Musk fragte Zuckerberg nach OpenAI-IP vor 97 Mrd. Dollar Gebot

Musk fragte Zuckerberg nach OpenAI-IP vor 97 Mrd. Dollar Gebot

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Neue, freigegebene Gerichtsunterlagen enthüllen, dass Elon Musk im Februar 2025 Mark Zuckerberg kontaktierte, um eine gemeinsame Offerte für das geistige Eigentum (IP) von OpenAI zu prüfen. Diese Kommunikation fand statt, bevor Musk selbst ein unaufgefordertes Angebot zur Übernahme des ChatGPT-Herstellers unterbreitete. Die Dokumente sind Teil von Musks laufender Klage gegen OpenAI und dessen CEO Sam Altman.

Musks Annäherung an Zuckerberg und OpenAI-IP

Die kürzlich entsiegelten Dokumente, die von Internal Tech Emails geteilt wurden, gewähren Einblicke in die Kommunikation zwischen Musk und dem Meta-CEO, deren Beziehung von Höhen und Tiefen geprägt war, einschließlich Herausforderungen zu MMA-Kämpfen. Am 3. Februar 2025 um 22:04 Uhr PT textete Zuckerberg Musk, dass das "White House DOGE office", dessen de facto Leiter Musk war, "Fortschritte" mache. Zuckerberg bot zudem an, dass seine "Teams" Inhalte entfernen würden, die Personen, die mit Musk bei DOGE arbeiten, "doxxen oder bedrohen".

Zuckerberg fügte hinzu: "Lass mich wissen, ob ich sonst noch etwas tun kann, um zu helfen." Weniger als eine halbe Stunde später reagierte Musk mit einem Herz-Emoji und fragte nach OpenAI: "Bist du offen für die Idee, mit mir und einigen anderen auf das OpenAI IP zu bieten?" Zuckerberg antwortete: "Möchtest du das live besprechen?" Musk gefiel Zuckerbergs Nachricht und er textete zurück, er würde "morgens anrufen". Es ist unklar, ob dieser geplante Anruf tatsächlich stattfand. Ein Meta-Sprecher lehnte gegenüber Business Insider eine Stellungnahme ab.

Der Kontext: Musks Klage und das Gebot

Musks Kontaktaufnahme erfolgte im Kontext seiner bereits im August 2024 eingereichten Klage gegen Sam Altman und andere Vorstandsmitglieder von OpenAI. Musk wirft ihnen vor, ihn getäuscht zu haben, da er ursprünglich in eine gemeinnützige Organisation investiert habe, die KI zum Wohle der Menschheit entwickeln sollte. Stattdessen konzentriere sich OpenAI nun auf die Gewinnerzielung. Musk hatte in den Anfangsjahren rund 38 Millionen US-Dollar in OpenAI investiert und fordert in der jüngsten Version der Klage bis zu 134 Milliarden US-Dollar Schadenersatz.

Musks Motivation für das Gebot war sein Widerstand gegen die Umwandlung von OpenAI von einer gemeinnützigen in eine gewinnorientierte Organisation. OpenAI bezeichnete sein Gebot als "Scheinangebot", das darauf abzielte, die Fundraising-Bemühungen des Unternehmens zu stören. Ein Richter erlaubte die Gegenklagen von OpenAI, die nun weiterverfolgt werden können.

Das 97,4 Milliarden Dollar Angebot

Am 10. Februar 2025 unterbreitete ein Investorenkonsortium, darunter xAI unter der Führung von Musk, ein unaufgefordertes Angebot von 97,4 Milliarden US-Dollar zur Übernahme der damals noch gemeinnützigen Organisation, die OpenAI kontrolliert. Das von Musks Anwalt Marc Toberoff eingereichte Gebot sollte den Übergang von OpenAI in eine gewinnorientierte Einheit blockieren.

OpenAI-CEO Sam Altman reagierte umgehend auf X auf das Gebot und sagte: "Nein danke, aber wir kaufen Twitter für 9,74 Milliarden Dollar, wenn Sie wollen."

Metas Rolle und die Absage

Basierend auf einem Gerichts-Briefing, das OpenAI am 21. August 2025 einreichte, identifizierte Musk Zuckerberg als eine Person, mit der er bezüglich eines Letter of Intent (LOI) über "potenzielle Finanzierungsvereinbarungen oder Investitionen" in OpenAI kommuniziert hatte. OpenAI stellte jedoch klar, dass "weder Zuckerberg noch Meta den LOI unterzeichneten".

Für Zuckerberg wäre die Kalkulation kompliziert gewesen, da Meta sich als Open-Source-Alternative zu geschlossenen KI-Modellen positioniert. Eine Zusammenarbeit mit Musk bei einer feindlichen Übernahme von OpenAI hätte nicht zu dieser Identität gepasst. Meta blieb letztendlich außen vor und konzentrierte sich stattdessen auf seine Talentstrategie, indem es Berichten zufolge Beitrittsboni von bis zu 100 Millionen US-Dollar anbot, um OpenAI-Forscher abzuwerben. OpenAIs Vorladung von Meta, um Kommunikationen im Zusammenhang mit dem Gebot zu erhalten, wird vor Gericht angefochten, wobei Meta argumentiert, die Anfrage sei "übermäßig belastend" und es habe keine relevante Koordination stattgefunden.

Weitere Enthüllungen und der Prozess

In einer separaten Konversation zwischen Zuckerberg und Musk am 13. Dezember 2024 informierte Zuckerberg Musk, dass jemand Metas Brief an den Generalstaatsanwalt von Kalifornien zur Unterstützung von Musks Klage gegen OpenAI "geleakt" hatte. Zuckerberg wollte sicherstellen, dass Musk dies von ihm persönlich erfuhr.

OpenAI vollzog die Umwandlung von einer gemeinnützigen zu einer gewinnorientierten Gesellschaft offiziell im Oktober 2025, wobei es weiterhin einen gemeinnützigen Flügel unterhält. Die Jury-Auswahl für Musks Klage gegen Altman und OpenAI beginnt am 27. April in Oakland, Kalifornien.

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