
Musk muss in DOGE-Klage aussagen; Dogecoin-Fall beigelegt
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Elon Musk muss sich einer gerichtlichen Befragung stellen, die seine Rolle bei der Auflösung der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) durch das Department of Government Efficiency (DOGE) beleuchten soll. Ein Richter lehnte Musks Antrag ab, die Aussage zu vermeiden, während gleichzeitig eine separate, milliardenschwere Klage von Dogecoin-Investoren gegen ihn beigelegt wurde. Diese Entwicklungen unterstreichen die vielfältigen rechtlichen Herausforderungen, mit denen der Tech-Milliardär konfrontiert ist.
Gericht ordnet Aussage von Elon Musk an
Ein US-Bezirksrichter in Maryland, Theodore Chuang, hat entschieden, dass Elon Musk in einer Klage im Zusammenhang mit dem Department of Government Efficiency (DOGE) aussagen muss. Musk hatte versucht, die Aussage unter Berufung auf die "Apex-Doktrin" zu vermeiden, eine Regel, die hochrangigen Regierungsbeamten in bestimmten Situationen eine Aussage ersparen kann. Richter Chuang lehnte diesen Antrag jedoch ab und ordnete an, dass Musk zusammen mit dem ehemaligen amtierenden USAID-Direktor Peter Marocco und dem Beamten des Außenministeriums, Jeremy Lewin, befragt werden muss.
Die Anordnung ist Teil einer Klage, die von aktuellen und ehemaligen, anonym bleibenden USAID-Mitarbeitern gegen Musk und DOGE-Beamte eingereicht wurde. Richter Chuang begründete seine Entscheidung damit, dass unklar sei, ob Musk, Marocco und Lewin "ordnungsgemäß als hochrangige Regierungsbeamte angesehen werden können", da die meisten designierten Projektleiter während der Auflösung der USAID informelle oder kommissarische Rollen innehatten. Zudem hätten die Beamten keine Beweise dafür vorgelegt, warum sie die Schließung des USAID-Hauptquartiers und der Website beschlossen hatten.
Die Rolle des Department of Government Efficiency (DOGE)
Das Department of Government Efficiency (DOGE) wurde zu Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Januar letzten Jahres von Elon Musk geleitet. Sein Ziel war es, Ausgaben für Regierungsbehörden zu kürzen, die DOGE als verschwenderisch einstufte. Die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID), die weltweit Auslandshilfe verteilt und humanitäre Zwecke unterstützt, war dabei ein Hauptziel.
Im Februar letzten Jahres kündigten USAID-Beamte an, dass die Mitarbeiterzahl von 10.000 auf nur 300 reduziert und der Rest beurlaubt werden würde. Neben Musk sind in der Klage auch Außenminister Marco Rubio, der Beamte des Außenministeriums Kenneth Jackson und die DOGE-Administratorin Amy Gleason als Angeklagte aufgeführt. Elon Musk zog sich im Mai von DOGE zurück.
Weitere rechtliche Herausforderungen für DOGE
Neben der Klage der USAID-Mitarbeiter ist DOGE mit weiteren rechtlichen Auseinandersetzungen konfrontiert. Eine von 14 demokratischen Generalstaatsanwälten eingereichte Klage wirft Präsident Donald Trump, Elon Musk und DOGE vor, dass Musk verfassungswidrig Macht ausübe, die nur vom Senat bestätigten Beamten zustehe. US-Bezirksrichterin Tanya Chutkan ordnete an, dass Musk und DOGE umfassende Dokumente vorlegen müssen.
Diese Dokumente sollen unter anderem Pläne zur Eliminierung oder Reduzierung von Bundesbehörden, zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen oder zur Aussetzung von Bundesverträgen und -finanzierungen umfassen. Zudem müssen alle DOGE-Mitarbeiter mit ihren Titeln und Berichtslinien identifiziert werden. Richterin Chutkan betonte, dass diese Informationen entscheidend seien, um den Umfang von Musks Autorität zu klären und zu beurteilen, ob DOGE-Aktivitäten gestoppt werden sollten. Die White House hatte versucht, die Offenlegung von Informationen unter Berufung auf Musks Rolle als "Sonderregierungsmitarbeiter" und "Seniorberater" zu verhindern, was jedoch von den Gerichten nicht vollständig akzeptiert wurde. Ein weiterer Richter, Christopher Cooper, stellte fest, dass die "beispiellose" Autorität und "ungewöhnliche Geheimhaltung" von DOGE bedeuten, dass ihre Aufzeichnungen wahrscheinlich öffentlichen Anfragen unterliegen müssen.
Dogecoin-Klage gegen Musk beigelegt
In einer separaten Entwicklung wurde eine 258 Milliarden Dollar schwere Sammelklage von Dogecoin-Investoren gegen Elon Musk und Tesla offiziell beigelegt. Die Klage, die 2022 eingereicht wurde, warf Musk vor, ein "Krypto-Pyramidensystem" betrieben zu haben. Die Kläger behaupteten, Musks Tweets und sein Auftritt als "The Dogefather" bei Saturday Night Live hätten den Preis von Dogecoin manipuliert.
Musks Anwaltsteam hatte die Klage als "Fiktion" bezeichnet. Beide Parteien haben sich nun darauf geeinigt, alle Anträge und Berufungen fallen zu lassen. Der Fall wird nach richterlicher Genehmigung offiziell abgeschlossen. Dogecoin, die Kryptowährung, hält derzeit eine Marktkapitalisierung von über 10 Milliarden Dollar.