New York City: Mamdani bekämpft "Junk Fees" von Liefer-Apps

New York City: Mamdani bekämpft "Junk Fees" von Liefer-Apps

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New York Citys Bürgermeister Zohran Mamdani hat eine umfassende Kampagne gegen die sogenannten "Junk Fees" von Essensliefer-Apps angekündigt. Im Fokus steht dabei die Plattform HungryPanda, die sich in einem Vergleich zur Zahlung von 875.000 US-Dollar verpflichtet hat, nachdem ihr vorgeworfen wurde, Hunderte von Restaurants illegal überhöhte Gebühren berechnet zu haben. Diese Maßnahme markiert einen wichtigen Schritt im Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz der Metropole.

New York geht gegen "Junk Fees" von Liefer-Apps vor

Bürgermeister Zohran Mamdani gab die Initiative am Roten Panda-Gehege des Prospect Park Zoos bekannt, eine symbolische Anspielung auf die Lieferplattform HungryPanda, die hauptsächlich asiatische Restaurants bedient. Die Stadtverwaltung wirft der App vor, Hunderte dieser Unternehmen durch "Junk Fees" illegal überhöhte Gebühren berechnet zu haben. Der nun erzielte Vergleich in Höhe von 875.000 US-Dollar soll über 380 betroffenen Restaurants Entschädigung zukommen lassen. Mamdani betonte, die App habe "hart arbeitende New Yorker hinters Licht geführt".

"Für so viele Restaurants und Unternehmen ist es bereits schwer genug, die täglichen Kosten – Arbeit, Miete, Ausrüstung, Nebenkosten – zu decken. Noch schwieriger ist es, über Wasser zu bleiben, wenn eine Lieferplattform hart verdiente Einnahmen stiehlt", erklärte Mamdani. Er wurde bei der Pressekonferenz von der stellvertretenden Bürgermeisterin Julie Su und dem Beauftragten für Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz (DCWP), Sam Levine, begleitet.

HungryPanda muss hohe Summe zahlen

Der Bürgermeister hob hervor, dass dies die "erste Maßnahme überhaupt ist, um eine Liefer-App für die Verletzung der Rechte von New Yorker Restaurantbesitzern zur Rechenschaft zu ziehen". Viele der betroffenen Restaurants seien im Besitz von Einwanderern und befänden sich in Vierteln wie Sunset Park, Brooklyn, und Flushing, Queens. Im Rahmen des Vergleichs muss HungryPanda seinen Nutzern Gebühren offenlegen, Compliance-Richtlinien implementieren und jährliche Compliance-Zertifizierungen vorlegen.

Die Stadt hat HungryPanda bereits mehrfach untersucht. Die Bekämpfung von "Junk Fees" für Unternehmen und Verbraucher in New York City ist in den letzten Monaten zu einer Top-Priorität für Mamdani geworden. Das Stadtgesetz schreibt vor, dass Drittanbieter-Liefergebühren auf 15 % für die Lieferung und 5 % für andere Dienstleistungen begrenzt sind. HungryPanda wurde angewiesen, über 580.000 US-Dollar an Entschädigung an betroffene Restaurants sowie mehr als 294.000 US-Dollar an zivilrechtlichen Strafen und Gebühren zu zahlen.

Hintergrund der Maßnahmen und frühere Fälle

Die Ankündigung des HungryPanda-Vergleichs vom Mittwoch folgt auf einen früheren Vergleich im Januar, an dem Uber Eats, Fantuan und HungryPanda beteiligt waren. Damals wurden die Unternehmen zur Zahlung von insgesamt über 5 Millionen US-Dollar wegen Lohnverstößen gegenüber fast 50.000 Arbeitnehmern verurteilt. Die damalige Untersuchung des DCWP ergab, dass HungryPanda zwischen Dezember 2023 und Januar 2024 den Arbeitnehmern nicht den Mindestlohn gezahlt hatte. HungryPanda reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme bezüglich beider Vergleiche.

Ausblick: Kampf gegen Ausbeutung geht weiter

Mamdani und sein Team haben in diesem Jahr bereits einen ähnlichen Vergleich für Fast-Food- und Einzelhandelsmitarbeiter erzielt. Diesen hatte der Bürgermeister angekündigt, während er einen Crunchwrap Supreme bei Taco Bell aß. Er bekräftigte, dass seine Verwaltung weiterhin gegen große Unternehmen vorgehen werde, die lokale Arbeitnehmer "ausbeuten".

"Wir weisen Missbraucher und Gesetzesbrecher darauf hin: Wenn Sie diese Gesetze brechen, werden wir Sie zur Rechenschaft ziehen", sagte er. "Es ist an der Zeit, eine Stadt zu haben, in der Menschen, die sich an die Regeln halten, nicht benachteiligt werden, weil diejenigen, die sie brechen, dies ungestraft tun dürfen."

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