Nvidia kauft KI-Chip-Startup Groq für 20 Mrd. Dollar: Rekord-Deal im KI-Markt

Nvidia kauft KI-Chip-Startup Groq für 20 Mrd. Dollar: Rekord-Deal im KI-Markt

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Nvidia hat sich bereit erklärt, das auf Hochleistungs-KI-Beschleunigerchips spezialisierte Startup Groq für rund 20 Milliarden US-Dollar in bar zu kaufen. Dies wäre die größte Akquisition in der Geschichte des Chipherstellers und unterstreicht Nvidias aggressive Strategie im boomenden Markt für künstliche Intelligenz. Die Transaktion, die Groqs Hochleistungs-KI-Beschleunigerchips umfasst, wurde von Alex Davis, CEO von Disruptive, bestätigt.

Nvidia tätigt Rekordübernahme im KI-Sektor

Der Chiphersteller Nvidia hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Groq, einem Entwickler von Hochleistungs-KI-Beschleunigerchips, für etwa 20 Milliarden US-Dollar in bar getroffen. Diese Information stammt von Alex Davis, CEO von Disruptive, dessen Firma die jüngste Finanzierungsrunde des Startups anführte. Die Akquisition übertrifft Nvidias bisher größte Übernahme, den Kauf des israelischen Chipdesigners Mellanox im Jahr 2019 für knapp 7 Milliarden US-Dollar.

Die Transaktion umfasst alle Vermögenswerte von Groq, jedoch ist das noch junge Groq-Cloud-Geschäft nicht Teil des Deals. Groq wurde von Nvidia angesprochen und verfolgte zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme keinen Verkauf. Colette Kress, Nvidias Finanzchefin, lehnte eine Stellungnahme zu der Transaktion ab.

Groq: Ein aufstrebender Akteur im KI-Chip-Markt

Groq wurde 2016 von einer Gruppe ehemaliger Ingenieure gegründet, darunter Jonathan Ross, der heutige CEO. Ross war einer der Entwickler von Googles Tensor Processing Unit (TPU), einem kundenspezifischen Chip, der von einigen Unternehmen als Alternative zu Nvidias Grafikprozessoren (GPUs) genutzt wird. Groq hat sich auf die Produktion von KI-Inferenzchips spezialisiert, die darauf ausgelegt sind, vortrainierte Modelle zu optimieren und die Beschleunigung von Aufgaben im Zusammenhang mit großen Sprachmodellen zu verbessern.

Für das laufende Jahr strebt Groq einen Umsatz von 500 Millionen US-Dollar an, angetrieben durch die stark steigende Nachfrage nach KI-Beschleunigerchips. Das Unternehmen listete bei seiner ersten SEC-Einreichung im Jahr 2016, die eine Kapitalbeschaffung von 10,3 Millionen US-Dollar ankündigte, Ross und Douglas Wightman als Hauptverantwortliche auf.

Finanzielle Details und Investoren

Groq hatte erst vor drei Monaten, im September, eine Finanzierungsrunde über 750 Millionen US-Dollar abgeschlossen, die das Unternehmen mit rund 6,9 Milliarden US-Dollar bewertete. Dies bedeutete eine mehr als Verdopplung der Bewertung von 2,8 Milliarden US-Dollar im August des Vorjahres. Zu den Investoren dieser Runde zählten namhafte Firmen wie Blackrock und Neuberger Berman, sowie Samsung, Cisco, Altimeter und 1789 Capital, wo Donald Trump Jr. Partner ist.

Disruptive, die Firma von Alex Davis, hat seit der Gründung von Groq im Jahr 2016 über eine halbe Milliarde US-Dollar in das Startup investiert. Der Deal kam laut Davis schnell zustande.

Nvidias Strategie und Marktumfeld

Nvidia verfügt über beträchtliche finanzielle Mittel, die Ende Oktober 60,6 Milliarden US-Dollar an Barmitteln und kurzfristigen Anlagen betrugen, ein deutlicher Anstieg gegenüber 13,3 Milliarden US-Dollar Anfang 2023. Diese Liquidität ermöglicht es dem Chiphersteller, seine Investitionen in Chip-Startups und das breitere Ökosystem zu intensivieren.

Das Unternehmen hat bereits in KI- und Energieinfrastrukturunternehmen wie Crusoe, den KI-Modellentwickler Cohere investiert und seine Beteiligung an CoreWeave erhöht. Zudem beabsichtigte Nvidia im September, bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, wobei eine formelle Vereinbarung noch aussteht. Im selben Monat kündigte Nvidia eine Investition von 5 Milliarden US-Dollar in Intel im Rahmen einer Partnerschaft an.

Der Markt für KI-Chips ist hart umkämpft. Ein weiteres Startup, Cerebras Systems, das ebenfalls im KI-Boom an Bedeutung gewonnen hat, zog im Oktober seinen IPO-Antrag zurück, nachdem es in einer Finanzierungsrunde über 1 Milliarde US-Dollar eingesammelt hatte.

Ausblick und offene Fragen

Groq wird voraussichtlich noch am Mittwoch seine Investoren über die Vereinbarung informieren. Die schnelle Abwicklung des Deals unterstreicht die Dynamik und den Wettbewerbsdruck im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Die Übernahme von Groq durch Nvidia könnte die Position des Chipherstellers als dominierender Akteur im KI-Markt weiter festigen und gleichzeitig die Entwicklung von Alternativen zu Nvidias eigenen Produkten beeinflussen.

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