Nike im Fokus: Die "Dogs of the Dow"-Strategie und die Chance für Konträr-Investoren

Nike im Fokus: Die "Dogs of the Dow"-Strategie und die Chance für Konträr-Investoren

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Nike (NKE) gehört im Jahr 2026 zu den am stärksten abgestraften Blue-Chip-Namen. Für Konträr-Investoren, die der "Dogs of the Dow"-Strategie folgen, signalisiert dieser Rückgang einen potenziellen Einstiegspunkt in ein bewährtes Unternehmen mit einem langfristigen Turnaround.

Die "Dogs of the Dow"-Strategie erklärt

Die von Michael O'Higgins in "Beating the Dow" populär gemachte "Dogs of the Dow"-Strategie wählt zum Jahresende die zehn Komponenten des Dow Jones Industrial Average mit der höchsten Dividendenrendite aus. Diese werden für ein Jahr gehalten und anschließend neu gewichtet. Die Logik ist einfach: Eine hohe Dividendenrendite bei einer Blue-Chip-Aktie des Dow signalisiert typischerweise einen Kursrückgang und keine Dividendenkürzung. Dies schafft einen konträren Einstiegspunkt in Qualitätsunternehmen, die vorübergehend in Ungnade gefallen sind.

Es gibt zwei verfeinerte Varianten dieser Strategie: die "Small Dogs" (die fünf preisgünstigsten der zehn "Dogs") und ein bevorzugtes Vier-Aktien-Portfolio, das aus dieser Gruppe gezogen wird. Nike trat 2026 als einer der "Small Dogs" in Erscheinung, mit einem Startkurs von 63,71 US-Dollar und einer Rendite von 2,4 Prozent, und war auch in der Vier-Aktien-Variante enthalten.

Der aktuelle Fall für Nike

Seit Januar 2026 hat sich die These für Nike verstärkt. Wenn der Kurs fällt, steigt die Dividendenrendite. Beim aktuellen Kurs von 42,91 US-Dollar impliziert die annualisierte Dividende von 1,64 US-Dollar pro Aktie eine Rendite von fast 3,8 Prozent, was für Nike historisch hoch ist. Das Unternehmen hat seine Dividende seit 24 aufeinanderfolgenden Jahren erhöht, wobei die jüngste vierteljährliche Zahlung von 0,41 US-Dollar pro Aktie am 1. April 2026 erfolgte.

Über die Dividendenrendite hinaus stützen mehrere Signale den konträren Ansatz. Morningstar vergibt für Nike weiterhin ein "Wide Moat"-Rating, was auf einen breiten Wettbewerbsvorteil hindeutet. Zudem haben Direktoren ihre Überzeugung durch Käufe am offenen Markt gezeigt:

  • Direktor John Rogers Jr. erwarb am 9. April 2026 4.000 Aktien zu 43,34 US-Dollar.
  • Direktor Robert Holmes Swan kaufte am 7. April 2026 11.781 Aktien zu 42,44 US-Dollar.

Der Analystenkonsens liegt bei 19 Kaufempfehlungen gegenüber 18 Halte- und zwei Verkaufsempfehlungen, mit einem Konsens-Kursziel von 63,64 US-Dollar.

Management-Perspektive und Turnaround-Bemühungen

CEO Elliott Hill hat den Turnaround mit einer langfristigen Perspektive umrissen: "Das Camp Nou wird nicht für das nächste Spiel umgebaut. Es wird für die nächste Ära umgebaut. Genau so denke ich über die Arbeit, die wir bei NIKE leisten." Im dritten Quartal wuchs Nike Running um über 20 Prozent. Hill merkte an, dass das Unternehmen "bis zum Ende des Kalenderjahres unsere 'Win Now'-Maßnahmen abgeschlossen haben" werde.

Zu berücksichtigende Risiken

Die "Dogs of the Dow"-Strategie berücksichtigt Risiken im Preis. Nike steht vor realen Herausforderungen:

  • Die Bruttomargen sanken im dritten Quartal um 130 Basispunkte auf 40,2 Prozent.
  • Zölle verursachten einen Rückgang von 300 Basispunkten.
  • Die Einnahmen in Greater China gingen um 10 Prozent zurück.
  • Die Prognose für das vierte Quartal deutet auf weitere Herausforderungen hin.

Diese kurzfristigen Gegenwinde, wie Zolldruck und Umsatzrückgänge in China, spiegeln sich im Kursrückgang wider. Die "Dogs of the Dow"-Strategie zielt jedoch genau auf solche Erholungschancen bei bewährten Marken ab, die einen langfristigen Turnaround durchlaufen.

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