Michelle Hus Weg: Vom gescheiterten Start-up zum 9-Millionen-Umsatz-Erfolg

Michelle Hus Weg: Vom gescheiterten Start-up zum 9-Millionen-Umsatz-Erfolg

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Michelle Hu, eine 30-jährige Unternehmerin aus New York City, hat bewiesen, dass Scheitern ein Sprungbrett zum Erfolg sein kann. Nach dem Verlust von 30.000 US-Dollar bei ihrem ersten Geschäft, baute sie innerhalb von zwei Jahren ein Unternehmen auf, das einen Umsatz von über 9 Millionen US-Dollar erzielte. Ihre Erfahrungen bieten wertvolle Einblicke in die Welt der Unternehmensgründung und die Bedeutung strategischer Entscheidungen.

Vom Investmentbanking zur Beauty-App: Der erste Versuch

Im Jahr 2017, während ihrer Tätigkeit als Investmentbanking-Analystin bei Citi, wagte Michelle Hu den Schritt in die Selbstständigkeit mit Mei, einer Beauty-App. Die App sollte Nutzern ermöglichen, Termine bei Make-up-Artists und Haarstylisten zu filtern und zu buchen. Ein Jahr lang investierte Hu rund 30.000 US-Dollar in den Versuch, die App zu skalieren, doch letztendlich wurde Mei nie offiziell gestartet und scheiterte.

Hu erkannte rückblickend, dass sie zwar die Beauty-Branche liebte, ihr jedoch der technische Hintergrund und das Verständnis für die App-Entwicklung fehlten. Diese Diskrepanz zwischen Leidenschaft für die Branche und fehlendem Interesse am Produkt selbst führte dazu, dass ihr die nötige Motivation fehlte, als die Herausforderungen zunahmen.

Étoile: Eine neue Chance im Beauty-Segment

Parallel zum Versuch, Mei zu etablieren, verkaufte Michelle Hu handgefertigte Acryl-Make-up-Halterungen online unter dem Markennamen Étoile. Während Mei stagnierte, gewann Étoile unerwartet an Zugkraft. Zwei Jahre später traf Hu die mutige Entscheidung, ihren Job zu kündigen und sich voll und ganz Étoile zu widmen.

Sie transformierte Étoile in eine Marke für Beauty-Enthusiasten, die Accessoires zur Veredelung täglicher Rituale anbietet. Im vergangenen Jahr erzielte Étoile einen Umsatz von über 9 Millionen US-Dollar und expandierte kürzlich in fast 30 Anthropologie-Filialen in den USA. Dieser Erfolg basiert auf entscheidenden Lektionen, die Hu aus ihrem ersten gescheiterten Unternehmen zog.

Die entscheidenden Lektionen aus dem Scheitern

Michelle Hu identifiziert vier zentrale Erkenntnisse, die ihr beim Aufbau von Étoile zum Erfolg verhalfen. Diese Prinzipien sind für jeden Unternehmer von Bedeutung, der langfristigen Erfolg anstrebt.

Leidenschaft als Motor: Die Wahl der richtigen Branche

Hu betont, wie wichtig es ist, ein Unternehmen in einer Branche zu gründen, die man wirklich liebt. Bei Mei fehlte ihr die Leidenschaft für die Technologie hinter der App, was sie bei Schwierigkeiten demotivierte. Étoile hingegen, ein Konsumgütergeschäft, passte viel besser zu ihrer Begeisterung für Produktdesign.

Ihrer Meinung nach ist diese Leidenschaft der Treibstoff, der einen durch schwierige Phasen trägt. Wenn die Begeisterung für das Produkt oder die Dienstleistung fehlt, wird es schwierig, die notwendige Energie und Ausdauer aufzubringen.

Produkt-Markt-Fit: Der Schlüssel zum Kundenerfolg

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg ist der sogenannte Produkt-Markt-Fit. Bei Mei fehlte dieser gänzlich, da die meisten Menschen Make-up-Artists oder Haarstylisten per Textnachricht oder Direktnachricht buchen – ein Verhalten, das schwer zu ändern war. Auch bei Étoile musste Hu anfangs nachjustieren.

Ihre ursprüngliche Vision für Étoile als "Alles-Shop" für Beauty-Produkte wie Ringlichter und Schminktische führte zu einer fragmentierten Kundenbasis. Erst als sie sich auf das konzentrierte, was funktionierte – insbesondere die Reise-Produktpalette – entwickelte Étoile eine starke und engagierte Kundschaft. Hu beschreibt den Unterschied als den Wechsel von Gegenwind zu Rückenwind im Geschäft.

Die Bedeutung der richtigen Personalwahl

Ein großer finanzieller Fehler bei Mei war laut Hu die unzureichende Überprüfung der Personen, die mit dem Aufbau der App beauftragt wurden. Sie stellte College-Studenten aus aller Welt ein, ohne sie persönlich zu treffen oder ihre Qualifikationen gründlich zu prüfen. Da sie sich keine Entwickler mit starken Portfolios leisten konnte, wählte sie unerfahrene Kräfte.

Diese Erfahrung lehrte sie, dass es bei der Einstellung von Mitarbeitern, insbesondere wenn hohe Investitionen getätigt werden, unerlässlich ist, gründliche Recherchen anzustellen. Bei Étoile ermöglicht ein größeres Budget die Zusammenarbeit mit Fachleuten, die über nachweisliche Erfolge und starke Portfolios verfügen.

Loslassen können: Wenn Strategien nicht aufgehen

Michelle Hu betont, dass das Eingeständnis, wenn Dinge nicht funktionieren, entscheidend ist und sogar zu besseren Ergebnissen führen kann. Das Scheitern von Mei zwang sie, sich mit dem Misserfolg abzufinden. Auch bei Étoile hielt sie anfangs zu starr an ihrer Produktstrategie fest, selbst als bestimmte Artikel wie Spiegel und Tische keine nennenswerten Umsätze generierten.

Erst als sie den Mut fand, diese nicht funktionierenden Produkte aus dem Sortiment zu nehmen, vollzog das Geschäft eine "komplette 180-Grad-Wende". Diese Erfahrung bekräftigte ihre Überzeugung, dass es wichtig ist, zuzugeben, wenn Strategien nicht aufgehen, und Stolz nicht über den Geschäftserfolg zu stellen.

Erwähnte Persönlichkeiten