
Meta verzögert Mixed-Reality-Brille 'Phoenix' bis 2027: Fokus auf Qualität
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Meta Platforms hat die Veröffentlichung seiner neuen Mixed-Reality-Brille mit dem Codenamen "Phoenix" um ein halbes Jahr verschoben. Ursprünglich für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, soll das Gerät nun in der ersten Jahreshälfte 2027 auf den Markt kommen, um eine höhere Qualität und ein poliertes Nutzererlebnis zu gewährleisten. Diese Entscheidung spiegelt Metas Bestreben wider, die Nachhaltigkeit seines Reality Labs-Geschäfts zu sichern und die Produktqualität zu priorisieren.
Meta verschiebt Mixed-Reality-Brille "Phoenix"
Meta Platforms hat die Markteinführung seiner Mixed-Reality-Brille "Phoenix" von der zweiten Jahreshälfte 2026 auf die erste Jahreshälfte 2027 verlegt. Dies geht aus einem internen Memo von Maher Saba, VP of Reality Labs Foundation, hervor, das Business Insider vorliegt. Die Verzögerung soll dem Unternehmen mehr Zeit geben, "die Details richtig zu machen", wie die Metaverse-Führungskräfte Gabriel Aul und Ryan Cairns in einem separaten Memo erklärten.
Aul und Cairns betonten, dass man keine Kompromisse bei der Bereitstellung eines "vollständig polierten und zuverlässigen Erlebnisses" eingehen wolle. Maher Saba fügte hinzu, dass CEO Mark Zuckerberg bei einem Treffen mit Reality Labs (RL)-Führungskräften Feedback zu den Plänen für 2026 gegeben habe. Dieses Feedback konzentrierte sich darauf, "das Geschäft nachhaltig zu gestalten und sich zusätzliche Zeit zu nehmen, um unsere Erlebnisse mit höherer Qualität zu liefern."
Details zur "Phoenix"-Brille und strategische Ausrichtung
Die "Phoenix"-Mixed-Reality-Brille, über die bereits The Information berichtete, zeichnet sich durch einen goggle-ähnlichen Formfaktor aus. Zur Stromversorgung ist sie mit einem externen "Puck" verbunden, was laut zwei anonymen Mitarbeitern, die das Gerät gesehen haben, dazu beiträgt, die Brille leichter und komfortabler zu halten sowie eine Überhitzung zu verhindern. Das Modell soll Apples Mixed-Reality-Brille Vision Pro ähneln.
Trotz anfänglicher Skepsis bei einigen Führungskräften wurde die Entscheidung für den Puck beibehalten. Die Anpassung der Zeitpläne, so Saba, sei keine Gelegenheit, "weitere Funktionen hinzuzufügen oder zusätzliche Arbeit zu übernehmen", sondern diene ausschließlich der Qualitätssteigerung und der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells.
Weitere Hardware-Projekte und Umstrukturierungen bei Reality Labs
Neben der "Phoenix"-Brille plant Meta für 2026 die Veröffentlichung eines neuen "Limited Edition"-Wearable-Geräts mit dem Codenamen "Malibu 2". Gleichzeitig hat das Unternehmen mit der Entwicklung seiner nächsten Generation des Quest-Geräts begonnen. Dieses soll sich auf immersives Gaming konzentrieren, eine "große Verbesserung" der Fähigkeiten gegenüber bestehenden Geräten darstellen und die "Stückkosten erheblich verbessern".
Im Oktober reorganisierte Meta seine Metaverse-Einheit, wobei Gabriel Aul und Ryan Cairns die Co-Leitung übernahmen. Aul führte zuvor Produkte für Meta Horizon, während Cairns für Virtual-Reality-Hardware zuständig war. Berichten zufolge erwägt das Unternehmen zudem Budgetkürzungen von bis zu 30 % innerhalb seiner Reality Labs-Sparte, was sich auf Mitarbeiter auswirken könnte, die an der virtuellen Plattform Horizon Worlds arbeiten.
Expansion im Bereich KI-Hardware
Meta treibt auch seine Bemühungen im Bereich der KI-Hardware voran. Das Unternehmen gab am Freitag die Übernahme von Limitless bekannt, einem Startup, das KI-gestützte Anhängergeräte herstellt. Diese Akquisition unterstreicht Metas strategische Ausrichtung, seine Hardware-Angebote über Mixed Reality hinaus in den aufstrebenden KI-Markt zu erweitern.