Ölaktien im Fokus: Chevron und Occidental Petroleum im direkten Vergleich

Ölaktien im Fokus: Chevron und Occidental Petroleum im direkten Vergleich

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Die Ölpreise haben in diesem Jahr einen bemerkenswerten Anstieg erlebt. Brent Öl, der globale Referenzwert, ist um über 75 % auf mehr als 105 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Gleichzeitig kletterte WTI, der primäre US-Ölpreis-Benchmark, auf fast 95 US-Dollar pro Barrel.

Dieser rasante Anstieg der Ölpreise, der auf den Krieg mit Iran zurückgeführt wird, lässt viele Anleger über die Attraktivität von Ölaktien nachdenken. Ein direkter Vergleich zwischen Chevron (NYSE: CVX) und Occidental Petroleum (NYSE: OXY) kann hierbei Orientierung bieten.

Ölpreise im Höhenflug: Ein Blick auf den Energiemarkt

Der globale Energiemarkt ist in Bewegung, getrieben von geopolitischen Ereignissen, die die Rohölpreise in die Höhe schnellen lassen. Brent Öl hat die Marke von 105 US-Dollar pro Barrel überschritten, während WTI sich der 95-US-Dollar-Marke nähert. Diese Entwicklung stellt die Frage in den Raum, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Investment in Ölaktien ist.

Chevron und Occidental Petroleum: Ähnlich und doch verschieden

Sowohl Chevron als auch Occidental Petroleum sind weltweit tätige Öl- und Gasproduzenten. Chevron zeichnet sich durch sehr ausgewogene Operationen aus. Das Unternehmen produzierte im letzten Jahr 3,7 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag (BOE/d), wobei sich die Produktion ungefähr gleichmäßig auf die USA und internationale Aktivitäten verteilte. Die Produktion stieg im vergangenen Jahr um 12 %, angetrieben durch kürzlich abgeschlossene Expansionsprojekte und die Akquisition von Hess.

Occidental Petroleum hingegen produzierte im letzten Jahr fast 1,5 Millionen BOE/d, wobei 84 % der Produktion aus den US-Operationen stammten. Dieser Unterschied ist im aktuellen Umfeld bemerkenswert, da Chevron eine größere Exposition gegenüber dem höheren Brent Öl aufweist.

Integrierte Strategie vs. Spezialisierung

Chevrons größere internationale Operationen sind nicht der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Energieunternehmen. Chevron ist ein integriertes Energieunternehmen. Seine Upstream-Öl- und Gasproduktion fließt durch eigene Midstream-Transportanlagen zu den Downstream-Raffinerie- und Chemiebetrieben. Diese Integration ermöglicht es dem Unternehmen, den Wert seiner Produktion zu maximieren und die Auswirkungen der Rohstoffpreisvolatilität abzufedern.

Occidental Petroleum ist hingegen deutlich weniger integriert. Das Unternehmen verkaufte seine Chemiesparte OxyChem Anfang dieses Jahres für 9,7 Milliarden US-Dollar in bar an Berkshire Hathaway. Berkshire Hathaway hält übrigens Anteile an beiden Unternehmen, die seine viert- bzw. sechstgrößten Beteiligungen darstellen.

Flexibilität und Wachstumsaussichten

Occidental Petroleum konzentriert sich hauptsächlich auf das Bohren unkonventioneller Quellen in den USA. Diese Bohrmethoden ermöglichen es dem Unternehmen, schnell auf Rohstoffpreise zu reagieren und die Anzahl der Bohrungen flexibel anzupassen. Der Nachteil dieser Strategie ist jedoch eine geringere Visibilität hinsichtlich des Wachstums.

Occidentals ursprünglicher Plan für 2026 sieht eine Kürzung der Investitionsausgaben um 550 Millionen US-Dollar vor, um gerade genug zu investieren, um die Produktion um 1 % zu steigern. Bei höheren Ölpreisen könnte das Wachstum schneller ausfallen, während bei niedrigeren Ölpreisen die Produktion stabil gehalten werden könnte.