Meta und Broadcom: Milliarden-Deal für KI-Chips und Führungswechsel

Meta und Broadcom: Milliarden-Deal für KI-Chips und Führungswechsel

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Meta und Broadcom haben eine umfassende Vereinbarung bekannt gegeben, die ihre bestehende Partnerschaft für die Entwicklung von Metas kundenspezifischen KI-Beschleunigern bis 2029 verlängert. Gleichzeitig wird Broadcom-CEO Hock Tan nicht zur Wiederwahl in Metas Verwaltungsrat antreten, während Meta massive Investitionen in seine KI-Infrastruktur tätigt.

Meta und Broadcom vertiefen Partnerschaft für KI-Chips

Meta und Broadcom haben am Dienstag eine weitreichende Vereinbarung bekannt gegeben, die ihre bestehende Partnerschaft für das Design von Metas kundenspezifischen KI-Beschleunigern bis ins Jahr 2029 verlängert. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend für Metas Bestreben, seine Rechenkapazitäten massiv auszubauen und die Entwicklung künstlicher Intelligenz voranzutreiben.

Meta hat sich zu einem anfänglichen Einsatz von 1 Gigawatt seiner Training and Inference Accelerators (MTIA) verpflichtet. Die Vereinbarung sieht vor, dass Meta letztendlich mehrere Gigawatt an Chips auf Basis der Broadcom-Technologie einsetzen wird. Mark Zuckerberg, Mitbegründer und CEO von Meta, betonte die Bedeutung dieser Partnerschaft: "Meta arbeitet mit Broadcom in den Bereichen Chipdesign, Packaging und Netzwerk zusammen, um die massive Computer-Grundlage aufzubauen, die wir benötigen, um Milliarden von Menschen persönliche Superintelligenz zu liefern."

Hock Tan verlässt Meta-Verwaltungsrat

Parallel zur Bekanntgabe der Chip-Vereinbarung teilte Meta mit, dass Broadcoms CEO, Hock Tan, letzte Woche entschieden hat, sich nicht zur Wiederwahl in Metas Verwaltungsrat zu stellen. Tan war dem Verwaltungsrat von Meta im Jahr 2024 beigetreten.

Ebenfalls wird Tracey Travis, die im vergangenen Jahr ihre Position als Finanzchefin von Estée Lauder aufgab, den Verwaltungsrat von Meta verlassen. Sie hatte ihren Sitz im Jahr 2020 eingenommen.

Metas Strategie: Eigene KI-Beschleuniger (MTIA)

Hyperscaler wie Meta suchen aktiv nach Alternativen zu den kostspieligen und oft knappen Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia und AMD, um ihre KI-Rechenzentren zu betreiben. Hier kommen anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs) ins Spiel, die als GPU-Alternativen dienen. Diese ASICs sind kleiner und kostengünstiger als die Allzweck-GPUs, sind jedoch auf eine engere Palette von Aufgaben beschränkt.

Meta hatte seine ersten kundenspezifischen Siliziumchips, die MTIA (Meta Training and Inference Accelerators), bereits 2023 vorgestellt und im März vier neue Versionen dieser Chips enthüllt. Hock Tan von Broadcom stellte auf der Broadcom-Ergebnispräsentation im März klar: "Entgegen jüngster Analystenberichte ist Metas kundenspezifische Beschleuniger-Roadmap MTIA lebendig und gut. Wir liefern jetzt und werden für die nächste Generation von XPUs im Jahr 2027 und darüber hinaus auf mehrere Gigawatt skalieren." Metas MTIA-Chips werden ausschließlich für interne Zwecke verwendet.

Der Trend zu Custom-Chips bei Hyperscalern

Der Einsatz von kundenspezifischen ASICs ist ein wachsender Trend unter großen Technologieunternehmen. Google war Vorreiter in diesem Bereich und veröffentlichte seine erste Tensor Processing Unit (TPU) bereits 2015. Amazon folgte 2018 mit seinem ersten kundenspezifischen Chip. Während Google und Amazon ihre KI-Chips als Teil ihrer jeweiligen Cloud-Computing-Plattformen anbieten, damit Kunden darauf zugreifen können, nutzt Meta seine MTIA-Chips ausschließlich intern.

Die aktuelle Vereinbarung zwischen Meta und Broadcom folgt nur zwei Wochen, nachdem Broadcom eine langfristige Vereinbarung mit Google für die Produktion seiner TPUs bekannt gab. Im Rahmen dieser Vereinbarung soll Anthropic Zugang zu 3,5 Gigawatt der internen Google-Chips erhalten. Auch OpenAI könnte bald eigene Chips einsetzen; Hock Tan äußerte sich im März, er erwarte, dass OpenAI seine erste Generation von KI-Chips im Jahr 2027 in Betrieb nehmen werde.

Metas massive Investitionen in KI-Infrastruktur

Meta hat seit Januar dieses Jahres zugesagt, bis zu 135 Milliarden US-Dollar in KI zu investieren, um mit seinen Megacap-Konkurrenten sowie Unternehmen wie Anthropic und OpenAI Schritt zu halten. Die Partnerschaft mit Broadcom ist nur ein Teil dieser umfassenden Strategie zur Stärkung der KI-Infrastruktur.

In den letzten Monaten hat Meta eine Reihe weiterer KI-Deals abgeschlossen. Dazu gehören Verpflichtungen zum Einsatz von bis zu 6 Gigawatt AMD-GPUs, Millionen von Nvidia-Chips und neuen kundenspezifischen Chips des Chip-Architekturunternehmens Arm Holdings. Insgesamt plant Meta den Bau von 31 Rechenzentren, davon 27 in den USA.

Marktreaktion und Broadcoms Performance

Nach der Bekanntgabe der Vereinbarung stiegen die Aktien von Broadcom im nachbörslichen Handel um 3%. Die Meta-Aktie zeigte sich hingegen unverändert. Broadcoms Aktienkurs ist im Jahr 2026 bisher um 10% gestiegen, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum etwa 2% zulegte.

Erwähnte Persönlichkeiten