Ölpreise fallen nach Trumps Iran-Kommentaren um 3 Prozent

Ölpreise fallen nach Trumps Iran-Kommentaren um 3 Prozent

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Die globalen Ölpreise haben am Donnerstag einen deutlichen Rückgang verzeichnet, nachdem Äußerungen von US-Präsident Donald Trump die Befürchtungen eines bevorstehenden US-Militärschlags gegen den Iran zerstreuten. Diese Deeskalation führte zu einer Entspannung an den Rohölmärkten, die zuvor von geopolitischen Spannungen geprägt waren.

Ölpreise reagieren auf Deeskalation

Die Futures für Brent Rohöl, der globalen Benchmark, fielen um 2,8 Prozent oder 1,87 US-Dollar und schlossen bei 64,63 US-Dollar pro Barrel. Gleichzeitig verlor Front-Month West Texas Intermediate (WTI) Rohöl 1,79 US-Dollar oder 2,9 Prozent und notierte bei 60,23 US-Dollar pro Barrel. Der Rückgang um rund 3 Prozent erfolgte, nachdem Trumps Kommentare die Sorge vor einer militärischen Eskalation beruhigten.

Trumps Äußerungen zu Iran

US-Präsident Trump erklärte am Mittwoch gegenüber Reportern, er sei von "sehr wichtigen Quellen" im Iran darüber informiert worden, dass "das Töten aufgehört hat". Er fügte hinzu: "Es gibt keine Pläne für Hinrichtungen, das wurde mir aus guter Quelle gesagt." Das Weiße Haus werde die weitere Entwicklung der Situation beobachten. Diese Aussagen wurden von den Märkten als Signal gewertet, dass die USA möglicherweise von einer militärischen Reaktion absehen könnten, wie Jim Reid von der Deutschen Bank am Donnerstagmorgen kommentierte.

Hintergrund der Spannungen

Die Äußerungen Trumps stehen im Kontext massiver Unruhen im Iran, die Berichten zufolge von den Sicherheitskräften der Islamischen Republik gewaltsam niedergeschlagen wurden, wobei Hunderte von Menschen getötet worden sein sollen. Trump hatte wiederholt gedroht, einzugreifen, falls Zivilisten vom Staat getötet oder hingerichtet würden.

Vorherige Marktreaktionen und Warnungen

Zuvor waren die Ölpreise am Dienstag gestiegen, nachdem Trump Treffen mit iranischen Beamten abgesagt und den Demonstranten "Hilfe ist unterwegs" versprochen hatte. Die Gewinne weiteten sich am Mittwoch aus, da die Besorgnis über einen drohenden US-Angriff auf das Land zunahm. Diese Ängste wurden durch Berichte verstärkt, wonach Personal aus der US-Militärbasis Al Udeid in Katar abgezogen wurde, wie Reuters meldete. Auch die BBC berichtete über die Verlegung britischen Personals. Die US-Regierung hatte bereits am Dienstag eine Reisewarnung herausgegeben und US-Bürger aufgefordert, den Iran auf dem Landweg nach Armenien oder in die Türkei zu verlassen.

  • "Verlassen Sie den Iran jetzt."
  • "Haben Sie einen Plan für die Ausreise aus dem Iran, der nicht auf die Hilfe der US-Regierung angewiesen ist."
  • "Wenn Sie nicht abreisen können, suchen Sie einen sicheren Ort in Ihrer Wohnung oder einem anderen sicheren Gebäude. Halten Sie einen Vorrat an Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und anderen wichtigen Gütern bereit."

Markteinschätzung durch Experten

Jim Reid von der Deutschen Bank merkte an, dass trotz der aktuellen Entspannung eine "anhaltende Vorsicht" auf den Märkten bestehe, nicht zuletzt angesichts des unerwarteten Zeitpunkts von US-Angriffen auf den Iran im Juni 2025. Er betonte, dass Brent Rohöl immer noch deutlich über seinen Tiefstständen von unter 60 US-Dollar pro Barrel der letzten Woche liege, Trumps Kommentare jedoch einen klaren Einfluss gehabt hätten. Reid hob zudem hervor, dass der Iran mit einer Produktion von 4 Prozent der weltweiten Gesamtmenge im Jahr 2023 ein bedeutenderer Ölproduzent als Venezuela sei, weshalb Entwicklungen dort das Potenzial für weitreichendere Auswirkungen auf den Ölmarkt hätten.

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