OpenAI IPO: Sam Altman "0% begeistert" trotz Billionen-Bewertung

OpenAI IPO: Sam Altman "0% begeistert" trotz Billionen-Bewertung

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OpenAI, das führende Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, bereitet sich auf einen möglichen Börsengang vor, der zu den größten der Geschichte zählen könnte. Trotz der Aussicht auf eine enorme Kapitalbeschaffung äußert sich CEO Sam Altman überraschend zurückhaltend über seine Rolle an der Spitze eines börsennotierten Unternehmens.

OpenAI vor Mega-IPO? CEO Sam Altman mit gemischten Gefühlen

Die Gerüchteküche brodelt: OpenAI könnte vor einem Initial Public Offering (IPO) stehen, das das Unternehmen laut einem Bericht des Wall Street Journal auf 830 Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Eine noch ehrgeizigere Schätzung von Reuters im Oktober, basierend auf drei Quellen, spricht sogar von einer Bewertung von bis zu 1 Billion US-Dollar. Finanzchefin Sarah Friar soll dem Reuters-Bericht zufolge ein Listing im Jahr 2027 anstreben, mit einer möglichen IPO-Anmeldung Ende 2026.

Sam Altman selbst zeigte sich in einer Episode des "Big Technology Podcast" wenig begeistert von der Vorstellung, ein börsennotiertes Unternehmen zu leiten. "Bin ich begeistert, CEO eines börsennotierten Unternehmens zu sein? 0%", sagte Altman. Er fügte hinzu: "Bin ich begeistert, dass OpenAI ein börsennotiertes Unternehmen wird? In gewisser Weise ja, und in gewisser Weise fände ich es wirklich nervig." Altman äußerte sich nicht dazu, ob sein KI-Unternehmen im nächsten Jahr an die Börse gehen würde oder zu Details über Fundraising oder die Unternehmensbewertung.

Altman räumte ein, dass ein Börsengang nicht nur Nachteile hätte, obwohl börsennotierte Unternehmen oft stärkerer Kontrolle, größerer regulatorischer Aufsicht und geringerem Einfluss der Gründer unterliegen. Er betonte: "Ich finde es cool, dass die öffentlichen Märkte an der Wertschöpfung teilhaben können." Er merkte auch an, dass OpenAI im Vergleich zu früheren Unternehmen "sehr spät an die Börse gehen" würde und dass es "wunderbar ist, ein privates Unternehmen zu sein."

Strategische Neuausrichtung und Kapitalbedarf

Ein Börsengang würde OpenAI den Weg ebnen, die Milliarden von Dollar zu beschaffen, die für den Wettbewerb im rasanten KI-Rennen erforderlich sind. Das 2015 als gemeinnützige Organisation gegründete Unternehmen vollzog im Oktober eine komplexe Umstrukturierung, die es in ein traditionelleres gewinnorientiertes Unternehmen umwandelte. Diese Umstrukturierung sicherte der gemeinnützigen Organisation, die das Unternehmen kontrolliert, eine Beteiligung von 130 Milliarden US-Dollar.

Zudem erhielt Microsoft eine reduzierte Beteiligung von 27 % am Unternehmen sowie erweiterten Forschungszugang. Gleichzeitig ermöglichte die Umstrukturierung OpenAI, Vereinbarungen mit anderen Cloud-Computing-Partnern zu treffen. Altman erklärte, dass das Unternehmen "viel Kapital benötigt" und "irgendwann alle Aktionärsgrenzen überschreiten" wird.

Der "Code Red": Ein Zeichen des Wettbewerbsdrucks

Die Dringlichkeit von OpenAI, mit Rivalen zu konkurrieren, wurde Anfang des Monats deutlich, als Altman in einem internen Memo einen "Code Red" ausrief. Dies geschah nach dem starken Interesse, das Google mit der Einführung seines neuen Gemini 3-Modells innerhalb nur eines Tages weckte – laut Google die schnellste Bereitstellung eines Modells in der Google-Suche. Altmans "Code Red" war ein achtwöchiges Mandat, die eigenen Anstrengungen von OpenAI zu verdoppeln und andere Initiativen, wie Werbung und die Erweiterung von E-Commerce-Angeboten, vorübergehend zu verschieben.

Diese Blitzaktion scheint sich auszuzahlen: Letzte Woche brachte OpenAI sein neues GPT-5.2-Modell auf den Markt, und Anfang dieser Woche wurde ein neues Bildgenerierungsmodell veröffentlicht, das mit Googles Nano Banana konkurrieren soll. Fidji Simo, CEO of Applications bei OpenAI, erklärte, das Update sei keine direkte Reaktion auf Googles Gemini 3 gewesen, aber die zusätzlichen Ressourcen aus dem "Code Red" hätten dessen Debüt beschleunigt.

"Code Reds" als neue Normalität im KI-Wettlauf

Während OpenAI versucht, das verlangsamte Nutzerwachstum anzugehen und Marktanteile gegenüber Wettbewerbern zu halten und auszubauen, räumte Altman ein, dass ein "Code Red" kein einmaliges Phänomen sein wird. Dieses Modell des umfassenden Einsatzes wurde bereits von Google und auch von Meta während der extremeren "Lockdown"-Phasen von Facebook angewendet. Altman spielte die Bedeutung eines "Code Red" herunter und beschrieb es als ein fokussiertes, aber nicht panisches Arbeitsumfeld, was auch Quellen gegenüber Fortune bestätigten.

"Ich denke, es ist gut, paranoid zu sein und schnell zu handeln, wenn eine potenzielle Wettbewerbsbedrohung auftaucht", sagte Altman. "Das ist uns in der Vergangenheit passiert. Das ist Anfang dieses Jahres mit DeepSeek passiert. Und auch damals gab es einen Code Red." Altman verglich die Dringlichkeit eines "Code Red" mit dem Beginn einer Pandemie, wo frühzeitige Maßnahmen einen überproportionalen Einfluss auf das Ergebnis haben. Er erwartet, dass "Code Reds" zur Norm werden, da das Unternehmen hofft, Abstand zu Konkurrenten wie Google und DeepSeek zu gewinnen.

"Meine Vermutung ist, dass wir diese ein- oder zweimal im Jahr machen werden, für eine lange Zeit, und das ist Teil davon, um sicherzustellen, dass wir in unserem Bereich gewinnen", so Altman. "Viele andere Unternehmen werden auch großartige Arbeit leisten, und ich freue mich für sie."

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