Musk fordert Altman-Entlassung: OpenAI-Prozess vor entscheidender Phase

Musk fordert Altman-Entlassung: OpenAI-Prozess vor entscheidender Phase

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Elon Musk fordert die Absetzung von OpenAI CEO Sam Altman und Präsident Greg Brockman von ihren Führungspositionen. Dies ist Teil einer Klage, die Ende dieses Monats vor Gericht verhandelt wird und die Zukunft des KI-Unternehmens sowie die Rolle seiner Gründer maßgeblich beeinflussen könnte.

Musks Forderungen im Rechtsstreit

In einem aktuellen Gerichtsantrag legten Musks Anwälte die spezifischen Forderungen ihres Mandanten dar. Sollte ein Richter und eine Jury feststellen, dass Altman und OpenAI Musk betrogen haben, strebt Musk folgende Maßnahmen an:

  • Die Entfernung von Altman als Direktor aus dem Non-Profit-Vorstand von OpenAI.
  • Die Entfernung von Altman und Brockman als Führungskräfte des For-Profit-Arms von OpenAI.
  • Die Rückführung von OpenAI zu einem tatsächlichen Non-Profit-Betrieb.
  • Die Rückgabe aller "unrechtmäßig erlangten Gewinne", einschließlich derer von Microsoft, an die OpenAI-Wohltätigkeitsorganisation.

Musk hatte bereits in einem früheren Antrag im Januar gefordert, bis zu 134 Milliarden US-Dollar an Schadenersatz von OpenAI und dem Hauptinvestor Microsoft zu erhalten. Diese Summe bezeichnete er als "unrechtmäßige Gewinne", die die Unternehmen durch seine frühe Arbeit und finanzielle Unterstützung von OpenAI erzielt hätten.

Die Ursprünge des Konflikts

Elon Musk, Sam Altman und weitere Personen gründeten OpenAI im Jahr 2015 als Non-Profit-KI-Labor. Musk behauptet, er sei "eifrig manipuliert" und "getäuscht" worden, 38 Millionen US-Dollar zu spenden, basierend auf dem Versprechen, dass das Unternehmen ein Non-Profit-Unternehmen bleiben würde. Musk verließ OpenAI im Jahr 2018, nachdem er versucht hatte, die Führungskräfte zur Fusion mit Tesla zu überzeugen.

OpenAI hat im Oktober eine Umstrukturierung abgeschlossen und wird nun als Non-Profit-Organisation geführt, die eine 26-prozentige Beteiligung am For-Profit-Arm hält, zu dem auch ChatGPT gehört. Musk wirft Altman vor, die ursprüngliche Non-Profit-Mission, KI zum Nutzen der Öffentlichkeit und nicht für privaten Gewinn zu entwickeln, verraten zu haben. Altman hingegen behauptet, OpenAI werde weiterhin vom Non-Profit-Arm kontrolliert.

Der Wettbewerb der Tech-Titanen

Der Rechtsstreit ist auch von einer wachsenden Geschäftsrivalität geprägt. Im Jahr 2023 gründete Musk ein konkurrierendes Unternehmen namens xAI, das den KI-Bildgenerator und Chatbot Grok entwickelte. Im Februar erwarb Musks SpaceX xAI, das auch X (ehemals Twitter) besitzt, in einem Deal, der das kombinierte Unternehmen mit 1,25 Billionen US-Dollar bewertete. SpaceX reichte kürzlich vertrauliche Unterlagen bei der SEC für einen voraussichtlich rekordverdächtigen Börsengang ein.

OpenAI hat seinerseits am Montag einen Brief an die Generalstaatsanwälte von Kalifornien und Delaware geschickt. Darin forderte Jason Kwon, Strategiechef von OpenAI, eine Untersuchung des "unangemessenen und wettbewerbswidrigen Verhaltens" von Musk und seinen Partnern im Vorfeld des Prozesses. Kwon behauptete, Musk habe versucht, OpenAI durch verschiedene "Angriffe" zu untergraben, unter anderem durch die "Koordinierung seiner Bemühungen" mit Meta CEO Mark Zuckerberg.

Weitere rechtliche Herausforderungen für OpenAI und Altman

OpenAI und Sam Altman sehen sich neben Musks Klagen weiteren rechtlichen Herausforderungen gegenüber:

  • Musks zweite Klage (September): Musk verklagte OpenAI erneut im September, diesmal wegen des Vorwurfs, Geschäftsgeheimnisse gestohlen und Mitarbeiter von seinem Rivalen-Startup xAI abgeworben zu haben. OpenAI bestreitet ein solches Muster.
  • Potenzielle Microsoft-Klage: Microsoft erwägt Berichten zufolge, OpenAI wegen eines Exklusivitätsstreits zu verklagen. Der Streit dreht sich um eine massive Partnerschaft zwischen OpenAI und Amazon im Wert von 188 Milliarden US-Dollar. Microsoft glaubt, dass OpenAI durch das Anbieten seiner "Frontier Multi-Agent Platform" über Amazon Web Services (AWS) gegen eine API-Exklusivitätsklausel verstoßen könnte, die besagt, dass API-Produkte, die mit Dritten entwickelt wurden, exklusiv für Azure sein müssen.
  • Klage von Sam Altmans Schwester: Eine Bundesrichterin wies eine Klage von Sam Altmans Schwester Annie Altman ab, die dem OpenAI-Chef sexuellen Missbrauch vor mehr als zwei Jahrzehnten vorwarf. Die Richterin erklärte jedoch, dass Annie Altman versuchen könne, unter einer anderen rechtlichen Theorie zu klagen. Sam Altman, dessen Vermögen laut Forbes 3,4 Milliarden US-Dollar beträgt, bestreitet die Anschuldigungen und könnte seine Schwester wegen Verleumdung verklagen.

Die Jury-Auswahl für den Hauptprozess zwischen Musk und OpenAI soll am 27. April vor einem Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, beginnen. Die zahlreichen Klagen könnten OpenAI Milliarden von Dollar kosten und die Art und Weise beeinflussen, wie KI-Chatbots trainiert werden, was auch mögliche IPO-Pläne des Unternehmens erschweren könnte.

Erwähnte Persönlichkeiten