
New Yorks Elektro-Schulbusse im Wintertest: Herausforderungen bei Heizung und Reichweite
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Eltern im Westen New Yorks äußern Bedenken hinsichtlich der neuen Elektro-Schulbusse, die aufgrund eines staatlichen Mandats eingeführt wurden. Berichte über kalte Fahrten und Pannen während des Winterwetters werfen Fragen zur Zuverlässigkeit und den Auswirkungen auf die Schülerbeförderung auf. Die Herausforderungen betreffen insbesondere die Batterieleistung und die Heizsysteme der Fahrzeuge.
Kälte auf den Schulwegen: Eltern schlagen Alarm
Eltern im Lake Shore Central School District im Westen New Yorks berichten von extrem kalten Fahrten ihrer Kinder in Elektro-Schulbussen. Die Bedenken kommen auf, nachdem der Staat New York ein Mandat erlassen hat, wonach ab 2027 alle neu gekauften Schulbusse elektrisch sein müssen. Mehrere Eltern gaben gegenüber dem lokalen Sender WIVB an, dass ihre Kinder frierend von der Schule nach Hause kämen.
Scott Ziobro, ein besorgter Vater, erklärte gegenüber WIVB, dass die Heizungen der Busse dieselbe Elektrizität nutzen wie der Bus selbst. Ihm sei mitgeteilt worden, dass dies die Batteriekapazität des Busses stark beanspruche. Eine Großmutter, Lynn Urbino, berichtete, ihr Enkel sei bei 23 Grad Fahrenheit (ca. -5 Grad Celsius) ohne Heizung im Bus gefahren und sei kalt nach Hause gekommen.
Herausforderungen bei Batterieleistung und Heizsystemen
Das Kernproblem liegt darin, dass die Heizsysteme der Elektro-Schulbusse Energie aus derselben Batterie beziehen, die auch den Antrieb des Fahrzeugs speist. Dies führt laut Elternberichten dazu, dass Busfahrer die Heizung reduzieren oder ganz ausschalten, um die Batteriereichweite für die gesamte Route zu gewährleisten. Die Kinder berichten, dass sie auf den Fahrten, die bis zu einer halben Stunde oder länger dauern können, frieren.
Der Lake Shore Central School District betreibt derzeit 23 Elektrobusse, zusätzlich zu 24 Benzinbussen und vier großen Dieselbussen. Die New York State Energy Research and Development Authority (NYSERDA) gibt auf ihrer Website an, dass Elektro-Schulbusse auch bei kaltem Wetter heizen können. Sie räumt ein, dass die Batteriereichweite bei Kälte abnehmen kann, aber dennoch für die meisten lokalen Busrouten ausreichend sei.
Pannen und Verspätungen im Winterbetrieb
Neben den Heizproblemen wurden auch Fälle von Pannen der Elektro-Schulbusse gemeldet. Mehrere Eltern berichteten von mindestens einem Vorfall, bei dem ein Bus unterwegs liegen blieb. Chris Lampman, ein besorgter Vater, schilderte, dass ein Bus auf seiner Route eine Panne hatte.
Daraufhin sei ein Ersatzbus eingesetzt worden, der jedoch mehr als 30 Minuten Verspätung hatte. Sein Sohn habe über 35 Minuten draußen gewartet. Solche Vorfälle werfen Fragen hinsichtlich der Zuverlässigkeit und Sicherheit der Schülerbeförderung auf, insbesondere angesichts der winterlichen Bedingungen im Bundesstaat New York.
Stellungnahme der Schulbehörde
Superintendent Phil Johnson vom Lake Shore Central School District äußerte sich in einer Erklärung gegenüber WIVB zu den Beschwerden. Er sei sich der Probleme bewusst und betonte, dass die Transportverfahren des Schulbezirks das Heizen vorschreiben. Johnson erklärte: "Alle Routen sind so geplant, dass die Batteriekapazität des Elektrobusses mehr als ausreichend ist, um sowohl die Route als auch eine kontinuierliche Heizung zu unterstützen, selbst bei Winterwetter."
Er fügte hinzu, dass der Bezirk sein Transportpersonal schätze und weiterhin Schulungen und Unterstützung anbiete, um die sichere Beförderung von Schülern und Personal zu gewährleisten. Johnson bedankte sich für die Bemühungen des Personals bei der Umstellung auf Elektrobusse, die vom Bundesstaat New York gefordert wird.
Breitere Betrachtung der Elektromobilität im Winter
Die aktuellen Herausforderungen in New York reihen sich ein in eine breitere Diskussion über die Leistung von Elektrofahrzeugen unter kalten Bedingungen. Berichte weisen darauf hin, dass Kälte die Reichweite von Elektrofahrzeugbatterien reduzieren und das Laden erschweren kann. Dies ist ein Faktor, der bei der landesweiten Umstellung auf Elektromobilität, wie sie in New York für Schulbusse mandatiert ist, berücksichtigt werden muss.