OpenAI startet Anzeigen auf ChatGPT: Diversifizierung der Einnahmen und Zugänglichkeit

OpenAI startet Anzeigen auf ChatGPT: Diversifizierung der Einnahmen und Zugänglichkeit

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OpenAI hat am Freitag angekündigt, in den kommenden Wochen mit dem Test von Werbung auf ChatGPT zu beginnen. Dieser Schritt eröffnet dem KI-Unternehmen eine weitere potenzielle Einnahmequelle, zusätzlich zu seinen bestehenden Abonnement-Modellen, und soll die Zugänglichkeit der KI-Technologie für eine breitere Nutzerbasis sichern. Die Anzeigen werden zunächst in den USA für erwachsene Nutzer der kostenlosen Version und des neuen, kostengünstigen ChatGPT Go-Tarifs geschaltet.

OpenAI testet Werbung auf ChatGPT

Die Anzeigen sollen am unteren Rand des Chatfensters erscheinen, wenn ein relevantes gesponsertes Produkt oder eine Dienstleistung basierend auf der aktuellen Konversation vorliegt. OpenAI demonstrierte dies mit einem Beispiel, bei dem ein Nutzer nach authentischen mexikanischen Gerichten fragt und ChatGPT daraufhin Ideen für Carne Asada und Pollo al Carbon vorschlägt, gefolgt von einem Link zu einer Lebensmittelmarke, die scharfe Soße bewirbt. Die Anzeigen werden dabei klar gekennzeichnet und von den generierten Antworten des Chatbots getrennt sein.

Ein neues Geschäftsmodell für steigende Kosten

Die Einführung von Werbung wird von OpenAI als Weg dargestellt, die kostenlosen und kostengünstigen Versionen des Chatbots für mehr Nutzer zugänglich zu halten. Das Unternehmen betonte, dass die "Unternehmens- und Abonnementgeschäfte bereits stark sind" und man an einem "diversifizierten Einnahmemodell" glaubt, bei dem Anzeigen eine Rolle spielen können, um Intelligenz für alle zugänglicher zu machen. Obwohl OpenAI mit 500 Milliarden US-Dollar bewertet wird, hat das Unternehmen laut CNBC im November noch keinen Gewinn erzielt, was auf die exorbitanten Kosten für den Betrieb von KI-Diensten zurückzuführen ist.

CEO Sam Altman hatte sich in der Vergangenheit skeptisch gegenüber Werbung geäußert und sie als "ästhetische Wahl" abgelehnt. Er betonte jedoch auch, dass Anzeigen außerhalb des Large Language Model (LLM)-Streams nützlich sein könnten, wenn sie den Nutzern einen Mehrwert bieten und die Ausgabe des Modells nicht beeinträchtigen. Altman gab an, dass die Einnahmen des Unternehmens bei weit über 13 Milliarden US-Dollar pro Jahr liegen, während gleichzeitig Verpflichtungen für Infrastrukturausgaben von über 1 Billion US-Dollar in den kommenden Jahren bestehen.

Wer ist betroffen und wie funktioniert es?

Werbung wird ausschließlich erwachsenen Nutzern der kostenlosen ChatGPT-Version sowie des neuen ChatGPT Go-Abonnements angezeigt. Höherpreisige Abonnements, wie ChatGPT Plus und Pro, die nun 200 US-Dollar pro Monat kosten, bleiben werbefrei. Der neue ChatGPT Go-Tarif, der in den USA 8 US-Dollar pro Monat kostet, bietet zehnmal höhere Ratenlimits für Nachrichten, Dateiuploads und Bilderstellung als die kostenlose Version und erweitert den Speicher sowie das Kontextfenster des Chatbots.

Die Anzeigen werden zunächst nur für Nutzer in den USA getestet. OpenAI hat nicht sofort auf Anfragen von CBS News geantwortet, welche Art von Unternehmen auf ChatGPT werben sollen oder ob eine Ausweitung der Anzeigen nach der anfänglichen Testphase geplant ist.

Datenschutz und Nutzererfahrung im Fokus

OpenAI versichert, dass die Anzeigen die Antworten von ChatGPT nicht beeinflussen werden und dass Nutzergespräche oder -daten nicht mit Werbetreibenden geteilt werden. Zudem werden keine Anzeigen bei sensiblen Themen wie Gesundheit, psychischer Verfassung oder Politik geschaltet. Nutzer unter 18 Jahren sind ebenfalls von der Anzeigenanzeige ausgeschlossen.

Nutzer haben die Möglichkeit, die Anzeigenpersonalisierung zu deaktivieren und die zur Generierung gesponserter Antworten verwendeten Daten zu löschen. Sie können auch auf Anzeigen klicken, um mehr über deren Relevanz zu erfahren, oder sie ablehnen und Feedback dazu geben. OpenAI betont, dass es immer eine Möglichkeit geben wird, ChatGPT werbefrei zu nutzen, einschließlich der kostenpflichtigen Tarife.

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