
MrBeast-Editor wegen Insiderhandels auf Kalshi suspendiert: Ein Fall für die CFTC
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Ein Video-Editor des YouTube-Stars MrBeast wurde von Beast Industries suspendiert, nachdem die Vorhersageplattform Kalshi Insiderhandel-Verstöße aufgedeckt hatte. Artem Kaptur soll nicht-öffentliche Informationen über unveröffentlichte Videoergebnisse genutzt haben, um erfolgreiche Wetten zu platzieren. Dies führte zu einer Geldstrafe von über 20.000 US-Dollar und einem zweijährigen Verbot durch Kalshi, während Beast Industries eine interne Untersuchung einleitete.
Insiderhandel-Vorwürfe gegen MrBeast-Editor
Die Disziplinarmaßnahmen der Vorhersageplattform Kalshi folgten auf die Entdeckung verdächtiger Handelsaktivitäten, die mit den Ergebnissen unveröffentlichter Videos in Verbindung standen, wie die BBC berichtete. Kalshi verhängte eine Geldstrafe von 20.397,58 US-Dollar gegen Artem Kaptur, wie aus einem Bericht von decrypt hervorgeht. Zudem wurde er für zwei Jahre von der Plattform ausgeschlossen.
Die Plattform stellte fest, dass Kaptur nicht-öffentliche Produktionsinformationen nutzte, um "nahezu perfekte" Ergebnisse bei seinen Wetten zu erzielen. Die Überwachungssysteme von Kalshi schlugen aufgrund dieser hoch erfolgreichen Wetten an. Kaptur soll im August und September 2025 gegen die Regeln verstoßen haben, indem er als Angestellter oder rechtlich mit einer Quellagentur für "Mr. Beast"-Verträge handelte und dabei wesentliche, nicht-öffentliche Informationen aus seiner Anstellung nutzte. Er soll dabei rund 4.000 US-Dollar an günstigen Wetten erzielt haben und soll nicht mit der Untersuchung kooperiert haben.
Kalshis Maßnahmen und weitere Fälle
Kalshi hat den Fall an die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) verwiesen. Bobby DeNault, Leiter der Durchsetzung bei Kalshi, betonte: "Keine Finanzbörse ist immun gegen schlechte Akteure. Weder Aktienbörsen, noch Banken, noch Vorhersagemärkte." Er fügte hinzu: "Wir sind entschlossen, schlechte Akteure, Manipulatoren und diejenigen, die willentlich betrügen, abzuschrecken und zu finden."
Im vergangenen Jahr hat die Plattform über 200 Untersuchungen zu möglichen Regelverstößen eingeleitet. Über ein Dutzend dieser Anfragen haben sich zu aktiven Durchsetzungsfällen entwickelt. Neben Kaptur disziplinierte Kalshi auch den ehemaligen kalifornischen Gouverneurskandidaten Kyle Langford. Dieser wurde mit einer Geldstrafe von über 2.000 US-Dollar belegt und für fünf Jahre suspendiert, da die Regeln von Kalshi Kandidaten das Wetten auf eigene Rennen untersagen.
Die Reaktion von Beast Industries
Beast Industries, das Unternehmen hinter MrBeast, hat Kaptur suspendiert und eine "unabhängige" interne Untersuchung eingeleitet. Ein Sprecher von Beast Industries erklärte gegenüber decrypt, dass das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Kommentare zu den Feststellungen von Kalshi oder der Suspendierung des Mitarbeiters abgeben werde.
Das Unternehmen betonte jedoch seine "Null-Toleranz"-Politik gegenüber unangemessenem Handelsverhalten. Ein Sprecher bestätigte der BBC, dass Beast Industries eine "unabhängige" interne Überprüfung eingeleitet hat. Beast Industries wies darauf hin, dass Kalshi seine Erkenntnisse erst bei der Veröffentlichung der Disziplinarmaßnahme mitgeteilt habe. Das Unternehmen betonte zudem, dass bereits vor diesem Vorfall Richtlinien gegen Insiderhandel entwickelt wurden, um höchste Standards und Ethik zu gewährleisten.
Regulierung und die Zukunft der Prediction Markets
Die Vorhersagemärkte wie Kalshi und Polymarket haben in jüngster Zeit ein rasantes Wachstum erlebt. Unternehmen wie Robinhood Markets Inc. (NASDAQ:HOOD) und Coinbase Global Inc. (NASDAQ:COIN) sind ebenfalls in angrenzenden Handelsbereichen tätig.
Regulierungsbehörden diskutieren die Aufsichtsstandards, insbesondere angesichts der zunehmenden politischen Wetten. Kritiker argumentieren, dass Insideraktivitäten das Vertrauen untergraben könnten. Befürworter hingegen meinen, dass eine breitere Beteiligung die Genauigkeit der Vorhersagen erhöht. Der Fall Kaptur unterstreicht die Herausforderungen bei der Regulierung dieser aufstrebenden Finanzmärkte.