priorität ist und wir uns darauf konzentrieren, KI zu nutzen, um Mitarbeitern bei ihrer täglichen Arbeit zu helfen." Das Leistungsprogramm von Meta konzentriere sich darauf, den "Impact" von KI-Tools zu belohnen, nicht nur deren Nutzung.

Rolle des CTO und interne Umstrukturierungen

Andrew Bosworth, Metas Chief Technology Officer (CTO), der seit 2006 im Unternehmen ist und seit 2022 als CTO die Metaverse-Operationen überwacht, leitet nun die Initiative "AI for Work". Diese ist darauf ausgelegt, die interne Einführung von KI-Tools im gesamten Unternehmen zu fördern. Bosworth äußerte sich auf X (ehemals Twitter), dass die Arbeit mit diesen Tools ihn an das Gefühl erinnere, als er als Teenager das Programmieren lernte: "Es fühlt sich an wie eine geheime Superkraft. Ich möchte, dass jeder in jeder Rolle dieses Gefühl hat."

Die Neuausrichtung auf KI geht auch mit Personalmaßnahmen einher. Meta hat kürzlich mehrere hundert Mitarbeiter in Reality Labs und anderen Organisationen entlassen. Im Januar wurden bereits 1.500 Stellen in der Metaverse-Sparte abgebaut, da das Unternehmen seine Ausgaben auf KI-Brillen und andere Projekte verlagert.

KI als Leistungsfaktor und Produktivitätsmotor

Die Nutzung von KI-Tools ist bei Meta bereits weit verbreitet, auch weil sie ein Faktor in den Leistungsbeurteilungen der Mitarbeiter ist. CEO Mark Zuckerberg arbeitet Berichten zufolge sogar an einem personalisierten "CEO Agent", einer KI, die ihn bei seiner Arbeit unterstützen soll, indem sie Informationen schneller liefert und Antworten findet, die normalerweise mehrere Hierarchieebenen erfordern würden.

Zuckerberg betonte bereits im Januar in einem Earnings Call: "Wir investieren in KI-native Tools, damit Einzelpersonen bei Meta mehr erreichen können. Wir stärken einzelne Mitarbeiter und flachen Teams ab." Er ist überzeugt, dass dies zu einer erheblichen Steigerung der Ingenieurproduktivität und Produktqualität führen wird. Letztlich möchte Zuckerberg, dass jeder Mitarbeiter bei Meta einen "KI-Sidekick" hat.

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