MKBHDs Tesla Model Y Performance: Lob, Kritik und die Funkstille mit Tesla

MKBHDs Tesla Model Y Performance: Lob, Kritik und die Funkstille mit Tesla

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Marques Brownlee, bekannt als MKBHD, hat seine jüngste Bewertung des Tesla Model Y Performance veröffentlicht, musste das Fahrzeug jedoch selbst beschaffen, da Tesla den Kontakt zu ihm eingestellt hat. Trotz dieser Entwicklung lobte der einflussreiche Tech-YouTuber das Model Y in vielen Bereichen, während er gleichzeitig auf Teslas schwindenden Vorsprung im EV-Markt hinwies.

Abkühlung der Beziehung zu Tesla

Marques Brownlee, mit 20,8 Millionen YouTube-Abonnenten einer der einflussreichsten Tech-Reviewer, gab bekannt, dass Tesla den Kontakt zu ihm eingestellt hat. Für seine Januar-Bewertung des Tesla Model Y Performance musste Brownlee das Fahrzeug selbst bei einem EV-Händler in New Jersey, George Saliba, besorgen. Normalerweise stellen Autohersteller Influencern und Journalisten Testfahrzeuge zur Verfügung, was Tesla in der Vergangenheit auch für Brownlee getan hatte.

Die Beziehung zwischen Brownlee und Tesla hat sich in den letzten Jahren merklich abgekühlt. Während er 2022 den Model S Plaid noch als "bestes Auto des letzten Jahrzehnts" bezeichnete, kritisierte er 2023 die Cybertruck-Lieferveranstaltung scharf. Brownlee bemängelte, dass Tesla seine Versprechen bezüglich Reichweite und Preis "geradezu nicht einhielt", da der Cybertruck mit über 300 Meilen Reichweite und einem Startpreis von 70.000 US-Dollar auf den Markt kam, statt der ursprünglich angekündigten 500 Meilen und unter 40.000 US-Dollar.

Nach acht Monaten verkaufte Brownlee seinen Cybertruck und ersetzte ihn durch einen Rivian R1T. Bereits im September 2025 stornierte er öffentlich seine 50.000 US-Dollar Anzahlung für zwei lang erwartete Tesla Roadster, da Tesla "acht Jahre lang mit meinen 50.000 Dollar gesessen und offensichtlich nichts damit gemacht hat", wie er in seinem "Waveform Podcast" erklärte.

MKBHDs Model Y Performance Bewertung

Trotz der angespannten Beziehung fiel Brownlees jüngste Bewertung des überarbeiteten Model Y Performance größtenteils positiv aus. Er betonte, dass man beim Fahren eines Tesla schnell wieder merke, "inwiefern Tesla der Konkurrenz noch voraus ist". Das Model Y Performance ist ein Dual-Motor-SUV mit etwa 460 PS und einem Startpreis von rund 59.130 US-Dollar.

Brownlee lobte das zentrale Display als "Goldstandard" in der Automobilbranche und hob Verbesserungen bei Fahrkomfort und Heckdesign hervor. Insbesondere das regenerative Bremssystem von Tesla bezeichnete er als "best in class" und die Selbstfahrtechnologie als "die beste Selbstfahrtechnologie, die ich je ausprobiert habe". Er nannte die Software des Crossovers auf dem 16-Zoll-Touchscreen-Infotainment-Display "die beste Software in einem Auto, das nicht Android Auto oder Apple CarPlay ist".

Dennoch äußerte Brownlee auch Kritikpunkte. Er wünscht sich mehr physische Bedienelemente und argumentierte, dass die Performance-Ausstattung das Lenkgefühl oder das allgemeine Fahrgefühl im Sportmodus nicht wesentlich schärfe. Er merkte an, dass Teslas Vorsprung nicht mehr so dominant sei wie früher, und verwies auf die wachsende Konkurrenz durch Lucid, Rivian und General Motors. Brownlee bezeichnete das Model Y als Teslas "wichtigstes Fahrzeug", da es viele Kriterien für EV-Käufer erfülle und eine hohe Praktikabilität biete, trotz einer festen Federung und anfänglicher Verarbeitungsfehler bei frühen Produktionseinheiten.

Teslas Technologischer Vorsprung und Herausforderungen

Die von MKBHD gelobte Selbstfahrtechnologie von Tesla wird bald nur noch im Abonnement verfügbar sein. Tesla-CEO Elon Musk kündigte an, dass der Full Self-Driving (FSD)-Dienst ab dem nächsten Monat ausschließlich als 99 US-Dollar/Monat Abonnement angeboten wird. Dieser Schritt könnte die Akzeptanz der Technologie erhöhen, doch Experten wie Ross Gerber äußerten Bedenken, dass dies ein Zeichen für Teslas schwindenden technologischen Vorsprung gegenüber seinen Rivalen sein könnte.

Das Model Y hat sich derweil als Verkaufsschlager etabliert. Laut Daten von Cox Automotive war es 2025 das meistverkaufte Elektrofahrzeug auf dem US-Markt. Im vierten Quartal wurden über 93.000 Einheiten des Crossover-SUV verkauft, mit kumulierten Jahresverkäufen von über 357.528 Einheiten. Tesla führte zudem eine 7-Sitzer-Option für das Model Y in den USA ein, verfügbar mit der Premium Allrad-Ausstattung für zusätzliche 2.500 US-Dollar, sowie ein neues 16-Zoll-Touchscreen-Infotainment-Display und einen neuen Dachhimmel.

Weitere Entwicklungen und Marktperspektiven

Die Aktie von Tesla (TSLA) verzeichnete am Donnerstag einen leichten Rückgang von 0,13 % auf 438,57 US-Dollar zum Marktschluss, erholte sich jedoch im Overnight-Handel um 0,58 % auf 441,13 US-Dollar. Benzinga Edge Rankings bewertet Tesla positiv in Bezug auf Momentum und sieht einen günstigen Preistrend kurz-, mittel- und langfristig.

Morgan Stanley sieht Teslas Kapitalallokation in die Solarfertigung als strategisch an, begründet in langfristigen geopolitischen Aussichten und der Nachfrage nach Rechenzentren. Die Firma schätzt vorläufig, dass Tesla Solar bei voller Kapazität 20 bis 50 Milliarden US-Dollar oder 6 bis 14 US-Dollar pro Aktie zum Eigenkapitalwert eines Tesla Energy-Geschäfts hinzufügen könnte, das derzeit mit 140 Milliarden US-Dollar oder 40 US-Dollar pro Aktie bewertet wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass Brownlee auf Händler wie Saliba zurückgreifen musste, um Fahrzeuge zu testen. Im Jahr 2024 holte er einen Fisker Ocean vom selben Händler ab und bezeichnete ihn als "schlechtestes Auto, das ich je bewertet habe", was einen PR-Sturm für Fisker auslöste. Drei Monate später meldete Fisker Insolvenz an.

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