
Musk fordert bis zu 134 Milliarden Dollar von OpenAI und Microsoft
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Elon Musk hat eine milliardenschwere Klage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht, in der er Schadensersatzforderungen zwischen 79 Milliarden und 134 Milliarden US-Dollar geltend macht. Der Kern der Anschuldigungen ist, dass OpenAI von seiner ursprünglichen Mission als Non-Profit-Organisation abgewichen sei und Musk getäuscht habe. Der Fall steuert auf einen hochkarätigen Juryprozess im April in Oakland, Kalifornien, zu.
Milliardenschwere Klage gegen OpenAI und Microsoft
Elon Musk fordert von OpenAI und Microsoft Schadensersatz in einer Spanne von 79 Milliarden bis 134 Milliarden US-Dollar. Diese Details wurden von Musks Anwalt in einem Gerichtsdokument am Freitag vor dem anstehenden Juryprozess im April in Oakland, Kalifornien, offengelegt. Die Klage richtet sich gegen die Führungspersönlichkeiten von OpenAI, darunter CEO Sam Altman und Präsident Greg Brockman, sowie gegen die Unternehmen selbst.
Die Vorwürfe von Elon Musk
Musk wirft den KI-Unternehmen vor, ihn getäuscht zu haben, indem sie von ihrer ursprünglichen Kernmission, eine Non-Profit-Organisation zu bleiben, abgewichen sind. Er behauptet, dass er im Jahr 2015, als er OpenAI mitbegründete, 38 Millionen US-Dollar an Startkapital spendete. Musk ist der Ansicht, dass er nun Anspruch auf einen Prozentsatz der aktuellen Bewertung von OpenAI hat, die auf 500 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Auf seiner Social-Media-Plattform X äußerte sich Musk am Freitag: "Ich kann es kaum erwarten, den Prozess zu beginnen. Die Offenlegung und die Zeugenaussagen werden Sie umhauen."
Berechnung des Schadensersatzes
Die Berechnung des geforderten Schadensersatzes wurde von dem Sachverständigen C. Paul Wazzan dargelegt, einem Finanzökonomen mit jahrzehntelanger beruflicher und akademischer Erfahrung. Wazzan berechnete, dass Musk zwischen 65,50 Milliarden und 109,43 Milliarden US-Dollar an "ungerechtfertigten Gewinnen" von OpenAI erhalten sollte. Für Microsoft, das ebenfalls in die Klage involviert ist, bezifferte er die "ungerechtfertigten Gewinne" auf 13,30 Milliarden bis 25,06 Milliarden US-Dollar.
OpenAIs Gegenoffensive
OpenAI hat sich in einem Blogbeitrag mit dem Titel "The truth Elon left out" verteidigt, der Kommentare und Auszüge aus Gerichtsdokumenten enthielt. In diesem Beitrag wird behauptet, dass Musk "die volle Kontrolle" über OpenAI wollte, da er in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen gemacht hatte, als er diese nicht besaß. Weiterhin wurde die Führungsebene von OpenAI überrascht, als Musk während Gesprächen über die Nachfolgeplanung vorschlug, seine Kinder sollten die Kontrolle über AGI (künstliche allgemeine Intelligenz) übernehmen. Diese Aussagen zielen direkt auf den Kern von Musks Klage ab.
Der Hintergrund der Klage
Die Klage von Elon Musk gegen OpenAI und Microsoft beleuchtet die Spannungen und unterschiedlichen Visionen bezüglich der Entwicklung und Ausrichtung von Künstlicher Intelligenz. Musk, der 2015 maßgeblich an der Gründung von OpenAI beteiligt war, sieht die Abkehr von der ursprünglichen Non-Profit-Struktur als einen Bruch des Vertrauens und der ursprünglichen Vereinbarung. Der bevorstehende Prozess wird voraussichtlich tiefe Einblicke in die frühen Tage von OpenAI und die Ambitionen seiner Gründer geben.