
PCE-Inflation im Januar 2026: Preisdruck bleibt hartnäckig hoch
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Der von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsindikator, der Personal Consumption Expenditures (PCE) Index, verzeichnete im Januar 2026 weiterhin hartnäckig hohe Werte. Die monatliche Headline-PCE stieg um 0,3 %, während die Kern-PCE um 0,4 % zulegte. Auf Jahresbasis lag die Headline-PCE bei 2,8 % und die Kern-PCE bei 3,1 %, was auf anhaltenden Preisdruck deutlich über dem 2 %-Ziel der Fed hindeutet.
Hartnäckig hohe Inflation im Januar 2026
Das US-Handelsministerium berichtete am Freitag, dass der PCE-Index im Januar 2026 auf monatlicher Basis um 0,3 % gestiegen ist und im Jahresvergleich um 2,8 % zulegte. Diese monatliche Zahl entsprach den Erwartungen von Ökonomen, die von LSEG befragt wurden, während der Jahreswert leicht unter der Schätzung von 2,9 % lag.
Die Kern-PCE, welche die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie ausschließt, stieg im Januar um 0,4 % gegenüber dem Vormonat und um 3,1 % im Jahresvergleich. Beide Zahlen entsprachen den Erwartungen der Ökonomen aus der LSEG-Umfrage. Im Vergleich zu den Dezember-Werten ging die Headline-PCE-Inflation leicht von 2,9 % zurück, während die Kern-PCE von 3 % anstieg.
Details des PCE-Berichts
Die Federal Reserve konzentriert sich auf die Headline-PCE-Zahl, um die Inflation auf ihr langfristiges Ziel von 2 % zurückzuführen, obwohl sie die Kerndaten als besseren Indikator für die zugrunde liegende Inflation betrachtet. Die PCE-Daten deuten darauf hin, dass der Fortschritt bei der Inflationsbekämpfung sich verlangsamt hat und der Preisdruck hartnäckig über dem 2 %-Ziel der Fed bleibt.
Ein Nowcast für den Januar deutete bereits auf einen leicht stärkeren monatlichen Anstieg hin als im CPI-Bericht, mit einer Headline-PCE von 0,3 % und einer Kern-PCE von 0,4 %. Dies würde die Headline-Inflation im Jahresvergleich bei 2,9 % halten, während die Kerninflation von 3 % im Dezember auf 3,1 % ansteigen würde.
Entwicklung der Güter- und Dienstleistungspreise
Die Preise für Güter stiegen im Januar auf Jahresbasis um 1,3 %, ein Rückgang gegenüber 1,7 % im Dezember. Im Sommer zuvor waren die Preissteigerungen bei Gütern mit 0,6 % im Juni und Juli sowie 0,9 % im August sogar noch niedriger.
Die Preise für langlebige Güter erhöhten sich im Januar um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr, ein Anstieg gegenüber 2,1 % im Dezember. Von Juni bis November lag dieser Index nahe 1 %. Die Preise für nicht-langlebige Güter stiegen im Januar nur um 0,8 %, ein Rückgang gegenüber der Jahresrate von 1,6 % im Dezember und der niedrigste Wert seit August.
Die Dienstleistungspreise stiegen im Januar um 3,5 % gegenüber dem Vorjahr. Dies ist ein leichter Anstieg gegenüber der Dienstleistungsinflationsrate von 3,4 %, die von September bis Dezember anhielt. Höhere Kosten für Arztdienstleistungen und Portfolioverwaltungsgebühren trugen zu den höheren Kern-Dienstleistungspreisen im Januar bei.
Sparquote und Implikationen für die Geldpolitik
Die persönliche Sparquote als Prozentsatz des verfügbaren persönlichen Einkommens lag im Januar bei 4,5 %. Dies stellt einen Anstieg gegenüber der Sparquote von 4 % dar, die von Oktober bis Dezember vorherrschte, und ist zudem der höchste Wert für den Index, seit er zuletzt im Juli bei 4,5 % lag.
Expertenmeinungen deuten darauf hin, dass der verzögerte BEA-Bericht für Januar, der am 13. März fällig ist, die Politik der Federal Reserve wahrscheinlich nicht ändern wird. Angesichts der Tatsache, dass die Zinsen nahe am neutralen Niveau liegen und sich der Arbeitsmarkt stabilisiert, wird erwartet, dass die Fed bis Juni an ihrer aktuellen Haltung festhalten wird. Fed-Beamte beobachten zudem den Iran-Konflikt genau hinsichtlich potenzieller Inflationsauswirkungen.