
Naher Osten: US-Israel-Angriffe auf Iran eskalieren – Folgen für Märkte
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Die gemeinsamen Luftangriffe der USA und Israels auf Iran dauern an, eine Woche nachdem die Kampagne zur Beseitigung der nuklearen und ballistischen Raketenkapazitäten Teherans sowie zur Förderung eines Regimewechsels gestartet wurde. Die Eskalation im Nahen Osten hat bereits weitreichende politische, sicherheitstechnische und wirtschaftliche Konsequenzen.
Eskalation im Nahen Osten: Eine Woche der Angriffe
Am Samstag, dem 7. März 2026, setzten die US-amerikanischen und israelischen Luftangriffe auf Iran fort. Das US Central Command erklärte in einem Post auf X: „US-Kräfte haben in der ersten Woche der Operation Epic Fury über 3.000 Ziele getroffen, und wir verlangsamen nicht.“ Die Operation zielt darauf ab, die Fähigkeit des iranischen Regimes, israelische Zivilisten zu beschießen, zu beeinträchtigen.
Das israelische Militär meldete eine weitere Angriffswelle in Teheran. Im Rahmen dieser Angriffe feuerten Kampfflugzeuge der Luftwaffe etwa 230 Munitionen auf mehrere Militärstandorte des Regimes ab, darunter die Zentrale Militäruniversität der Islamischen Revolutionsgarden, ein Raketenlager und eine unterirdische Anlage zur Lagerung und Produktion ballistischer Raketen. Insgesamt waren über 80 israelische Kampfjets an diesen Schlägen beteiligt.
Chronologie der Ereignisse: Von präventiven Schlägen zur Vergeltung
Die gemeinsame Militäroperation begann am Samstagmorgen, dem 28. Februar 2026, und löste eine rasche Eskalation in der gesamten Region aus. Bereits um 06:20 GMT wurden Explosionen in der iranischen Hauptstadt Teheran gemeldet. Kurz darauf bestätigte Israels Verteidigungsminister Israel Katz einen „präventiven“ Schlag auf Iran und rief einen landesweiten Notstand aus.
US-Präsident Donald Trump erklärte am 28. Februar, Washington habe eine großangelegte Militärkampagne gestartet, um Irans Raketenindustrie, Seestreitkräfte und nukleare Fähigkeiten zu zerstören. Eine israelische Quelle gab an, die erste Phase der Operation werde vier Tage dauern und auf die Führung, einschließlich des Obersten Führers Ali Khamenei, abzielen. Iranische Medien kündigten daraufhin eine „vernichtende“ Vergeltung an, und es wurden Raketenstarts aus Iran sowie Explosionen in Nordisrael gemeldet.
Globale Auswirkungen und menschliche Kosten
Die militärische Auseinandersetzung hat bereits spürbare Auswirkungen auf die globalen Märkte. Der Verkehr in der Straße von Hormus, einer kritischen Schifffahrtsroute für Energielieferungen, ist nahezu zum Stillstand gekommen. Dies schürt Ängste vor einem langwierigen Krieg, der die globalen Öl- und Gasmärkte massiv beeinträchtigen könnte.
Auch die menschlichen Kosten sind hoch. Das Pentagon bestätigte am Sonntag, dem 1. März 2026, den Tod von drei US-Soldaten und mindestens fünf Schwerverletzten. Später wurde die Zahl der getöteten US-Soldaten auf vier erhöht. Präsident Trump äußerte sich am Sonntag online und sagte, es werde „leider wahrscheinlich noch mehr geben, bevor es endet“. Er beschuldigte Iran, Krieg „gegen die Zivilisation“ zu führen, und schwor, die Tode zu rächen.
Im Rahmen der Operation „Epic Fury“ traf das US Central Command eine iranische Korvette der Jamaran-Klasse, die an einem Pier im Golf von Oman sank. Zudem griffen US B-2 Stealth-Bomber am Samstagabend iranische ballistische Raketenanlagen an. Präsident Trump behauptete, US-Kräfte hätten neun iranische Marineschiffe versenkt und Irans Marinehauptquartier „weitgehend zerstört“, was das US Central Command jedoch nicht bestätigte.
Tod des Obersten Führers und die Reaktion im Iran
Ein entscheidender Wendepunkt im Konflikt war die Tötung des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei, 86, bei Luftangriffen auf sein Büro in Teheran am Samstag, dem 1. März 2026. Iranische Staatsmedien bestätigten seinen Tod, und ein Staatsrundfunksprecher überbrachte die Nachricht unter Tränen. Khamenei hatte die Position des geistlichen Führers 1989 nach dem Tod von Ayatollah Ruhollah Khomeini übernommen.
Die Reaktion auf Khameneis Tod im Iran war gemischt. Während einige Iraner ihre Freude über seinen Tod zum Ausdruck brachten, Statuen von Khamenei niedergerissen und kurzzeitig ein Regierungsgebäude besetzten, versammelten sich auch große Menschenmengen bei Pro-Regime-Kundgebungen, um Khamenei zu betrauern und „Tod Amerika“ zu rufen. Nach seinem Tod wird ein temporärer Führungsrat gebildet, bis ein Gremium schiitischer Religionsführer über einen neuen Obersten Führer entscheidet.
Ausweitung des Konflikts und diplomatische Signale
Die Angriffe haben sich regional ausgeweitet. Iran reagierte mit tödlichen Schlägen auf Israel und griff Länder an, die amerikanische Militärbasen beherbergen, darunter Kuwait, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Irak, Katar und eine britische Militärbasis in Zypern. Eine neue Front hat sich auch im Libanon geöffnet, nachdem die Hisbollah Raketen auf Israel abgefeuert hatte, worauf Israel mit Luftangriffen in Beirut und im Südlibanon reagierte.
Präsident Trump, der diesen Krieg begann, deutet nun eine Chance für Diplomatie an. Er sagte, Irans neue Führung wolle mit ihm sprechen, und er plane dies ebenfalls. Trump gab an, der Krieg werde fortgesetzt, bis seine Ziele erreicht seien, darunter die Verhinderung des Erwerbs von Atomwaffen durch Iran und ein Regimewechsel. Er betonte, er wolle sich nicht in einem langwierigen Konflikt im Nahen Osten verstricken.