Netflix's Milliarden-Deal: CEOs beruhigen Mitarbeiter und Hollywood

Netflix's Milliarden-Deal: CEOs beruhigen Mitarbeiter und Hollywood

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Netflix plant die größte Akquisition seiner Unternehmensgeschichte und will die Streaming- und Studio-Assets von Warner Bros. Discovery (WBD) erwerben. In einem Schreiben an die Mitarbeiter, das auch öffentlich bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht wurde, haben die Co-CEOs Greg Peters und Ted Sarandos versucht, Bedenken hinsichtlich des Deals zu zerstreuen und die Vorteile für das Unternehmen und die gesamte Unterhaltungsbranche hervorzuheben.

Netflix's Milliarden-Angebot für Warner Bros. Discovery

Netflix gab diesen Monat seine Absicht bekannt, die Streaming- und Studio-Assets von Warner Bros. Discovery für einen Eigenkapitalwert von 72 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Der Transaktionswert (Enterprise Value) beläuft sich auf 82,7 Milliarden US-Dollar. Im Rahmen der Vereinbarung sollen WBD-Aktionäre 23,25 US-Dollar in bar und 4,50 US-Dollar in Netflix-Aktien pro Anteil erhalten.

Die Übernahme, die am 5. Dezember angekündigt wurde, umfasst wichtige Marken wie HBO und HBO Max sowie ikonische Franchises wie Harry Potter, DC, Game of Thrones, Friends und The Big Bang Theory. Netflix erwartet, dass der Deal im dritten Quartal 2026 abgeschlossen wird, nach der zuvor angekündigten Abspaltung der Global Networks-Sparte von Warner Bros. Discovery in Discovery Global.

CEOs betonen Wachstum und Arbeitsplatzsicherung

In ihrem Schreiben betonten Peters und Sarandos, dass ein kombiniertes Netflix-Warner Bros. "pro-Verbraucher, pro-Innovation, pro-Arbeitnehmer, pro-Kreative und pro-Wachstum" sei. Sie sehen den Deal als "Gewinn für die Unterhaltungsindustrie, nicht als deren Ende", und adressierten damit Befürchtungen, die Kombination könnte "das Ende Hollywoods" bedeuten.

Die Co-CEOs versicherten, dass die Übernahme keine Überschneidungen oder Studioschließungen mit sich bringen werde, da Warner Bros. Geschäfte und Fähigkeiten einbringe, die Netflix derzeit nicht besitze. Sie bekräftigten ihr Engagement, einen der ikonischsten Studios Hollywoods zu stärken, Arbeitsplätze zu unterstützen und eine gesunde Zukunft für die Film- und Fernsehproduktion zu sichern.

Gegenangebot von Paramount Skydance erwartet

Tage nach der Ankündigung von Netflix reagierte der Rivale Paramount Skydance mit einem feindlichen Angebot, alle WBD-Anteile in einem Deal im Wert von rund 108 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Peters und Sarandos gingen in ihrem Schreiben auf dieses Gegenangebot ein und erklärten, es sei "vollkommen erwartet" worden.

Sie betonten, dass Netflix einen "soliden Deal" habe, der "großartig für unsere Aktionäre, großartig für Verbraucher und eine starke Möglichkeit ist, Arbeitsplätze in der Branche zu schaffen und zu schützen." Netflix ist zuversichtlich, den Deal zum Abschluss zu bringen.

Regulierungsfragen und Marktanteile

Beide Bieter argumentieren, den klarsten Weg zur Genehmigung durch die Regulierungsbehörden zu haben. Paramount-Chef David Ellison äußerte, dass eine Kombination mit Paramount zu einer geringeren Marktkonzentration im Streaming führen würde als die von Netflix.

Netflix hingegen möchte, dass die Regulierungsbehörden seinen Marktanteil im Vergleich zur gesamten TV-Sehzeit, einschließlich kostenloser Plattformen wie YouTube, bewerten. Die Co-CEOs betonten, dass ihr Marktanteil in den USA nach der Fusion mit Warner Bros. laut Nielsen-Daten nur von 8% auf 9% steigen würde – immer noch deutlich hinter YouTube (13%) und einer potenziellen Paramount/WBD-Kombination (14%).

Zukunft der Kinostarts und Werbemarkt

Ein wichtiger Punkt, der in Hollywood oft zu Spannungen führte, war Netflix's Präferenz für einen Streaming-First-Ansatz und begrenzte Kinostarts. Sarandos hatte zuvor lange, exklusive Kinofenster als nicht "verbraucherfreundlich" bezeichnet.

Im Zuge der WBD-Übernahme versichern die Netflix-CEOs jedoch, die Kinostarts für Warner Bros.-Filme beizubehalten: "Ja – wir sind voll und ganz bestrebt, Warner Bros.-Filme in den Kinos zu veröffentlichen, genau wie sie es heute tun." Sie erklärten, dass Kinostarts ein wichtiger Teil des Geschäfts und Erbes von Warner Bros. seien und man nichts ändern wolle, was Warner Bros. so wertvoll mache.

Für den Werbemarkt hat der Deal ebenfalls erhebliche Auswirkungen. Netflix's werbefinanzierter Tarif, der im November 2025 190 Millionen monatlich aktive Zuschauer erreichte, würde Zugang zu HBOs Premium-Zielgruppe erhalten. Dies könnte höhere Werbepreise und eine anspruchsvollere Zielgruppenansprache ermöglichen. Es bleiben jedoch Fragen bezüglich der Inhalts-Exklusivität und potenziell höherer Lizenzkosten für konkurrierende Streamer.

Netflix erwartet durch die Akquisition jährliche Kosteneinsparungen von 2 bis 3 Milliarden US-Dollar bis zum dritten Jahr nach Abschluss des Deals. Die Transaktion erfordert neben der behördlichen Genehmigung auch eine Abstimmung der Aktionäre von Warner Bros. Discovery.

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