Ölpreise und Aktienmarkt: Kudlows Sicht auf Hormuz und die US-Wirtschaft

Ölpreise und Aktienmarkt: Kudlows Sicht auf Hormuz und die US-Wirtschaft

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Nach jüngsten Äußerungen von Präsident Trump zur militärischen Lage im Nahen Osten reagierten die globalen Finanzmärkte umgehend. Die Ölpreise fielen deutlich, während die Aktienmärkte einen Aufschwung erlebten. Larry Kudlow, ein prominenter politischer Kommentator, bewertet diese Entwicklungen und die geopolitische Situation.

Marktreaktion auf Trumps Äußerungen

Präsident Trump erklärte am Nachmittag, dass der Krieg "ziemlich vollständig" sei und die Gegenseite "keine Marine, keine Kommunikation, keine Luftwaffe" besitze. Er betonte zudem, dass die USA "sehr weit" vor dem ursprünglich geschätzten Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen lägen.

Kurz nach dieser Erklärung fiel der Ölpreis auf 85 Dollar pro Barrel, nachdem er zuvor am Tag die Marke von 100 Dollar überschritten hatte. Gleichzeitig stiegen die Aktienmärkte um mehr als 200 Punkte.

Larry Kudlows Einschätzung der Lage

Larry Kudlow äußerte sein Vertrauen in Präsident Trumps anfängliche Einschätzungen, die er als "hervorragend" bezeichnete. Er sieht die aktuellen Ereignisse in einer Reihe mit historischen Wendepunkten, wie dem Fall der Berliner Mauer unter Präsident Reagan oder dem Ende des Faschismus im Zweiten Weltkrieg unter FDR.

Kudlow vergleicht Trumps Vorgehen mit dem Ende des IS in seiner ersten Amtszeit und nun mit dem "Ende des barbarischen Terrorstaates Iran", um dessen "47-jährigen ewigen Krieg gegen Amerika" zu beenden. Er bezeichnet einen "temporären Anstieg der Benzinpreise" als einen "sehr kleinen Preis", um "weltbewegende Ergebnisse" zu erzielen.

Die Rolle der Straße von Hormuz und globale Ölversorgung

Die Straße von Hormuz spielt eine zentrale Rolle für die globale Ölversorgung. Kudlow weist darauf hin, dass ein Ausfall eines Fünftels der Ölproduktion aufgrund einer Blockade der Straße von Hormuz zu einer "katastrophalen Lage" führen würde.

Laut OPEC-Daten lag die weltweite Ölproduktion im dritten Quartal 2025 bei 106,3 Millionen Barrel pro Tag, was über der weltweiten Ölnachfrage von 105,5 Millionen Barrel pro Tag lag. Präsident Trump beabsichtigt, die Straße von Hormuz rasch wieder zu öffnen, unterstützt durch Rückversicherungsgarantien und den Schutz der US Navy. Kudlow schätzt, dass dies "wahrscheinlich eine Woche oder zwei, vielleicht weniger" dauern wird.

Wirtschaftliche Prognosen und Kudlows Skepsis

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts zeigt sich Kudlow skeptisch gegenüber zahlreichen Schätzungen zu Inflation, Rezession oder Stagflation. Er hält diese für wenig vertrauenswürdig, da die Dauer des Krieges "unbekannt" sei.

Kudlow geht jedoch davon aus, dass der Konflikt nicht sechs oder zwölf Monate oder länger dauern wird. Daher hält er detaillierte Schätzungen für unnötig.

Ausblick für Investoren und die US-Wirtschaft

Larry Kudlow ist überzeugt, dass der Iran die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz nicht verhindern wird. Sollte dies doch versucht werden, würde dies die Lage für den Iran "noch katastrophaler" machen. Er betont: "Hormuz wird die Geschichte nicht aufhalten."

Investoren sollten laut Kudlow "durch diesen Krieg hindurchblicken" und die "enorme Prosperität" sehen, die danach folgen werde. Er fordert die arbeitende Bevölkerung Amerikas auf, die "Größe Amerikas" zu feiern. Eine Rasmussen-Umfrage zeigte eine Zustimmungsrate von 52 Prozent.

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