
Musk und Trump: Annäherung im Weißen Haus nach öffentlichem Zerwürfnis
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Die einst angespannte Beziehung zwischen Elon Musk und Donald Trump scheint sich zu entspannen. Ein kürzliches Abendessen im Weißen Haus mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman markiert einen Wendepunkt, bei dem sich die beiden prominenten Persönlichkeiten nach Monaten öffentlicher Auseinandersetzungen wieder annähern.
Annäherung im Weißen Haus
Elon Musk, CEO von Tesla und SpaceX, nahm am Dienstag, den 18. November 2025, an einem hochkarätigen Abendessen im Weißen Haus teil. Gastgeber war Präsident Donald Trump, der zu Ehren des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman lud. Dies war Musks erster öffentlicher Auftritt im Weißen Haus, nachdem er sich im Mai aus der Trump-Regierung zurückgezogen hatte.
Die Gästeliste war prominent besetzt mit Führungskräften aus der Wirtschaft. Neben Musk waren unter anderem Jensen Huang, CEO von Nvidia, Tim Cook, CEO von Apple, Marc Benioff, CEO von Salesforce, Michael Dell, CEO von Dell, und Lisa Su, CEO von AMD, anwesend. Auch Sportgrößen wie Golfer Bryson DeChambeau und Fußballstar Cristiano Ronaldo nahmen teil.
Nach dem Dinner postete Musk Bilder auf X, die ihn selbst, den Kronprinzen, Huang und Trump zeigten. Dazu schrieb er: „Ich möchte Präsident Trump für alles danken, was er für Amerika und die Welt getan hat.“ Am darauffolgenden Mittwoch scherzte Trump während seiner Rede auf dem US-Saudi Investment Forum in Washington, D.C. auf Musks Kosten: „Du hast so ein Glück, dass ich bei dir bin, Elon. Ich sage es dir. Hat er mir jemals richtig gedankt?“
Eine turbulente Beziehung: Vom Verbündeten zum Kritiker
Die Beziehung zwischen Musk und Trump war im vergangenen Jahr turbulent. Ursprünglich waren die beiden enge politische Verbündete, wobei Musk Trumps Präsidentschaftskandidatur 2024 unterstützte und sich nach Trumps Sieg als „erster Kumpel“ bezeichnete. Musk leitete sogar das „Department of Government Efficiency“ (DOGE) des Weißen Hauses, eine Position, die er im Mai 2025 aufgab.
Die Beziehung verschlechterte sich im Juni 2025, als Musk Trumps „Big Beautiful Bill“ kritisierte. Es folgte ein öffentliches Zerwürfnis, bei dem Musk behauptete, Trump hätte die Präsidentschaftswahl ohne seine Unterstützung nicht gewonnen. Er äußerte zudem, Trumps Zölle würden eine Rezession verursachen. Trump konterte mit der Drohung, Regierungsaufträge von Musks Unternehmen zu kürzen.
Im Juli 2025 kündigte Musk die Gründung einer neuen politischen Partei namens „America Party“ an und schrieb auf X: „Heute wird die America Party gegründet, um Ihnen Ihre Freiheit zurückzugeben.“ Zudem warf er der Trump-Administration vor, Akten im Zusammenhang mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nicht veröffentlicht zu haben, da Trumps Name darin vorkomme. Die „Big Beautiful Bill“ wurde letztlich im Juli verabschiedet.
Zeichen der Versöhnung
Nach Monaten intensiver öffentlicher Auseinandersetzungen zeigten sich erste Anzeichen einer Annäherung. Im September 2025 wurden Musk und Trump bei der Gedenkfeier für den konservativen Aktivisten Charlie Kirk gesichtet, wo sie sich kurz die Hände schüttelten.
Im Oktober 2025, vor Trumps Asienreise, äußerte sich der Präsident gegenüber Reportern auf der Air Force One positiv über Musk: „Ich mag Elon, ich habe ihn immer gemocht.“ Er fügte hinzu: „Er hatte eine schlechte Phase. Er hatte eine schlechte Zeit. Er hatte einen schlechten Moment. Es war ein dummer Moment in seinem Leben. Sehr dumm. Ich bin sicher, er würde Ihnen das sagen. Aber ich mag Elon, und ich vermute, ich werde ihn immer mögen.“
Strategische Partnerschaften: Saudi-Arabien und xAI
Der Besuch des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Washington diente auch der Stärkung wirtschaftlicher Beziehungen. Präsident Trump hob die zugesagten saudischen Investitionen in amerikanische Unternehmen und eine Partnerschaft im Bereich der Kernenergie hervor.
Im Rahmen des Besuchs wurde bekannt, dass Elon Musks KI-Unternehmen xAI, das den Chatbot Grok entwickelt, eine Vereinbarung mit dem staatlich unterstützten saudischen Unternehmen Humain getroffen hat. Ziel ist der Bau eines neuen Rechenzentrums, das bis zu 500 Megawatt Strom verbrauchen und damit das größte xAI-Rechenzentrum außerhalb der Vereinigten Staaten sein wird. Der Wert des Deals wurde nicht offengelegt. Humain, im Mai vom Kronprinzen Mohammed mit Unterstützung des 1 Billion Dollar schweren Staatsfonds gegründet, positioniert Saudi-Arabien als zukünftigen KI-Exporteur.