Nokia im Fokus: Wachstumschancen durch KI und 6G-Konnektivität

Nokia im Fokus: Wachstumschancen durch KI und 6G-Konnektivität

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In einem Marktumfeld, in dem viele der offensichtlichsten und überlaufenen Wachstumswerte als überkauft und überbewertet gelten, suchen Anleger nach Alternativen abseits der ausgetretenen Pfade. Nokia, das finnische Unternehmen mit einer reichen Geschichte, wird dabei als ein Kandidat für zukünftiges Wachstum im Kontext von Künstlicher Intelligenz (KI) und der nächsten Generation der drahtlosen Konnektivität gehandelt.

Nokias Wandel: Vom Mobiltelefon-Pionier zum Konnektivitäts-Anbieter

Nokia ist vielen noch als ehemaliges Schwergewicht im Mobiltelefonmarkt bekannt. Obwohl die Marke im Smartphone-Zeitalter von anderen Akteuren verdrängt wurde, ist Nokias Technologie weiterhin in zahlreichen mobilen Geräten zu finden. Das Unternehmen liefert heute eine breite Palette an Mobilfunk-Konnektivitätsausrüstung an Netzbetreiber und bietet drahtlose Konnektivitätshardware für Rechenzentren, Unternehmensstandorte und vernetzte Fabriken an. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz jedoch nur um 2 % im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine eher moderate Wachstumsrate hindeutet.

Die KI-Revolution und der Bedarf an 6G

Die Künstliche Intelligenz generiert und verarbeitet enorme Mengen digitaler Daten. Eine wachsende Herausforderung ist dabei der drahtlose Empfang und Versand dieser Daten, insbesondere für Anwendungen wie autonome Fahrzeuge, Roboter und Fernsensoren. Die aktuellen 5G-Netzwerke sind nicht in der Lage, die erwartete Flut an digitalen Daten zu bewältigen. Hier kommt die Notwendigkeit für eine neuere und leistungsfähigere Technologie ins Spiel: 6G-Konnektivität.

Nokia arbeitet bereits seit Längerem an drahtlosen Netzwerken der nächsten Generation, ebenso wie seine Wettbewerber. Das Unternehmen sieht sich jedoch für ein explosives Wachstum positioniert, das eng mit dem Aufkommen der KI verbunden ist.

Strategische Partnerschaft mit Nvidia

Ein bedeutender Erfolg für Nokia war die im Oktober bekannt gegebene Partnerschaft mit dem KI-Giganten Nvidia. Gemeinsam wollen die Unternehmen eine Radio Access Networking (RAN)-Plattform entwickeln. Diese Plattform soll durch KI angetrieben werden, um die kommende Datenflut zu bewältigen, die Nvidia maßgeblich mitgestaltet.

Das Potenzial dieses Marktes ist beträchtlich. Obwohl noch einige Jahre Entwicklungsarbeit erforderlich sind, prognostiziert Precedence Research, dass der weltweite Markt für KI-gestützte 6G-Drahtloskonnektivität bis 2035 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von fast 29 % wachsen wird. Nokia bereitet sich darauf vor, einen fairen Anteil dieses Wachstums zu sichern.

Marktbetrachtung und potenzielle Volatilität

Trotz der vielversprechenden Aussichten wird die Nokia-Aktie in absehbarer Zeit voraussichtlich keine einfache Anlage sein. Sie wird derzeit mit etwa dem 60-fachen des nachlaufenden Gewinns pro Aktie als "unangenehm teuer" eingeschätzt. Zudem werden die 6G-Konnektivitätsbemühungen erst in einigen Jahren "echte Früchte tragen". Anleger sollten sich daher auf eine potenziell volatile Kursentwicklung einstellen.

Im Vergleich dazu werden andere Technologieunternehmen wie Microsoft ebenfalls als attraktive Wachstumswerte betrachtet. Microsoft hat von der Integration von KI-Tools in seine Dienste wie Azure und Microsoft 365 profitiert, wobei der Umsatz der Microsoft Cloud im letzten Quartal um 26 % auf 51 Milliarden US-Dollar stieg. Auch Visa, ein führender Kreditkartenanbieter, wird aufgrund seiner hohen Margen und des Wachstums im Zahlungsverkehr als interessante Option genannt.