
Microsoft-Präsident warnt vor Chinas KI-Subventionen im globalen Wettbewerb
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Microsoft-Präsident Brad Smith hat US-Technologieunternehmen dazu aufgerufen, die staatlichen Subventionen für ihre chinesischen Konkurrenten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ernst zu nehmen. Er äußerte die Sorge, dass diese Unterstützung den globalen Wettbewerb verzerren könnte, ähnlich wie es bereits im Telekommunikationsmarkt geschehen ist.
Sorge um staatliche Unterstützung im KI-Wettlauf
Brad Smith, Präsident von Microsoft, sprach seine Bedenken während eines Interviews am Rande des AI Impact Summit in Neu-Delhi, Indien, aus. Er betonte, dass die USA zwar einen Vorteil beim Zugang zu den leistungsstärksten Chips und anderen technologischen Innovationen hätten, man jedoch die chinesischen Subventionen nicht unterschätzen dürfe. Diese Warnung Smiths erfolgte, nachdem chinesische Firmen in den letzten Wochen eine Reihe neuer KI-Modelle vorgestellt hatten. Zuvor hatte Smith am 4. Juni 2025 in Berlin bei einer Pressekonferenz über Zukunftsvisionen der KI-Entwicklung in der Bildung gesprochen.
Smith zog Parallelen zur Vergangenheit und erinnerte daran, wie Chinas staatliche Unterstützung den Telekommunikationsmarkt erfolgreich umgestaltete. Damals halfen staatliche Gelder und Förderungen Unternehmen wie Huawei und ZTE, global zu expandieren. Dies führte dazu, dass einige amerikanische Unternehmen verschwanden und europäische Konkurrenten wie Ericsson und Nokia in die Defensive gedrängt wurden, so Smith.
Chinas Strategie und globale Reichweite
Die chinesische Regierung unterstützt ihre KI-Unternehmen mit verschiedenen Maßnahmen. Dazu gehören ein nationaler Investitionsfonds in Milliardenhöhe sowie Gutscheine für günstigere Energie, die für den hohen Rechenbedarf der KI-Entwicklung essenziell sind. Diese staatliche Förderung könnte dazu führen, dass chinesische KI-Modelle zu niedrigeren Kosten angeboten werden, was sie besonders attraktiv für Entwicklungsländer macht.
Smith wies darauf hin, dass chinesische Firmen wie Huawei und Alibaba weltweit Datenzentren betreiben. Er äußerte die Einschätzung, dass es für China nicht schwierig sein werde, diese globalen Infrastrukturen ebenfalls zu subventionieren. Alibaba Cloud, die Cloud-Computing-Sparte des Unternehmens, die auch KI-Dienste anbietet, ist international tätig und kooperiert außerhalb Chinas oft mit anderen Infrastrukturanbietern, anstatt immer eigene Datenzentren zu bauen.
US-Vorteile und die Notwendigkeit des Wettbewerbs
Trotz der Bedenken hinsichtlich der Subventionen sieht Smith weiterhin Vorteile für die USA, insbesondere beim Zugang zu fortschrittlichen Chips und technologischer Innovation. Er betonte jedoch die Notwendigkeit, sich diesem Wettbewerb zu stellen. "Ich denke, der Rest von uns muss damit konkurrieren, und wir müssen gut darin sein, mit der Unterstützung unserer Regierungen zu konkurrieren", so Smith.
CNBC hatte Alibaba und Huawei um eine Stellungnahme zu möglichen staatlichen Subventionen gebeten, erhielt jedoch bis zur Veröffentlichung des ursprünglichen Artikels keine Antwort. Die Situation unterstreicht die anhaltende Intensivierung des Wettbewerbs zwischen US-amerikanischen und chinesischen Unternehmen bei der Entwicklung der fortschrittlichsten KI-Modelle.