
NASA-Chef Isaacman: USA planen Mondrückkehr in Trumps zweiter Amtszeit
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Der frisch ernannte NASA-Administrator Jared Isaacman hat am Freitag angekündigt, dass die Vereinigten Staaten während der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump zum Mond zurückkehren werden. Diese Ankündigung unterstreicht Trumps erneuten Fokus auf die lunare Exploration, die als entscheidend für die Erschließung wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und nationaler Sicherheitschancen auf dem Mond gilt.
Isaacman kündigt Mondrückkehr an
Jared Isaacman, ein langjähriger Verbündeter von SpaceX-CEO Elon Musk, gab diese Pläne in einem Interview mit CNBC bekannt. Seine Äußerungen waren einige seiner ersten öffentlichen Stellungnahmen seit seiner Senatsbestätigung in der vergangenen Woche. Der Senat bestätigte den Milliardär am Mittwoch mit 67 zu 30 Stimmen als NASA-Administrator, nachdem er im Vormonat zum zweiten Mal für die Leitung der Behörde nominiert worden war.
Trump hatte den Unternehmer und Milliardär ursprünglich im Dezember 2024 für die NASA-Spitze nominiert, die Nominierung jedoch im Mai aufgrund „früherer Verbindungen“ zurückgezogen, bevor er Isaacman im November erneut vorschlug. Isaacman, ein 42-jähriger Geschäftsmann, machte sein Vermögen in der Online-Zahlungsabwicklung und hegt eine persönliche Leidenschaft für den Weltraum. Er bezahlte SpaceX im Februar 2021 für den Start einer rein kommerziellen, zivilen „Weltraumtourismus“-Mission und flog im September 2024 erneut auf der ersten von drei geplanten SpaceX Polaris-Missionen, wobei er fast fünf Tage im All verbrachte und als erster Privatbürger einen Weltraumspaziergang durchführte.
Ambitionierte Pläne für die Mondbasis
Im CNBC-Interview sprach Isaacman auch über die potenziellen Möglichkeiten auf dem Mond. Dazu gehören der Bau von Infrastruktur und Weltraum-Rechenzentren sowie der mögliche Abbau von Helium-3, einem seltenen Gas auf der Mondoberfläche. Um die Exploration voranzutreiben, erörterte er zudem Pläne für eine „Mondbasis“ und Investitionen in Kernenergie sowie nukleare Raumfahrtantriebe.
Geopolitischer Wettlauf und Artemis-Programm
Der erneute Fokus der USA auf die lunare Exploration folgt auf Trumps Executive Order „Ensuring American Space Superiority“, die die US-Dominanz im Weltraum festigen soll. Isaacman betonte die Notwendigkeit, China im Weltraumrennen zu übertreffen, und erklärte: „Wir befinden uns in einem großen Wettbewerb mit einem Rivalen, der den Willen und die Mittel hat, die amerikanische Außergewöhnlichkeit in mehreren Bereichen, einschließlich des hohen Geländes des Weltraums, herauszufordern.“ Er versprach, den Erfolg des 2017 gestarteten Artemis-Mondexplorationsprogramms sicherzustellen.
„Amerika wird vor unserem großen Rivalen zum Mond zurückkehren, und wir werden eine dauerhafte Präsenz etablieren, um den wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und nationalen Sicherheitswert auf der Mondoberfläche zu verstehen und zu realisieren“, so Isaacman. Transportminister Sean Duffy, der als interner NASA-Administrator fungierte, gratulierte Isaacman auf X und wünschte ihm Erfolg, „während wir 2028 zum Mond zurückkehren und China schlagen“. Das Artemis-Programm der NASA sah sich jedoch zahlreichen Verzögerungen gegenüber, und Experten warnten im September, dass der von Elon Musks SpaceX entwickelte Mondlander möglicherweise nicht rechtzeitig fertig sein könnte. Die NASA steht zudem vor großen Budgetkürzungen und dem Druck, erneut zum Mond und schließlich zum Mars zu reisen.
Impulse für die Weltraumwirtschaft
Isaacmans Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Weltraumindustrie einen Wandel erlebt und mehrere Aktien eine starke Dynamik zeigen. Die jüngste Executive Order und Isaacmans Ernennung werden als Schritte angesehen, die 2026 zu einem starken Interesse an Raumfahrtaktien führen und den Sektor weiter antreiben könnten. Elon Musk hatte sich für Isaacmans Ernennung eingesetzt, obwohl er selbst zuvor Skepsis gegenüber dem Ziel einer Mondrückkehr geäußert hatte. Während die Trump-Administration vor einigen Monaten offen für eine Überarbeitung des Artemis-Programms zugunsten des Mars war, scheint diese Aussicht nun zu verblassen, da Isaacman die Rückkehr zum Mond als Priorität betont.