OpenAI stärkt Finanz-KI mit Übernahme von Hiro Finance

OpenAI stärkt Finanz-KI mit Übernahme von Hiro Finance

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OpenAI, ein führendes Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, hat das Startup Hiro Finance übernommen, das sich auf KI-gestützte persönliche Finanzen spezialisiert hat. Die genauen Bedingungen der Transaktion wurden nicht offengelegt, doch die Akquisition signalisiert OpenAIs verstärktes Engagement im Finanzsektor.

OpenAI übernimmt Hiro Finance

Die Übernahme von Hiro Finance durch OpenAI wurde kürzlich bekannt gegeben. Hiro Finance, gegründet im Jahr 2023, war eine KI-gestützte App für persönliche Finanzen, die darauf abzielte, den finanziellen IQ der Nutzer durch präzise Planung zu verbessern. Die App konzentrierte sich auf nachprüfbare Finanzmathematik und ermöglichte es Nutzern, Szenarien mit hoher Präzision zu testen.

Laut einem LinkedIn-Post von Gründer Ethan Bloch hat die Hiro-App die Annahme neuer Nutzer eingestellt und wird am 20. April 2026 vollständig abgeschaltet. Bestehende Nutzer haben bis zum 13. Mai 2026 Zeit, ihre Daten zu exportieren, bevor der Dienst endgültig eingestellt und alle Daten von den Servern gelöscht werden. Es werden keine Nutzerdaten an OpenAI übertragen.

Hiro Finance: Ein KI-gestützter Finanzberater

Hiro Finance hatte die Vision, einen "persönlichen KI-CFO" (Chief Financial Officer) zu entwickeln. Die App ermöglichte es Nutzern, ihr Gehalt, Schulden und monatliche Ausgaben einzugeben, um Finanzszenarien zu berechnen und die Ergebnisse zu erläutern. Das Unternehmen gab an, Kunden bei der Verwaltung von Vermögenswerten im Wert von über einer Milliarde US-Dollar geholfen zu haben.

Investoren von Hiro Finance waren unter anderem General Catalyst Partners, Ribbit Capital und Restive Investment Management, die zusammen 6,3 Millionen US-Dollar an Seed-Finanzierung bereitstellten. Die LinkedIn-Seite von Hiro weist 13 assoziierte Mitglieder auf, die nun Teil des OpenAI-Teams werden sollen.

Die Vision von Ethan Bloch

Ethan Bloch, der Gründer von Hiro Finance, äußerte sich in seinem LinkedIn-Post zur Übernahme. Er betonte, dass die Zusammenarbeit mit OpenAI die Möglichkeit biete, die Vision eines persönlichen KI-CFO in einem viel größeren Maßstab und für ein breiteres Publikum zu verfolgen. Bloch war zuvor bereits Gründer der Fintech-App Digit, die 2021 von Oportun für über 200 Millionen US-Dollar (genauer: 211 Millionen US-Dollar) übernommen wurde.

Bloch schrieb: "Seit Jahrzehnten war personalisierte Finanzberatung zu teuer, zu generisch oder zu schwer zugänglich. ChatGPT ändert das endlich." Er fügte hinzu, dass die Mission, das finanzielle Wohlergehen der Menschen zu verbessern, unverändert bleibe und sich jetzt noch wichtiger anfühle.

Auswirkungen für Nutzer und das Team

Für die Nutzer von Hiro Finance bedeutet die Übernahme das Ende des Dienstes, aber die Möglichkeit, ihre Daten zu sichern. Das Team von Hiro Finance wird zu OpenAI wechseln, wobei unklar ist, wie viele Mitarbeiter genau zu Sam Altmans Team stoßen werden. Die Übernahme wird als "Acqui-Hire" interpretiert, eine Akquisition, die primär auf das Team und dessen Expertise abzielt, nicht auf das Produkt selbst.

Die Integration des Hiro-Teams könnte OpenAI dabei helfen, seine Pläne zur Entwicklung von Finanztools innerhalb von ChatGPT erheblich zu beschleunigen. Ethan Bloch drückte seine Dankbarkeit gegenüber dem Hiro-Team, den Investoren und allen Unterstützern aus.

OpenAIs Strategie im Finanzsektor

Die Akquisition von Hiro Finance ist nicht OpenAIs erster Schritt in den Finanzbereich. Bereits im Oktober 2025 erwarb das Unternehmen die persönliche Finanz-App ROI, deren Mitbegründer und CEO ebenfalls zu OpenAI wechselten. Sujith Vishwajith, Mitbegründer von ROI, schrieb damals auf X, dass Personalisierung nicht nur die Zukunft der Finanzen, sondern der gesamten Software sei.

Weitere Akquisitionen von OpenAI umfassen Neptune, Context.ai, Crossing Minds und Software Applications Incorporated (SAI). Diese strategischen Zukäufe unterstreichen OpenAIs Bestreben, seine KI-Fähigkeiten in verschiedenen Sektoren, einschließlich der Finanzdienstleistungen, zu erweitern und zu vertiefen.

Die Debatte um KI und Finanzberatung

Während Verbraucher zunehmend KI für Aufgaben wie die Organisation ihrer persönlichen Finanzen nutzen – laut PYMNTS Intelligence sind beispielsweise 62 % der Generation Z bereit, KI dafür einzusetzen – werfen Experten Fragen zur Fähigkeit von KI auf, Finanzberatung zu leisten. Ein zentraler Punkt ist die fehlende Treuepflicht (fiduciary duty) von KI-Systemen.

Andrew Lo, Finanzprofessor und Direktor des Laboratory for Financial Engineering an der MIT Sloan School of Management, äußerte sich dazu: "Das Problem, das wir lösen müssen, ist nicht, ob KI über genügend Fachwissen verfügt. Die Antwort ist im Moment klar: KI hat das [finanzielle] Fachwissen." Er betonte jedoch: "Was sie nicht haben, ist diese Treuepflicht. Sie haben nicht die Fähigkeit, Konsequenzen zu erleiden, wenn sie einen Fehler machen, in demselben Maße wie ein menschlicher Berater."

Erwähnte Persönlichkeiten