Meta streicht 8.000 Jobs und forciert KI-Investitionen

Meta streicht 8.000 Jobs und forciert KI-Investitionen

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Meta plant, rund 10 Prozent seiner weltweiten Belegschaft abzubauen, was etwa 8.000 Arbeitsplätzen entspricht. Diese Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu intensivieren und die Unternehmenseffizienz zu steigern. Die Entlassungen sollen am 20. Mai beginnen, zudem werden Pläne zur Besetzung von 6.000 offenen Stellen gestrichen.

Meta setzt auf KI und strafft die Belegschaft

Die jüngste Runde des Stellenabbaus bei Meta wurde zuerst von Bloomberg gemeldet und durch ein internes Memo an die Mitarbeiter bestätigt. Das Unternehmen begründet die Maßnahmen mit der Notwendigkeit, die Effizienz zu verbessern und seine Anstrengungen auf generative KI zu konzentrieren. In diesem Bereich hatte Meta zuvor einen Rückstand gegenüber Wettbewerbern wie OpenAI, Google und Anthropic aufgewiesen.

Mark Zuckerberg, CEO von Meta, hat die Stärkung der KI-Position seines Unternehmens zu seiner obersten Priorität erklärt. Erst kürzlich stellte Meta sein erstes großes KI-Modell seit der Einstellung von Alexandr Wang von Scale AI im Juni vor. Diese strategische Neuausrichtung unterstreicht den Wettbewerbsdruck im schnelllebigen KI-Sektor.

Eine Reihe von Restrukturierungen

Die aktuellen Kürzungen sind nicht die ersten bei Meta. Bereits im Januar wurden etwa 10 Prozent der Mitarbeiter, die an Metaverse-bezogenen Projekten arbeiteten – rund 1.000 Personen in der Reality Labs-Einheit – entlassen. Eine weitere Entlassungswelle im März betraf Hunderte von Mitarbeitern in verschiedenen Abteilungen, darunter Facebook, Reality Labs, globale Operationen und Vertrieb.

Zudem kündigte Meta im vergangenen Monat an, sich von Drittanbietern und Auftragnehmern, die historisch für die Inhaltsmoderation zuständig waren, zugunsten von KI-Technologien zu verabschieden. Zum 31. Dezember hatte Meta eine globale Belegschaft von 78.865 Mitarbeitern, ein Rückgang gegenüber 86.482 Ende 2022, nach einer Welle von Neueinstellungen in der gesamten Technologiebranche im Zuge der COVID-19-Pandemie.

KI-Fokus und neue Mitarbeiter-Tools

Im Zuge der verstärkten KI-Bemühungen hat Meta seinen Mitarbeitern diese Woche ein neues Mitarbeiter-Tracking-Tool namens Model Capability Initiative (MCI) vorgestellt. Dieses Tool soll Daten von Mitarbeitern über ihre Arbeitscomputer erfassen, einschließlich Tastatureingaben und Mausklicks. Ein Sprecher von Meta erklärte, dass diese Daten zur Schulung von KI-Agenten benötigt werden.

Branchentrend: Stellenabbau im Tech-Sektor

Der Stellenabbau bei Meta ist Teil eines breiteren Trends im Technologiesektor, da Unternehmen auf den KI-Boom reagieren. Microsoft bestätigte ebenfalls, dass es einigen US-Mitarbeitern freiwillige Abfindungen anbieten wird – eine Premiere für den 51 Jahre alten Softwaregiganten. Etwa 7 Prozent der US-Mitarbeiter sind dafür berechtigt.

Im Januar kündigte Amazon Pläne an, rund 16.000 Unternehmensjobs abzubauen, was die zweite Massenentlassungsrunde seit Oktober markierte. Diese Entwicklungen zeigen, wie die Technologiebranche ihre Strukturen anpasst, um in einem sich schnell entwickelnden Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.

Finanzielle Auswirkungen und Ausblick

Die Aktien von Meta fielen am Donnerstag um 2,4 Prozent und liegen nun für das Jahr etwa auf dem gleichen Niveau. Meta wird am kommenden Mittwoch seine Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlichen, zusammen mit anderen Tech-Giganten wie Alphabet, Amazon und Microsoft. Diese Berichte werden weitere Einblicke in die finanzielle Lage und die strategische Ausrichtung der Unternehmen im aktuellen Marktumfeld geben.

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