Peter Schiff: Trumps Rhetorik beschleunigt US-Schulden- und Dollar-Krise

Peter Schiff: Trumps Rhetorik beschleunigt US-Schulden- und Dollar-Krise

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Der Ökonom Peter Schiff kritisiert die zunehmend aggressive Rhetorik von Präsident Donald Trump in der Außenpolitik. Schiff warnt, dass diese Äußerungen mehr als nur eine Ablenkung seien und stattdessen die Staatsschulden- und Währungskrise der USA aktiv beschleunigen. Diese Entwicklung findet vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Wirtschaftslage statt.

Die Warnung von Peter Schiff

Am Dienstag äußerte Peter Schiff auf X, dass Trumps jüngste Erklärungen – wie die Behauptung, "Venezuela zu leiten", oder die Drohung, "Grönland zu überfallen und zu besetzen" – über bloßes politisches Theater oder Schlagzeilen hinausgehen könnten. Laut Schiff fallen solche Aussagen in eine Zeit, in der sich die "Staatsschulden- und Dollar-Krise" verschlimmert. Er argumentiert, dass diese Äußerungen die Menschen nicht von den wachsenden wirtschaftlichen Problemen ablenken, sondern vielmehr das "Einsetzen dieser Krise" aktiv beschleunigen.

Die Eskalation der US-Staatsschulden und des Dollars

Die US-Staatsschulden steigen weiterhin in einem beispiellosen Tempo und haben die Marke von 38 Billionen US-Dollar erreicht. Allein die Zinszahlungen für diese Schulden übersteigen inzwischen die jährlichen Verteidigungsausgaben des Landes. Gleichzeitig reduzieren globale Zentralbanken zunehmend ihr Engagement in US-Staatsanleihen und anderen US-Vermögenswerten.

Der US-Dollar steht laut führenden Analysten in den nächsten fünf Jahren vor einem "kontrollierten Rückgang". Sein Anteil an den globalen Reserven sinkt kontinuierlich, was auf steigende Defizite und politische Unsicherheiten zurückzuführen ist. Der US-Dollar-Index (DXY) verzeichnete 2025 einen Rückgang von 9,7 %, was das schlechteste Jahr seit fast einem Jahrzehnt markierte.

Trumps Rhetorik und ihre Auswirkungen

Die Rhetorik von Donald Trump hat sich in jüngster Zeit auf mehrere internationale Schauplätze konzentriert. Letzte Woche, nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte, erklärte Trump, amerikanische Ölunternehmen würden Milliarden investieren, um die Ölproduktion Venezuelas zu revitalisieren und zu steigern, während sie das Land vorübergehend verwalten. Trump behauptete zudem, die Übergangsregierung in Venezuela, geführt von Vizepräsidentin Delcy Rodriguez, werde 30 bis 50 Millionen Barrel "hochwertiges, sanktioniertes Öl" an die USA übergeben, das zum Marktpreis zum Nutzen beider Nationen verkauft werde.

Ähnliche Drohungen richtete er gegen Mexiko, indem er sagte, Drogenkartelle und nicht Präsidentin Claudia Sheinbaum kontrollierten das Land effektiv. Dies rechtfertige potenzielle Militäraktionen zur Eindämmung des grenzüberschreitenden Drogenhandels. Trump erneuerte auch seine Forderungen nach einer US-Kontrolle über Grönland, ein autonomes Gebiet im Königreich Dänemark, mit der Begründung: "Wir brauchen Grönland, absolut. Wir brauchen es zur Verteidigung."

Diese Rhetorik untergräbt laut Schiff das globale Investorenvertrauen in US-Staatsanleihen, den US-Dollar und andere auf Dollar lautende Vermögenswerte weiter. Die Kombination aus Zöllen, Handelskriegen und anderen politischen Unsicherheiten trug maßgeblich zum Rückgang des DXY im Jahr 2025 bei.

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