
NFL: Raiders-Anteil für $11,1 Mrd. verkauft, Dolphins erreichen Rekordwert
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Die National Football League hat jüngst bedeutende Transaktionen genehmigt, die die steigenden Bewertungen ihrer Teams unterstreichen. So wurde der Verkauf eines 7-prozentigen Anteils an den Las Vegas Raiders zu einer Bewertung von 11,1 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, während die Miami Dolphins mit einer Unternehmensbewertung von 12,5 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchstwert für NFL-Teams setzten. Diese Entwicklungen spiegeln den anhaltenden Boom im Profisport wider, angetrieben durch lukrative Medienrechte und strategische Investitionen.
Milliardenbewertung für die Las Vegas Raiders
Am Dienstag genehmigte die National Football League den Verkauf von 7% der Las Vegas Raiders. Kontrollierender Eigentümer Mark Davis veräußerte diesen Anteil an Egon Durban, Co-CEO von Silver Lake, und Michael Meldman, Gründer und Vorsitzender von Discovery Land Co. Die Transaktion bewertet die Las Vegas Raiders mit 11,1 Milliarden US-Dollar.
Im Rahmen des Deals zahlen die Käufer eine sogenannte "Flip Tax" von 10% an die NFL. Diese Klausel ist Teil der Umzugsvereinbarung, die die Raiders 2020 beim Wechsel von Oakland, Kalifornien, nach Las Vegas mit der Liga getroffen haben. Die "Flip Tax" von 10% gilt für Käufe von April 2022 bis März 2027.
Durban und Meldman sind keine neuen Investoren bei den Raiders; sie erwarben bereits im Dezember 2024 zusammen 15% des Teams zu einer Bewertung von 6,5 Milliarden US-Dollar, inklusive der damals ebenfalls fälligen 10% "Flip Tax". Zu den weiteren Minderheitsinvestoren gehören NFL-Legende und Kommentator Tom Brady, der im Oktober 2024 einstieg, sowie Tom Wagner und Richard Seymour. Laut CNBCs "Official NFL Team Valuations 2025" wurden die Raiders zuvor mit 9,3 Milliarden US-Dollar bewertet und belegten damit den vierten Platz unter den 32 Teams der Liga.
Weichenstellung für die Zukunft: Nachfolgeplan bei den Raiders
Neben dem Anteilsverkauf genehmigte die NFL am Mittwoch auch ein Vorkaufsrecht für Egon Durban. Sollte Mark Davis, der keine Erben hat und dessen Mutter Carol Davis vor fünf Monaten verstarb, seine kontrollierende Mehrheitsbeteiligung an den Las Vegas Raiders verkaufen wollen, hätte Durban das erste Zugriffsrecht. Mark Davis, 70, hat derzeit keine Absicht, seine Mehrheitsbeteiligung zu veräußern, doch die Liga bereitet sich auf eine mögliche Nachfolgeregelung vor.
Die Raiders befinden sich seit 1976 im Besitz der Familie Davis, als Al Davis die Kontrolle über das Team erwarb. Mark Davis übernahm die Führung nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2011. Das Finanzkomitee der NFL hatte die "Option Agreement" bereits im Vorfeld genehmigt.
Rekordbewertung bei den Miami Dolphins
Anfang des Monats wurde eine weitere bemerkenswerte Transaktion bekannt: Lin Bin, Mitbegründer und stellvertretender Vorsitzender von Xiaomi, erwarb einen 1-prozentigen Anteil an der Unternehmensgruppe, die die Miami Dolphins, das Hard Rock Stadium, den Formel 1 Crypto.com Miami Grand Prix und eine bedeutende Beteiligung am Miami Open Tennisturnier besitzt. Der Verkauf erfolgte durch Stephen Ross, den Mehrheitseigentümer, zu einer Bewertung von 12,5 Milliarden US-Dollar.
Diese Transaktion setzt einen neuen Höchstwert für die Bewertung von NFL-Teams und impliziert einen Wert von über 11 Milliarden US-Dollar allein für die Dolphins. Im September wurde das Team von CNBC noch mit 8,55 Milliarden US-Dollar bewertet und belegte den neunten Platz in der NFL. Stephen Ross lobte Lin Bin als "dynamischen und brillanten Unternehmer", dessen Investition es ermöglichen werde, das Wachstum der Dolphins und der anderen Immobilien weiter zu priorisieren und in die Region Südflorida zu investieren.
Der Boom der NFL-Teamwerte
Die Bewertungen der NFL-Teams steigen kontinuierlich an, ein Trend, der maßgeblich durch die Neuverhandlung von Medienrechteverträgen befeuert wird. Die Liga strebt erhebliche Steigerungen bei ihren Medienrechte-Deals an, bevor die aktuellen Verträge auslaufen. Bereits 2021 unterzeichnete die NFL einen 11-Jahres-Vertrag über 111 Milliarden US-Dollar für Medienrechte, der eine Ausstiegsklausel für die Liga nach der Saison 2029 für alle Medienpartner außer Disney enthält. Mit Disney kann die NFL nach der Saison 2030 aussteigen.
Aktuell verhandelt die NFL mit CBS über einen Deal, der eine Steigerung der Rechtegebühren für die Sonntagnachmittagsspiele von CBS um mindestens 50% auf über 3 Milliarden US-Dollar bedeuten könnte. Diese Entwicklung zeigt, wie attraktiv die NFL für Investoren ist und wie stark die Liga von ihren globalen Medienpartnerschaften profitiert. Im August wurden bereits die Cowboys mit 13 Milliarden US-Dollar, die Rams mit 10,5 Milliarden US-Dollar und die Giants mit 10,1 Milliarden US-Dollar bewertet, was die allgemeine Wertsteigerung im Liga-Umfeld verdeutlicht.