
MicroStrategy: Kaufsignal trotz Korrektur – Was Analysten jetzt sehen
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Am Donnerstag identifizierte der führende technische Analyst Ali Martinez das erste "Buy"-Signal seit Monaten für MicroStrategy Inc. (NASDAQ:MSTR), was potenziell das Ende der Korrekturphase einläuten könnte. Dieses Signal basiert auf dem TD Sequential Indikator, einem Werkzeug zur Identifizierung potenzieller Preisumkehrungen und Erschöpfungsmuster.
Technischer Analyst sieht Kaufsignal für MicroStrategy (MSTR)
Ali Martinez hob in einem X-Post hervor, dass der TD Sequential Indikator "unglaublich präzise" war, als er den lokalen Höchststand von MSTR im Juli 2025 vorhersagte. Seit diesem Zeitpunkt ist die Aktie um 74 % gefallen. Nun, so Martinez, zeige der Monatschart zum ersten Mal seit Monaten ein Kaufsignal.
Der TD Sequential Indikator ist ein technisches Analysewerkzeug, das Händlern hilft, potenzielle Preisumkehrungen und Erschöpfungsmuster zu erkennen. Seine Zuverlässigkeit in der Vergangenheit wird von Martinez als Argument für die aktuelle Prognose angeführt.
Möglicher "Final Shakeout" vor dem Aufschwung
Obwohl MicroStrategy derzeit um 120 US-Dollar gehandelt wird, deutet Martinez an, dass ein letzter "Shakeout" in Richtung 100 oder 90 US-Dollar noch erfolgen könnte. Er betrachtet diesen Bereich als eine "High-Probability Area" für Anleger, um sich für die nächste Aufwärtsbewegung zu positionieren. Martinez überwacht die Zone von 90 bis 100 US-Dollar auf Anzeichen einer Stabilisierung, um dieses monatliche Setup zu validieren.
Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass die breitere Makrostruktur stabil bleibt. Das Signal deutet darauf hin, dass die Korrektur ihren Erschöpfungspunkt erreichen könnte.
Gemischte Signale und Makro-Umfeld
Die Stimmung für MSTR ist derzeit gemischt, wie verschiedene Indikatoren zeigen. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) Indikator, der zwei exponentielle gleitende Durchschnitte des Vermögenspreises vergleicht, zeigte ein "Sell"-Signal für MSTR laut TradingView. Der Relative Strength Index (RSI) und der Bull Bear Power Indikator, der die Stärke von Käufern und Verkäufern misst, zeigten beide eine "Neutrale" Lesart.
Der Stochastic RSI, der misst, ob der RSI selbst überkauft oder überverkauft ist, signalisierte hingegen "Buy". Das Short Interest an der Aktie sank auf 32,45 Millionen US-Dollar, was fast 10 % der gesamten Unternehmensanteile ausmacht – ein Zeichen für eine moderate bärische Stimmung.
MicroStrategy's Bitcoin-Bestände und Aktienperformance
MicroStrategy sitzt auf nicht realisierten Verlusten von über 6 Milliarden US-Dollar aus seinen Bitcoin-Beständen, während die Marktbewertung des Unternehmens niedriger war als der Gesamtwert seiner Bitcoin-Bestände. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wurde Bitcoin (BTC) bei 66.997,26 US-Dollar gehandelt, ein Plus von 0,36 % in den letzten 24 Stunden, laut Daten von Benzinga Pro.
Die MicroStrategy-Aktien fielen im nachbörslichen Handel um 0,14 %, nachdem sie während der regulären Handelssitzung am Donnerstag um 2,40 % auf 119,83 US-Dollar geschlossen hatten. Die Aktie ist im Jahresverlauf um fast 18 % gefallen und zeigte laut Benzinga’s Edge Stock Rankings eine sehr geringe Momentum-Bewertung über kurz-, mittel- und langfristige Zeiträume.
Das breitere Makro-Umfeld: Ölpreise und Arbeitsmarkt
Das globale makroökonomische Umfeld bleibt volatil. Die Blockade der Straße von Hormus seit über einem Monat und die Drohungen von US-Präsident Trump gegen den Iran führten zu einem schweren Schock auf dem globalen physischen Ölmarkt. Die International Energy Agency bezeichnete dies als den "schwersten Versorgungsengpass in der Geschichte des Ölmarktes".
- Spot-Brent-Rohölpreise stiegen auf 141,37 US-Dollar pro Barrel, ein neues Hoch seit 2008.
- Der Brent-Futures-Preis lag bei 109 US-Dollar, was eine Differenz von 32 US-Dollar zum Spotpreis darstellt.
- Analysten glauben, dass bei einer Eskalation des Konflikts die Rohöl-Futures-Preise nächste Woche mit den Spotpreisen konvergieren könnten.
- Baird-Marktstratege Michael Antonelli merkte an, dass der Ölpreis von 82 US-Dollar für Oktober darauf hindeutet, dass der Markt auf ein Ende der Krise vor dem Herbst setzt.
Angesichts der steigenden Benzinpreise in den USA auf 4 US-Dollar pro Gallone warnte The Kobeissi Letter, dass die US-Inflationsrate auf 3,6 % steigen könnte, sollten die hohen Ölpreise zwei Monate lang anhalten.
Am Freitag, dem Karfreitag, blieben die Aktienmärkte in Europa und den USA geschlossen. Gold, Silber und Öl wurden den ganzen Tag nicht gehandelt. Der März-Bericht zu den Non-Farm Payrolls wurde jedoch wie geplant um 20:30 Uhr veröffentlicht, wobei die Wall Street einen Anstieg von 57.000 Arbeitsplätzen erwartete. Aufgrund der Marktschließung konnten Anleger diese Daten erst am Montag verarbeiten.
Trotz der Kriegsängste erlebten die US-Aktienmärkte eine Achterbahnfahrt, erholten sich jedoch nach Nachrichten über ein Passagierabkommen zwischen Iran und Oman für die Straße von Hormus. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 0,13 %, der Nasdaq Composite stieg um 0,18 % und der S&P 500 legte um 0,11 % zu. Alle drei großen Indizes schlossen zum ersten Mal seit Beginn des US-Iran-Konflikts höher. Chris Hussey von Goldman Sachs betonte, dass der Aufschwung vollständig durch Nachrichten über Herabstufungserwartungen getrieben wurde und die Weltwirtschaft noch lange nicht in Sicherheit ist. Brendan Fagan von Bloomberg fügte hinzu, dass der S&P 500 auf Widerstand bei 6601 Punkten stieß.