
Nike streicht 1.400 Stellen: Fokus auf Technologie und "Win Now"-Strategie
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Der Sportartikelgigant Nike hat eine weitere Runde von Stellenstreichungen bekannt gegeben, die rund 1.400 Positionen betreffen. Diese Maßnahmen, die hauptsächlich die Technologieabteilung des Unternehmens beeinflussen, sind Teil einer umfassenderen Neuausrichtung, um das Unternehmen für zukünftiges Wachstum zu positionieren. Betroffene Mitarbeiter werden ab Donnerstag benachrichtigt.
Nike setzt Stellenabbau fort
Die jüngsten Entlassungen bei Nike betreffen etwa 1.400 Rollen in den globalen Operationen, wobei der Großteil auf die Technologieabteilung entfällt. Dies wurde in einer Mitteilung von COO Venkatesh Alagirisamy kommuniziert. Die Kürzungen repräsentieren weniger als 2 % der gesamten globalen Belegschaft von Nike und erstrecken sich über Nordamerika, Asien und Europa.
Ein Sprecher von Nike erklärte, dass diese Schritte darauf abzielen, die Organisation besser auf das aktuelle Tempo des Sports auszurichten und das Wachstum zu beschleunigen. Alagirisamy betonte, dass dies keine neue Richtung sei, sondern die nächste Phase der bereits laufenden Arbeit.
Teil der "Win Now"-Strategie
Die Entlassungen sind ein integraler Bestandteil von Nikes umfassender "Win Now"-Turnaround-Strategie. Diese Strategie zielt darauf ab, das Technologie-Team neu zu gestalten, die Air-Fertigung zu modernisieren, Teile der Converse Footwear-Operationen zu verlagern und die Materiallieferkettenarbeit in die Lieferkettenteams für Schuhe und Bekleidung zu integrieren.
COO Venkatesh Alagirisamy äußerte sich zu den Auswirkungen: "Diese Reduzierungen sind sehr hart für die direkt betroffenen Teamkollegen und auch für die Teams um sie herum." Die strategischen Anpassungen sollen Nike dabei helfen, effizienter und zukunftsorientierter zu agieren.
Globale Auswirkungen und frühere Maßnahmen
Die aktuellen Kürzungen sind nicht die ersten in jüngster Zeit. Bereits im Januar kündigte Nike den Abbau von 775 Arbeitsplätzen an, hauptsächlich in seinen US-amerikanischen Distributionszentren. Diese Maßnahme war auf die Beschleunigung des Einsatzes von Automatisierung zurückzuführen und sollte zur Rückkehr zu "langfristigem, profitablem Wachstum" beitragen.
Zusätzlich dazu gab es bereits im letzten Sommer eine Runde von Kürzungen, die weniger als 1 % der Unternehmensmitarbeiter betrafen. Diese früheren Schritte waren ebenfalls Teil der Bemühungen, das Geschäft neu auszurichten und die Effizienz zu steigern.
Herausforderungen im Umsatz und Ausblick
CEO Elliott Hill arbeitet seit Jahren daran, Nike nach Phasen stagnierender Umsätze wieder auf Kurs zu bringen. Obwohl erste Fortschritte erzielt wurden, gab es auch Rückschläge. Im jüngsten Bericht zum dritten Geschäftsquartal warnte der Einzelhändler, dass die Umsätze für den Rest des Jahres voraussichtlich weiter sinken werden.
Ein wesentlicher Faktor hierfür ist ein erwarteter Rückgang von 20 % in China im aktuellen Quartal. Diese Prognose unterstreicht die Herausforderungen, denen sich Nike in wichtigen Märkten gegenübersieht, und erklärt die Notwendigkeit der aktuellen Umstrukturierungsmaßnahmen.