Michigan: Whitmer fordert Bundesmittel nach tödlichen Tornados

Michigan: Whitmer fordert Bundesmittel nach tödlichen Tornados

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Gouverneurin Gretchen Whitmer hat Präsident Donald Trump formell aufgefordert, Southwest Michigan nach einer Reihe tödlicher Tornados im März zum Katastrophengebiet zu erklären. Diese Maßnahme ist entscheidend, um den betroffenen Gemeinden in den Landkreisen Branch, Cass und St. Joseph Zugang zu dringend benötigten Bundesmitteln für den Wiederaufbau zu ermöglichen. Die Tornados vom 6. März forderten vier Menschenleben und markieren das tödlichste Tornado-Ereignis im Bundesstaat seit fast fünf Jahrzehnten.

Ruf nach Bundesmitteln nach verheerenden Tornados

Die Anfrage von Gouverneurin Whitmer folgt auf mehrere Tornado-Einschläge am 6. März, die weitreichende Zerstörungen in Southwest Michigan verursachten. "Diese Tornados brachten herzzerreißende Verluste und weitreichende Zerstörung nach Southwest Michigan", erklärte Whitmer. "Michigan-Familien haben Angehörige, Häuser und Geschäfte verloren." Die Erklärung einer Bundeskatastrophe würde die Aktivierung des Individual Assistance (IA)-Programms ermöglichen, das finanzielle Hilfen für Einzelpersonen und Unternehmen vorsieht.

Umfang der Zerstörung und menschliches Leid

Die Tornados reichten in ihrer Intensität von EF-0 bis EF-3 und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Ein EF-3-Tornado mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 165 mph (ca. 265 km/h) traf Union City im Branch County und tötete drei Erwachsene. Im Cass County starb ein 12-jähriges Kind in dem Sturm, der auch Edwardsburg traf. Ein EF-2-Tornado mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 130 mph (ca. 209 km/h) zog durch Three Rivers, beschädigte zahlreiche Geschäftsgebäude und betraf etwa 330 Strukturen, von denen 12 bis 15 als "katastrophal" beschädigt gemeldet wurden.

Die Stürme zerstörten oder beschädigten zahlreiche Häuser und Geschäfte, kippten Fahrzeuge um und verursachten großflächige Stromausfälle. Auch ein EF-0-Tornado mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von etwa 85 mph (ca. 137 km/h) fegte durch Clarendon Township im Calhoun County und verursachte leichte Schäden an einigen Strukturen.

Der Weg zur Bundesunterstützung

Unmittelbar nach den Tornados rief Gouverneurin Whitmer den Notstand für die Landkreise Branch, Cass und St. Joseph aus, um staatliche Ressourcen für die Soforthilfe und Wiederherstellungsmaßnahmen zu autorisieren. Eine gemeinsame vorläufige Schadensbewertung (Preliminary Damage Assessment) mit lokalen, staatlichen und föderalen Beamten, einschließlich der Federal Emergency Management Agency (FEMA), der Michigan State Police und der Small Business Association, wurde am 17. März durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Bewertung bestätigten, dass der Umfang der Schäden die Schwelle für die Beantragung von Bundesmitteln überschreitet.

Col. James F. Grady II, Direktor der Michigan State Police und staatlicher Direktor für Notfallmanagement und Heimatschutz, betonte: "Obwohl erhebliche Fortschritte erzielt wurden, erfordert das Ausmaß des Schadens föderale Unterstützung, um sicherzustellen, dass Familien wieder aufbauen können." Whitmers Antrag wird nun von der FEMA geprüft, die Präsident Trump beraten wird, ob eine Katastrophenerklärung gerechtfertigt ist. Die endgültige Entscheidung liegt beim Präsidenten.

Das Individual Assistance Programm im Detail

Sollte die Bundeskatastrophenerklärung genehmigt werden, würde das Individual Assistance (IA)-Programm für die Landkreise Branch, Cass und St. Joseph aktiviert. Dieses Programm kann folgende Hilfen umfassen:

  • Zuschüsse für temporäre Unterkünfte und Hausreparaturen
  • Niedrigzinsdarlehen zur Deckung unversicherter Sachschäden
  • Weitere Programme zur Unterstützung von Einzelpersonen und Unternehmen beim Wiederaufbau

Rep. Tim Walberg, dessen Wahlkreis die betroffenen Gebiete umfasst, erklärte: "Die Verwüstung in unserem Bezirk durch die jüngsten Tornados war tiefgreifend, und viele unserer Nachbarn stehen vor enormen Verlusten. Dieser entscheidende Schritt stellt sicher, dass unsere Gemeinden Zugang zu den Ressourcen erhalten, die sie für den Wiederaufbau benötigen, und über die notwendigen Werkzeuge verfügen, um eine langfristige Erholung zu unterstützen." Auch Senator Gary Peters schloss sich der Forderung an und betonte die Notwendigkeit der zusätzlichen Unterstützung, die eine Bundeskatastrophenerklärung bietet.

Fragen zur Vorwarnung

Im unmittelbaren Anschluss an die Tornados forderte Whitmers Büro eine Untersuchung, warum der Nationale Wetterdienst keine Tornado-Warnung vor den Stürmen herausgegeben hatte. Dabei wurde angedeutet, dass Kürzungen im Bundeshaushalt des Nationalen Wetterdienstes möglicherweise einen Einfluss gehabt haben könnten.

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