
Musks Memo zur SpaceX-xAI-Fusion: Von "fühlenden Sonnen" zu orbitalen Datenzentren
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Elon Musks jüngstes internes Memo zur Fusion von SpaceX und xAI liest sich weniger wie eine typische Unternehmensmitteilung und mehr wie ein Science-Fiction-Manifest. Der Milliardär, bekannt für seine Vorliebe für Nerd-Jargon und Sci-Fi-Anspielungen, nutzte die Gelegenheit, um eine weitreichende Vision für die Zukunft der kombinierten Unternehmen zu präsentieren. Dieses Memo, das Begriffe wie "fühlende Sonnen" und "orbitale Datenzentren" enthält, gibt Einblicke in Musks ambitionierte Pläne für Künstliche Intelligenz und die Expansion der Menschheit ins All.
Die Vision einer "fühlenden Sonne"
Das Memo beginnt mit einer kühnen Sci-Fi-Prämisse: Musks neue Vision für das fusionierte Unternehmen ist der Bau einer "fühlenden Sonne". Dieser Ausdruck soll das enorme Ausmaß des Projekts verdeutlichen. Musk stellt sich ein KI-System vor, das so groß, energiehungrig und zentralisiert ist, dass es metaphorisch einem Stern ähnelt.
Anstatt Licht und Wärme auszustrahlen, würde diese "Sonne" computergenerierte Intelligenz zurück zur Erde senden. Es handelt sich um eine Sci-Fi-Kurzformel für eine extrem leistungsstarke, solarbetriebene KI.
Auf dem Weg zur Kardashev II-Zivilisation
Ein zentraler Punkt in Musks Memo ist die Erwähnung einer "Kardashev II-Zivilisation". Er schreibt: "Der Start einer Konstellation von einer Million Satelliten, die als orbitale Datenzentren fungieren, ist ein erster Schritt, um eine Kardashev II-Zivilisation zu werden." Musk bezieht sich hier auf die Kardashev-Skala, ein in den 1960er Jahren vom sowjetischen Astronomen Nikolai Kardashev entwickeltes Rahmenwerk, das Zivilisationen nach der Menge an Energie einstuft, die sie nutzen können.
Eine Typ-I-Zivilisation kann die gesamte auf ihrem Heimatplaneten verfügbare Energie nutzen. Eine Typ-II-Zivilisation kann die volle Energieabgabe ihres Sterns einfangen. Die Menschheit wird heute allgemein als unterhalb von Typ I eingestuft.
Orbitale Datenzentren als Lösung
Musk schlägt vor, massive Computerinfrastrukturen – die energiehungrigen Datenzentren, die moderne KI antreiben – von der Erde in den Orbit zu verlagern. Im Weltraum könnten diese Systeme auf nahezu konstante Solarenergie zurückgreifen. Wie Musk an anderer Stelle im Memo formulierte: "Im Weltraum ist es immer sonnig."
Diese Verlagerung würde nicht nur die Energieversorgung optimieren, sondern auch die Herausforderungen der Kühlung und des Platzbedarfs auf der Erde mindern.
Fortschritte in der Raumfahrtlogistik
Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, sind auch Fortschritte in der Raumfahrtlogistik unerlässlich. Musk beschreibt zwei Schlüsseltechnologien:
- In-Space Propellant Transfer: SpaceX plant im Wesentlichen den Bau einer schwebenden Tankstelle im All. Musk beschreibt einen speziellen Tanker-zu-Schiff-Roboter, der laut SpaceNews voraussichtlich 2026 eingeführt werden soll. Dieses System würde es Raumfahrzeugen ermöglichen, ihren Treibstoff nicht mehr komplett vom Start weg mitzuführen, sondern für andere Ladekapazitäten zu optimieren.
- Elektromagnetischer Massentreiber: Musk stellt sich eine Art riesige Railgun vor, die Fracht mithilfe von Elektrizität anstelle von Raketentreibstoff ins All befördert. Dies erinnert an ein Instrument aus dem Science-Fiction-Roman "Zero to Eighty" von 1937. SpaceX erwägt den Bau eines solchen Treibers auf dem Erdmond, wo die geringere Schwerkraft und das Fehlen einer Atmosphäre das Herausschleudern von Materialien ins All erleichtern würden.
"Ad Astra!" – Ein Aufruf zur Expansion
Musk beendet das Memo mit einem sprachlichen Flair: "Ad Astra!" – Lateinisch für "zu den Sternen". Dies ist ein Verweis auf seine Vision der Expansion über die Erde hinaus. Es ist nicht das erste Mal, dass Musk diesen Ausdruck verwendet hat. Bereits 2014 gründete er eine Montessori-Schule für Kinder von 3 bis 9 Jahren mit demselben Namen, deren Lehrplan sich auf MINT-Fächer und Problemlösung konzentrierte. Die Verwendung dieses Ausdrucks unterstreicht Musks langfristiges Engagement für die Besiedlung des Weltraums und die Weiterentwicklung der Menschheit.