Nvidia-Rallye: JPMorgan warnt vor Wiederholung des Vorjahreserfolgs

Nvidia-Rallye: JPMorgan warnt vor Wiederholung des Vorjahreserfolgs

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Die Nvidia-Aktie (NVDA) hat im April eine beeindruckende Rallye hingelegt, doch ein Stratege von JPMorgan dämpft die Erwartungen an eine Wiederholung des Vorjahreserfolgs. Während der Halbleitersektor insgesamt von starker Nachfrage profitiert, könnte sich die Marktführerschaft breiter aufstellen.

JPMorgan dämpft Erwartungen an Nvidia

Mislav Matejka, Stratege bei JPMorgan, gießt in einer aktuellen Notiz etwas kaltes Wasser auf die explosive Entwicklung des KI-Chipherstellers Nvidia. Er äußerte sich zwar "wohlwollend gegenüber einer anhaltenden Outperformance der Mag-7" und bekräftigte die Übergewichtung von Halbleiteraktien.

Matejka glaubt jedoch, dass sich die allgemeine Marktführerschaft verbreitern und nicht dem Verhalten des letzten Jahres entsprechen wird. Im Jahr 2023 erholte sich Nvidia nach einer Schwäche im ersten Quartal um 120 % in den folgenden sechs Monaten. Die Aktie zeigte auch im ersten Quartal dieses Jahres Schwäche und ist seit den Tiefstständen um etwa 20 % gestiegen. Obwohl dies ermutigend sei, so Matejka, seien die Bedingungen für eine Wiederholung der hyperkonzentrierten Rallye des letzten Jahres nicht gegeben.

Der Halbleitersektor im Höhenflug

Der Philadelphia Semiconductor Sector Index (SOXX), an der Wall Street besser bekannt als SOX, ist im April um beeindruckende 9 % gestiegen. Dieser kapitalisierungsgewichtete Index setzt sich aus den 30 größten US-Unternehmen zusammen, die in den Bereichen Design, Vertrieb, Herstellung und Verkauf von Halbleitern tätig sind.

Der SOX wird von einigen Megacap-Namen dominiert, die das Fundament für den globalen Aufbau künstlicher Intelligenz bilden. Die vier größten Gewichtungen im Index sind, von höchster zu niedrigster:

Diese vier Chip-Unternehmen haben im April deutliche Kursgewinne verzeichnet. Der Speicherchiphersteller Micron ist um 37 % gestiegen, Broadcom um 35 %, AMD um 25 % und Nvidia um 19 %.

Treiber der aktuellen Chip-Nachfrage

Neben dem reinen Momentum hat der Halbleitersektor kürzlich eine Reihe positiver Nachrichten erhalten. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) lieferte trotz kriegsbedingter Unsicherheiten einen starken Start ins Jahr.

Der Umsatz von Taiwan Semiconductor stieg im ersten Quartal um 35 % gegenüber dem Vorjahr auf einen Rekordwert von 1,134 Billionen New Taiwan-Dollar (etwa 35,6 Milliarden US-Dollar). Dies war das erste Mal, dass die Quartalsumsätze des Foundry-Giganten die Billionen-Dollar-Schwelle in lokaler Währung überschritten. Die Ergebnisse übertrafen die obere Grenze der eigenen Prognose erheblich. Die Verkäufe im März stiegen um 45 % auf rund 13 Milliarden US-Dollar, was darauf hindeutet, dass der KI-Superzyklus in einen noch höheren Gang schaltet. Die TSMC-Aktie ist im April um 21 % gestiegen.

Auch die jüngsten Quartalsergebnisse von Intel (INTC) waren positiv, wobei CEO Lip-Bu Tan eine Stärke bei der Nachfrage nach KI-Chips signalisierte.

Ausblick: Historie vs. Realität

Historische, datengestützte Prognosen wie die von JPMorgan sind immer heikel, da sie auf vergangenen Ereignissen basieren. Die Realität ist, dass es kurzfristig schwer sein wird, die Nvidia-Bullen zu erschüttern.

Investoren haben seit den Markttiefs im März stark in Halbleiteraktien investiert, was angesichts der starken Nachfragesignale aus den Quartalsberichten von Taiwan Semiconductor und Intel gerechtfertigt erscheint.

Erwähnte Persönlichkeiten