Oracle erweitert Bloom Energy Deal: Milliarden-Investition in KI-Infrastruktur

Oracle erweitert Bloom Energy Deal: Milliarden-Investition in KI-Infrastruktur

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Der Technologiegigant Oracle hat seine strategische Partnerschaft mit Bloom Energy, einem führenden Anbieter von Brennstoffzellenlösungen, erheblich erweitert. Diese Entwicklung folgt nur wenige Tage, nachdem Oracle einen Aktienwarrant im Wert von 400 Millionen US-Dollar für Bloom Energy erhalten hat, der bereits einen signifikanten Buchgewinn für Oracle verbucht. Die Ausweitung der Zusammenarbeit zielt darauf ab, die schnell wachsende Nachfrage nach Energie für KI- und Cloud-Computing-Infrastrukturen zu decken.

Ausbau der Partnerschaft und finanzielle Implikationen

Im Rahmen einer Vereinbarung, die ursprünglich im Oktober angekündigt wurde, erhielt Oracle am Donnerstag einen Warrant zum Kauf von bis zu 3,53 Millionen Aktien des Brennstoffzellenherstellers zu einem Preis von 113,28 US-Dollar pro Aktie, was einer Gesamtinvestition von 400 Millionen US-Dollar entspricht. Nach Börsenschluss am Montag gaben die beiden Unternehmen bekannt, ihre bestehende Partnerschaft zu erweitern. Oracle hat nun 1,2 Gigawatt (GW) Kapazität von Bloom Energy vertraglich zugesichert.

Die Aktien von Bloom Energy stiegen nach dieser Ankündigung um 15 % und erreichten fast 203 US-Dollar, was Oracle einen Buchgewinn von 316 Millionen US-Dollar gegenüber dem Warrant-Preis bescherte. Oracle hat bis zum 9. Oktober Zeit, den Warrant auszuüben. Insgesamt beabsichtigt Oracle, bis zu 2,8 GW an Bloom-Systemen zu beschaffen, wobei die Bereitstellung der ersten 1,2 GW bis 2027 abgeschlossen sein soll.

Bloom Energy als Schlüssel für KI-Infrastruktur

Bloom Energy profitiert stark vom KI-Boom, da Entwickler von Datenzentren nach alternativen Energieformen suchen, um den stark steigenden Bedarf zu decken. Die Brennstoffzellen des Unternehmens bieten eine Onsite-Stromversorgung, die schnell installiert werden kann, da sie nicht auf eine Anbindung an das traditionelle Stromnetz angewiesen sind. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, höhere Dichten von KI-Workloads effizienter zu unterstützen und sind mit aufkommenden Standards wie 800 V DC kompatibel.

Mahesh Thiagarajan, Executive Vice President für Oracle Cloud Infrastructure, betonte die Bedeutung der Partnerschaft: „Durch den schnellen Einsatz der zuverlässigen, effizienten Brennstoffzellenenergie von Bloom erfüllen wir zügig die Anforderungen unserer Kunden in den gesamten Vereinigten Staaten.“ Er fügte hinzu: „Gemeinsam bauen Bloom und Oracle Cloud Infrastructure das Energiefundament und die KI-Infrastruktur auf, um die amerikanische KI-Führerschaft zu beschleunigen.“

Schnelle Bereitstellung und technologische Vorteile

Die erweiterte Partnerschaft unterstreicht Blooms Fähigkeit, schnelle und zuverlässige Energie für KI-Workloads bereitzustellen, die eine schnelle, lastfolgende Unterstützung erfordern, für die traditionelle Netze nicht ausgelegt sind. Bloom Energy hatte bereits im Juli angekündigt, Oracle-Datenzentren in den USA innerhalb von 90 Tagen mit Energie zu versorgen. Eine erste Lieferung eines voll funktionsfähigen Brennstoffzellensystems an Oracle erfolgte sogar in nur 55 Tagen, deutlich vor dem erwarteten Zeitplan.

Aman Joshi, Chief Commercial Officer bei Bloom Energy, äußerte sich erfreut über die Zusammenarbeit: „Wir freuen uns, unsere Beziehung zu Oracle nach einer erfolgreichen ersten Bereitstellung auszubauen.“ Er hob hervor, dass Bloom und Oracle eine gemeinsame Vision für die Zukunft der Energie- und KI-Infrastruktur definieren, wobei Bloom seine Position als Standard für Onsite-Stromversorgung festigt.

Oracle's Strategie und der KI-Boom

Oracle hat über 100 Milliarden US-Dollar an Schulden aufgenommen, um den massiven Ausbau seiner KI-Datenzentren zu finanzieren. Die Bloom-Brennstoffzellen sollen in Oracle-Anlagen in den USA betrieben werden. Die Aktien von Oracle verzeichneten am Montag einen Sprung von fast 13 % im regulären Handel, da Investoren verstärkt in Softwareunternehmen investierten, die zuvor aufgrund von KI-Bedenken unter Druck geraten waren. Trotz dieser Rallye lag der Oracle-Aktienkurs für das Jahr immer noch 20 % im Minus, erhielt jedoch im erweiterten Handel einen weiteren Schub von 1,5 %.

Bloom Energy hat bereits Hunderte von Megawatt an Brennstoffzellen durch Vereinbarungen mit Versorgungsunternehmen wie American Electric Power und Datenzentrenentwicklern wie Equinix und Oracle positioniert. KR Sridhar, CEO von Bloom Energy, betonte im Oktober bei einem Deal mit Brookfield Asset Management für die Installation von Brennstoffzellen in KI-Datenzentren, dass „KI-Infrastruktur wie eine Fabrik gebaut werden muss – mit Zweck, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.“

Marktentwicklung von Bloom Energy

Bloom Energy, mit Hauptsitz im Silicon Valley und über 2.000 Mitarbeitern weltweit, fertigt seine Systeme in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen hat sich als globaler Marktführer für Energielösungen etabliert, der Fortune-500-Kunden weltweit mit äußerst widerstandsfähiger, hochskalierbarer Onsite-Elektrizität versorgt, darunter Datenzentren, Halbleiterfertigung und große Versorgungsunternehmen. Die Aktien von Bloom hatten sich im Jahr 2025 fast vervierfacht und waren bis zum Handelsschluss am Montag dieses Jahres um über 100 % gestiegen. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens hat die Marke von 50 Milliarden US-Dollar überschritten.