
PayPal strebt Banklizenz an: Chance für "Beaten-Down Stock"?
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PayPal Holdings Inc. (NASDAQ:PYPL) gilt laut Analysten als eine der besten "Beaten-Down Stocks" für Investitionen. Das Unternehmen hat am 15. Dezember Pläne bekräftigt, seine Präsenz im US-Finanzsystem zu vertiefen, indem es die Gründung einer Bank in den USA beantragt hat, um ein günstiges Regulierungsumfeld zu nutzen.
PayPal strebt eigene Banklizenz in den USA an
Der Antrag bei der Utah Department of Financial Institutions und der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) zielt auf die Gründung einer Industriekreditgesellschaft ab. Dieser Schritt erfolgt, während FinTechs und Krypto-Unternehmen ihre Geschäftsfelder erweitern wollen. PayPal möchte damit seine Abhängigkeit von Drittanbietern reduzieren und seine Position im Markt stärken.
Alex Chriss, CEO von PayPal, betonte die Bedeutung dieses Schritts: „Die Sicherung von Kapital bleibt ein erhebliches Hindernis für kleine Unternehmen, die wachsen und skalieren wollen. Die Gründung der PayPal Bank wird unser Geschäft stärken und unsere Effizienz verbessern, wodurch wir das Wachstum kleiner Unternehmen und wirtschaftliche Chancen in den USA besser unterstützen können.“
Stärkung des Kreditgeschäfts und neue Angebote
PayPal hat sich zum Ziel gesetzt, sein Kreditgeschäft für Kleinunternehmen in den USA zu stärken. Seit 2013 hat das Unternehmen bereits 30 Milliarden US-Dollar an Krediten und Kapital bereitgestellt. Darüber hinaus plant PayPal, seinen Kunden zinsbringende Sparkonten anzubieten.
Die Forschungsfirma Bernstein SocGen hat am 17. Dezember ihre "Market Perform"-Einstufung für PayPal mit einem Kursziel von 76 US-Dollar bekräftigt. Diese positive Haltung basiert auf der Erwartung, dass eine Banklizenz dem Unternehmen ermöglichen wird, seine Kreditgeschäfte auszubauen und die Abhängigkeit von Partnerbanken zu verringern. PayPal ist eine globale Technologieplattform, die digitale Zahlungen für Verbraucher und Händler ermöglicht und als elektronische Alternative zu Bargeld, Schecks und Karten dient.
Analystenmeinungen und Kursziele für PYPL
Finanzanalysten haben ein Kursziel von 78,88 US-Dollar für PayPal festgelegt. Dieses Ziel deutet auf eine 0,00%ige Steigerung gegenüber dem aktuellen Aktienkurs hin, wobei Bewertungen und Prognosen häufig basierend auf Marktbedingungen, Gewinnberichten und Branchentrends aktualisiert werden.
Per 28. Dezember 2025 haben 26 Analysten eine Konsensbewertung von "Hold" für PayPal (PYPL) abgegeben. Die detaillierten Empfehlungen verteilen sich wie folgt:
- 12% empfehlen "Strong Buy"
- 31% empfehlen "Buy"
- 38% empfehlen "Hold"
- 4% raten zum "Sell"
- 15% prognostizieren einen "Strong Sell"
Herausforderungen und solide Finanzleistung
Trotz der strategischen Schritte und des Potenzials zeigt PayPal Holdings eine schwache Kursdynamik, was auf tendenziell geringe mittel- bis langfristige Renditen hindeuten könnte. Die Trennung von eBay könnte das Kontowachstum behindern, und ein strafferes makroökonomisches Umfeld birgt Risiken für den Konsum und die finanzielle Performance. Zudem verzeichnete das Unternehmen ein stagnierendes Gewinnwachstum pro Aktie und erhöhte Betriebskosten, begleitet von Herausforderungen wie einem geringeren Wachstum bei Mehrwertdiensten und hohen Marketingausgaben.
Dennoch zeigte PayPal Holdings eine solide Finanzleistung. Das gesamte Zahlungsvolumen (TPV) wuchs im dritten Quartal währungsbereinigt um 7% im Jahresvergleich, angetrieben durch das starke Engagement seiner 438 Millionen aktiven Konten. Insbesondere trug Venmo mit rund 82 Milliarden US-Dollar zum TPV bei, was einem Anstieg von 12% gegenüber dem Vorjahr entspricht und seine Rolle als wichtiger Wachstumstreiber unterstreicht. Das Unternehmen verzeichnete zudem einen Umsatzanstieg von 6% im dritten Quartal sowie ein stabiles Non-GAAP-Betriebsergebniswachstum von 6%, was die Widerstandsfähigkeit seines Betriebsmodells und seiner strategischen Initiativen unterstreicht.
Der Kontext der "Beaten-Down Stocks"
Der Begriff "Beaten-Down Stocks" bezieht sich auf Aktien, die trotz eines insgesamt starken Marktes unterdurchschnittlich performt haben. Die US-Aktienmärkte erreichten 2025 im Zuge des künstlichen Intelligenz (KI)-Booms neue Höchststände. Der S&P 500 verzeichnete in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 13% Wachstum pro Jahr, und der technologieorientierte Nasdaq stieg dank der "Magnificent Seven" um über 18%.
Trotz dieser allgemeinen Gewinne haben einige Aktien aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Geldpolitik, schwacher Gewinne und wirtschaftlicher Unsicherheit zurückgelegen. John Stoltzfus, Stratege bei Oppenheimer Asset Management, spielte die jüngsten Rückgänge einiger Aktien jedoch herunter. Er äußerte die Meinung, dass die aktuelle Abschwächung der Aktienkurse eher einem "Haarschnitt" oder "Trimmen" gleicht, als dem Beginn einer ernsthaften Rückgangsphase.