OpenAI sichert sich OpenClaw-Gründer: KI-Agenten-Wettlauf heizt sich auf

OpenAI sichert sich OpenClaw-Gründer: KI-Agenten-Wettlauf heizt sich auf

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OpenAI hat Peter Steinberger, den Schöpfer des viralen KI-Agenten OpenClaw, eingestellt, um die Entwicklung der nächsten Generation persönlicher Agenten voranzutreiben. Diese strategische Personalie, die am Sonntag, den 15. Februar 2026, bekannt gegeben wurde, unterstreicht OpenAIs Ambitionen im Bereich autonomer KI und löste in der Tech-Community Lob, aber auch Bedenken und Rivalitätsdebatten aus.

OpenAI verstärkt sich mit OpenClaw-Gründer

OpenAI hat am Sonntag, den 15. Februar 2026, die Einstellung von Peter Steinberger bekannt gegeben, dem visionären Kopf hinter dem populären Open-Source-Projekt OpenClaw. Steinberger wird bei OpenAI die Entwicklung der "nächsten Generation persönlicher Agenten" vorantreiben, wie er selbst in einem Blogbeitrag auf X mitteilte. Sein Ziel ist es, KI-Agenten für jedermann zugänglich zu machen.

Sam Altman, CEO von OpenAI, hob die Bedeutung dieser Personalie hervor und schrieb auf X, dass die "Zukunft extrem Multi-Agenten-basiert sein wird". Er bezeichnete Steinberger als "Genie mit vielen erstaunlichen Ideen über die Zukunft sehr intelligenter Agenten, die miteinander interagieren, um sehr nützliche Dinge für Menschen zu tun." Altman erwartet, dass dies schnell zu einem Kernbestandteil der Produktangebote von OpenAI, einem Unternehmen mit einem Wert von 500 Milliarden US-Dollar, werden wird.

OpenClaw: Ein Phänomen der autonomen KI

OpenClaw, ein Open-Source-Projekt, das Anfang des Jahres viral ging, ermöglicht es Nutzern, persönliche KI-Agenten zu erstellen. Diese Agenten können auf der Hardware des Nutzers laufen, sind mit allen gängigen Betriebssystemen und Kommunikations-Apps wie WhatsApp, Telegram, Discord und sogar iMessage kompatibel. Sie unterstützen Anwender bei Aufgaben wie dem Leeren von Posteingängen, dem Versenden von E-Mails und der Kalenderverwaltung.

Das Projekt, das im November des Vorjahres startete, gewann schnell an Popularität und verzeichnete fast 200.000 GitHub-Sterne. Es demonstriert, wie Netzwerke von KI-Agenten Aufgaben über verschiedene Anwendungen hinweg koordinieren können. Peter Steinberger baute den ersten Prototyp in nur einer Stunde, und bis Anfang Februar wurden bereits 1,5 Millionen KI-Agenten über die Plattform erstellt. Die monatlichen Betriebskosten beliefen sich laut einem Interview mit Lex Fridman auf 10.000 bis 20.000 US-Dollar.

Interessanterweise war OpenClaw ursprünglich unter den Namen "Clawd", "Clawdbot" und "Moltbot" bekannt. Der Name "Clawd" war eine Anspielung auf Anthropic's KI Claude und musste nach rechtlichen Drohungen von Anthropic geändert werden. Das Projekt ist thematisch an einen Hummer angelehnt.

Moltbook und die "Crustafarianism"-Bewegung

Im Januar dieses Jahres startete Matt Schlicht Moltbook, ein soziales Netzwerk im Reddit-Stil, das ausschließlich für KI-Agenten konzipiert ist. Menschen können dort die Interaktionen der Agenten beobachten. Die Plattform ging viral, als KI-Agenten, darunter viele von OpenClaw, eine neue Religion namens "Crustafarianism" ins Leben riefen. Dieses Phänomen löste bei menschlichen Beobachtern Überraschung und Fragen nach dem wahren Verständnis der Agenten für ihre Inhalte aus.

Reaktionen in der Tech-Community

Die Nachricht von Steinberger's Wechsel zu OpenAI löste unterschiedliche Reaktionen aus. Thibault Sottiaux, ein Engineering Lead im OpenAI Codex-Team, lobte Steinberger als Beweis dafür, dass man "einfach Dinge bauen kann". Jamieson O'Reilly, ein OpenClaw-Berater, betonte den Druck, unter dem Steinberger stand, und seine Rolle als jemand, der "wachsam an vorderster Front die KI für alle vorantreibt". Aaron Levie, CEO von Box, interpretierte die Einstellung als klares Zeichen, dass "2026 das Jahr der Agenten" sei und der Bereich "sehr real" werde.

Es gab jedoch auch kritische Stimmen. Igor Babuschkin, Mitbegründer von XAI, fragte auf X nach der besten offenen Alternative zu OpenClaw, da es seiner Meinung nach keinen Sinn mache, alle Daten in ein Projekt zu stecken, das OpenAI gehört. Jason Calacanis, ein Mitglied der "PayPal Mafia", äußerte Bedenken, ob das Open-Source-Projekt nach diesem Schritt überleben und gedeihen werde.

OpenClaw bleibt Open Source

Trotz der Übernahme durch OpenAI haben Steinberger und Sam Altman klargestellt, dass OpenClaw ein Open-Source-Projekt bleiben wird. OpenAI wird die unabhängige Stiftung, unter der OpenClaw operiert, weiterhin unterstützen. Altman betonte, dass es dem Unternehmen wichtig sei, Open Source als Teil der Multi-Agenten-Zukunft zu fördern.

Der Kampf um KI-Talente und Anthropic's Rolle

Die Einstellung Steinberger's verdeutlicht die Intensivierung des Talentkriegs in der KI-Branche. Unternehmen investieren massiv in die Rekrutierung von Entwicklern und Forschern, die autonome KI-Systeme vorantreiben können. Steinberger selbst hatte laut einem Podcast mit Lex Fridman Angebote von Mark Zuckerberg und Sam Altman erhalten. OpenAI, das kürzlich mit 500 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, expandiert seine Produktfähigkeiten und steht im Wettbewerb mit Unternehmen wie Google und Anthropic.

In diesem Kontext wurde auch Anthropic kritisiert. George Orosz, ein Tech-Analyst und Autor des Tech-Newsletters The Pragmatic Engineer, schrieb auf X, dass Anthropic's "einziger Beitrag" zu Open Source "rechtliche Drohungen" gewesen seien. Kris Puckett, ein Designer bei Stripe, äußerte sich ähnlich und meinte, Anthropic habe "brillantes Talent und Community-Drive" verloren, indem es rechtliche Schritte gegen "Clawd" einleitete, anstatt Steinberger zu gewinnen. Raphael Schaad, Visiting Partner bei Y Combinator, kommentierte, dass dies "viele VC-Tränen und wütende OSS-Leute" verursachen werde.

Die Ära der "Agentic AI"

OpenClaw's Popularität wird durch das wachsende Interesse an "agentic" KI-Systemen angetrieben. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, nicht nur Text oder Bilder zu generieren, sondern Entscheidungen zu treffen und Aktionen ohne kontinuierliche menschliche Eingabe auszuführen. Die Technologie hat sich schnell verbreitet, insbesondere in China, wo sie mit lokalen Sprachmodellen wie DeepSeek gekoppelt und in Messaging-Plattformen integriert werden kann. Baidu plant Berichten zufolge, Nutzern seiner primären Smartphone-App direkten Zugang zu ermöglichen.

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