Palantir verklagt KI-Startup Percepta: Vorwürfe von Diebstahl und Wettbewerbsverzerrung

Palantir verklagt KI-Startup Percepta: Vorwürfe von Diebstahl und Wettbewerbsverzerrung

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Der Datenanalyse-Spezialist Palantir hat im vergangenen Jahr das KI-Startup Percepta AI wegen angeblichen Diebstahls vertraulicher Informationen und dem Versuch, Top-Talente abzuwerben, verklagt. Führungskräfte von Percepta bezeichnen die Vorwürfe nun als Versuch, den Wettbewerb zu unterdrücken und das junge Unternehmen zu zerstören, bevor es weiter wachsen kann.

Palantir wirft Percepta Diebstahl und Talentabwerbung vor

Palantir reichte die Klage ursprünglich im Oktober im Southern District of New York ein. Darin wird den Percepta-Mitbegründern und ehemaligen Palantir-Mitarbeitern Hirsh Jain (CEO) und Radha Jain vorgeworfen, gestohlene Informationen genutzt zu haben, um ein "Nachahmergeschäft" aufzubauen. Palantir behauptet zudem, die Gründer hätten versucht, Talente abzuwerben und "wertvolles geistiges Eigentum von Palantir zu plündern".

Eine dritte Percepta-Mitarbeiterin, Joanna Cohen, wird ebenfalls beschuldigt. Sie soll sich nach ihrer Kündigung vertrauliche Dokumente zugesandt und sensible Informationen, die sie auf ihr privates Telefon heruntergeladen hatte, fotografiert haben. Diese Anschuldigungen bilden einen Kernpunkt des Rechtsstreits um geistiges Eigentum.

Percepta kontert: Versuch der Wettbewerbsunterdrückung

In einer aktuellen Einreichung vor Gericht forderten die Anwälte der Beklagten, Palantirs Antrag abzulehnen. Sie bezeichneten die Klage als Versuch, "den Wettbewerb zu unterdrücken". "In Wahrheit versucht Palantir, andere davon abzuschrecken, das Unternehmen zu verlassen, und Percepta zu zerstören, bevor es weiter wachsen kann", schrieben die Anwälte.

Bereits im Dezember hatte Percepta die Nutzung vertraulicher Informationen von Palantir bestritten und den Fall als "grundlos" bezeichnet. Die Beklagten argumentieren, dass Palantirs Auslegung der nachvertraglichen Vereinbarungen ebenfalls darauf abzielt, den Wettbewerb zu ersticken.

Streit um vertrauliche Daten und Abwerbeversuche

Die Anwälte von Percepta gaben in der Einreichung vom Montag an, dass eingehende Suchen keine Palantir-Materialien gefunden hätten. Sie argumentierten, dass die von Joanna Cohen gemachten Screenshots in "gutem Glauben" erfolgt seien, um ihr bei der Erledigung von Aufgaben zu helfen. Zudem seien die Materialien "für Percepta nutzlos und ohnehin veraltet".

Die Anschuldigungen von Palantir konzentrieren sich auf die angebliche Nutzung von Unternehmensgeheimnissen und die Abwerbung von Mitarbeitern. Percepta hingegen betont, dass keine unrechtmäßigen Handlungen stattgefunden hätten und die Klage eine Taktik sei, um ein aufstrebendes KI-Startup zu behindern.

Ungültige Vereinbarungen?

Ein weiterer Streitpunkt sind die nachvertraglichen Vereinbarungen. Die Beklagten behaupten, diese seien "offensichtlich übermäßig weit gefasst und nicht durchsetzbar". Palantirs Interpretation dieser Vereinbarungen diene laut Percepta dazu, den Wettbewerb im Bereich der Datenanalyse und künstlichen Intelligenz zu behindern.

Palantir lehnte eine Stellungnahme zu dem laufenden Verfahren ab. Der Rechtsstreit beleuchtet die Herausforderungen im Umgang mit geistigem Eigentum und Mitarbeiterabwanderung in der schnelllebigen Technologiebranche, insbesondere im Sektor der künstlichen Intelligenz.

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