Novartis und Genentech klagen wegen illegalem Medikamentenimport aus Kanada

Novartis und Genentech klagen wegen illegalem Medikamentenimport aus Kanada

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Die Pharmariesen Novartis und Genentech haben eine Klage eingereicht, die ein "gefährliches Schema" zum illegalen Import ihres Allergiemedikaments Xolair aus Kanada in die USA aufdecken soll. Dieser Vorgang verstoße gegen die Vorschriften der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) und berge potenzielle Gesundheitsrisiken für Patienten.

Klage gegen "gefährliches Schema"

Novartis, einer der weltweit größten Pharmakonzerne, und Genentech, ein führendes Biotechnologieunternehmen, haben eine Zivilklage gegen SHARx, ein sogenanntes alternatives Finanzierungsprogramm (AFP), und eine kanadische Apotheke eingereicht. Die Klage, die am 2. Februar 2026 beim U.S. District Court in Michigan eingereicht wurde, betrifft den Import von Xolair, einem injizierbaren verschreibungspflichtigen Medikament für Patienten mit schwerem Asthma, Nahrungsmittelallergien und Atemwegserkrankungen, an ein Allergie- und Asthmazentrum in Michigan.

Die Kläger argumentieren, dass SHARx und die Apotheke, namentlich Campbell Heights Pharmacy in British Columbia, Kanada, gegen den Lanham Act verstoßen. Sie werfen ihnen vor, ahnungslosen US-Patienten Medikamente zur Verfügung zu stellen, die nicht von der FDA für die Anwendung in der US-Bevölkerung zugelassen sind. Zudem seien diese Medikamente nicht den sorgfältig entwickelten Qualitätskontrollmaßnahmen der Kläger unterzogen worden, welche die ordnungsgemäße Herstellung, Verpackung, Lagerung und den Versand gewährleisten sollen.

Risiken und regulatorische Bedenken

Laut der Klageschrift erfordern biologische Medikamente wie das US-amerikanische Xolair eine besondere Sorgfalt. Ihre komplexe Zusammensetzung und Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen bei Lagerung und Handhabung machen sie anfällig für Kontamination und Degradation, was ihre Sicherheit und Wirksamkeit beeinträchtigen könnte. Die Klage hebt zudem wesentliche Unterschiede zwischen kanadischem und US-amerikanischem Xolair für amerikanische Patienten hervor.

Das von den Klägern beschriebene Schema umgeht FDA-Vorschriften, die den Import nicht zugelassener Medikamente aus Übersee generell verbieten. Die Kläger fordern das Gericht auf, den weiteren Import des Medikaments zu unterbinden. Bundesbehörden haben bereits im vergangenen Jahr gegenüber CNBC erklärt, dass der Import von Medikamenten aus ausländischen Märkten illegal ist und Risiken für die Gesundheit der Patienten bergen könnte.

Hintergrund: Alternative Finanzierungsprogramme im Fokus

Die Klage folgt auf eine Untersuchung von CNBC, die eine wachsende Klasse von Unternehmen, sogenannte alternative Finanzierungsprogramme (AFPs), beleuchtete. Diese Programme versprechen, Patienten mit erschwinglicheren Optionen für den Zugang zu oft sehr teuren Medikamenten zu verbinden. AFPs sind in der Lage, die Medikamente aus Übersee zu einem erheblich reduzierten Preis zu beziehen. Der Fall Novartis AG und Genentech gegen SHARx und Campbell Heights Pharmacy ist derzeit noch anhängig.