Norovirus-Rückruf: Muscheln und Austern in neun US-Staaten betroffen

Norovirus-Rückruf: Muscheln und Austern in neun US-Staaten betroffen

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Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat einen Rückruf für Manila-Muscheln und rohe Austern angekündigt. Hintergrund sind Bedenken hinsichtlich einer möglichen Kontamination mit Noroviren, einer hochansteckenden Infektion, die gemeinhin als "Magen-Darm-Grippe" bekannt ist. Die betroffenen Meeresfrüchte wurden in neun US-Staaten vertrieben, und die Behörden raten dringend vom Verzehr ab.

Umfangreicher Rückruf wegen Norovirus-Gefahr

Der Rückruf wurde von der FDA am Montag, dem 9. März 2026, bekannt gegeben, nachdem das Washington State Department of Health die Behörde am Mittwoch, dem 4. März 2026, über die Situation informiert hatte. Die FDA überwacht die Untersuchung weiterhin und wartet auf weitere Informationen zur Verteilung der Muscheln und Austern. Ziel ist es, die öffentliche Gesundheit zu schützen und die Ausbreitung der Norovirus-Infektion zu verhindern.

Betroffene Produkte und Vertriebswege

Der Rückruf umfasst spezifische Produkte von zwei Unternehmen, die in Drayton Harbor, Washington, geerntet wurden:

  • Manila-Muscheln: Diese wurden vom Lummi Indian Business Council (WA-0098-SS) zwischen dem 13. Februar und 3. März 2026 geerntet. Sie wurden an Restaurants und Lebensmitteleinzelhändler in neun Staaten verteilt: Arizona, Kalifornien, Florida, Georgia, Illinois, Nevada, New York, Oregon und Washington. Es ist möglich, dass die Muscheln auch in andere Staaten gelangt sind.
  • Rohe Austern: Diese wurden von der Drayton Harbor Oyster Company (WA-1723-SS) ebenfalls zwischen dem 13. Februar und 3. März 2026 geerntet. Die Austern wurden an Verbraucher im Bundesstaat Washington vertrieben.

Das Washington State Department of Health hat zudem eine Notfallschließung für die kommerzielle und private Ernte von Muscheln, Austern und Miesmuscheln in Drayton Harbor veranlasst, die voraussichtlich am 24. März wieder aufgehoben wird. Das DOH hat auch einen Rückruf für Austern und Muscheln herausgegeben, die zwischen dem 13. und 23. Februar aus Drayton Harbor geerntet wurden. Diese betroffenen Schalentiere wurden bei der Drayton Harbor Oyster Company in Blaine (zwischen dem 13. und 23. Februar) und am Bellingham Dockside Market (nur am Samstag, 21. Februar) verkauft.

Gesundheitsrisiken und Symptome

Noroviren können schwere Erkrankungen verursachen, selbst wenn die kontaminierten Lebensmittel normal aussehen, riechen und schmecken. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) weisen darauf hin, dass Noroviren hoch ansteckend sind und sich durch direkten Kontakt mit einer infizierten Person oder über kontaminierte Lebensmittel, Wasser und Gegenstände verbreiten können.

Typische Symptome einer Norovirus-Infektion sind:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Magenschmerzen
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen

Die Symptome treten in der Regel 12 bis 48 Stunden nach der Exposition auf und klingen meist innerhalb von ein bis drei Tagen ab. Während Menschen jeden Alters infiziert werden können, besteht für immungeschwächte Personen ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf. Eine schwere Dehydrierung kann die Folge sein, insbesondere bei kleinen Kindern, älteren Erwachsenen und Personen mit Vorerkrankungen. Symptome einer Dehydrierung umfassen vermindertes Wasserlassen, trockenen Mund und Rachen sowie Schwindel beim Aufstehen.

Empfehlungen für Verbraucher und Handel

Die FDA hat klare Anweisungen für den Umgang mit den potenziell kontaminierten Meeresfrüchten herausgegeben:

  • Restaurants und Lebensmitteleinzelhändler sollten die betroffenen Muscheln und Austern weder servieren noch verkaufen. Sie sind angewiesen, die Produkte zu entsorgen (in den Müll werfen) oder ihren Lieferanten zu kontaktieren, um die Vernichtung zu veranlassen. Zudem sollten sie sich der Gefahr von Kreuzkontaminationen bewusst sein und entsprechende Hygienemaßnahmen ergreifen.
  • Verbraucher sollten die genannten Produkte auf keinen Fall essen. Wer Symptome einer Erkrankung feststellt, sollte umgehend einen Arzt kontaktieren und die Symptome der örtlichen Gesundheitsbehörde melden. Das Kochen von Muscheln und Austern auf 145°F (ca. 63°C) wird generell empfohlen, um das Risiko von Krankheiten zu minimieren, da rohe Schalentiere das Krankheitsrisiko erheblich erhöhen.

Die Behörden betonen die Wichtigkeit dieser Maßnahmen, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und die Ausbreitung des Norovirus einzudämmen.